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Brüssel, 12. März 2010

Zehn Unternehmen in der Endausscheidung um den Europäischen Umweltpreis für Unternehmen 2010

Heute wurden zehn europäische Unternehmen bekannt gegeben, die es für den Europäischen Umweltpreis für Unternehmen in die engere Auswahl geschafft haben. Die Finalisten vertreten Unternehmen aus Österreich, Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. Mit den Preisen, die alle zwei Jahre von der Europäischen Kommission vergeben werden, werden europäische Unternehmen ausgezeichnet, die einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in einer der vier Kategorien – Management, Produkte, Verfahren und internationale Kooperation – geleistet haben. Die Bekanntgabe der vier Gewinner erfolgt am 2. Juni 2010 bei einer Feier im Rahmen der Grünen Woche, der größten jährlichen Umweltkonferenz und –ausstellung der Kommission in Brüssel. Die Preise gehen an Unternehmen, die durch innovative und konkurrenzfähige Beiträge das Wirtschaftwachstum vorantreiben und gleichzeitig den Umweltschutz fördern.

„Der Umweltschutz ist im wirtschaftlichen, sozialen und geschäftlichen Sinne von enormer Bedeutung“, erklärte Janez Potočnik, der Europäische Kommissar für Umwelt. „Mit diesen Preisen werden die weitsichtigsten, verantwortungsvollsten und ökoinnovativsten Unternehmen in Europa ausgezeichnet und die Preise spielen bei der Identifizierung und Förderung bewährter Verfahren eine große Rolle. Die EBAE-Gewinner sind die Besten der Besten.“

Die 10 Finalisten wurden unter 141 Bewerbern aus 24 EU-Mitgliedstaaten und Kandidatenländern ausgewählt. Dies ist die höchste Bewerberzahl seit Einführung des Europäischen Umweltpreises im Jahr 1987. Dieser Rekord ist ein Beweis für das wachsende Interesse der Unternehmen an Nachhaltigkeit und deren Verständnis für die aktuellen ökologischen Herausforderungen.

Die Jury unter dem Vorsitz von Cristina García-Orcoyen Tormo, Hauptgeschäftsführerin der Fundación Entorno-BCSD España, besteht aus 14 Umweltexperten, die die Industrie, NROs, Hochschulen und staatliche Behörden vertreten. In die engere Auswahl der Jury kamen jeweils drei Kandidaten für die Kategorien Management, Produkt und Verfahren sowie ein Unternehmen in der Kategorie Internationale Kooperation. Im Rahmen der Grünen Woche, der jährlichen Umweltkonferenz der Kommission, werden bei einer Feier in der Bibliothèque Solvay in Brüssel am 2. Juni 2010 die Gewinner der einzelnen Kategorien bekannt gegeben und die Preise überreicht. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet „Biologische Vielfalt – unsere Lebensgrundlage“.

Um die Umweltpreise 2010 konnten sich Unternehmen aus allen EU-Mitgliedstaaten und Kandidatenländern bewerben. Die Unternehmen mussten zunächst bei den nationalen Programmen einen Preis erhalten haben, bevor sie von nationalen Preisverleihungsgremien für den europäischen Wettbewerb zugelassen wurden. Ein teilnehmendes Land kann maximal 12 Kandidaten für den europäischen Wettbewerb benennen, drei für jede Kategorie.

Die heute für den Europäischen Umweltpreis ausgewählten Finalisten sind:

Preis für Management

(für eine vorausschauende Strategie und Managementsysteme, die es den Unternehmen ermöglichen, ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ständig zu verbessern)

AEVG Abfall-Entsorgungs-und Verwertungs GmbH, Österreich

Die Jury zeigte sich insbesondere von dem Umfang beeindruckt, in dem erneuerbare Energie in die von diesem Unternehmen betriebenen städtischen Abfallmanagementsysteme integriert wurde.

ARÇELİK A.Ş, Türkei

Die Empfehlung dieser Herstellungsfirma erfolgte aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes in Bezug auf alle Sektoren und aufgrund der Art und Weise, in der Umwelt- und Sozialthemen vollständig in die Betriebsführung integriert werden.

The Findus Group, Vereinigtes Königreich

Findus wurde aufgrund der Einführung eines Managementsystems nominiert, das sicherstellt, dass Gewinne nicht auf Kosten erschöpfter Ressourcen im hochempfindlichen Fischereisektor erzielt werden.

Produkt-Preis für nachhaltige Entwicklung

(für die Entwicklung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung, das/die einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet)

Energy ICT, Belgien

Ein System zur Energieüberwachung und –kontrolle, von einem großen Händler eingesetzt, um eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs zu erzielen.

Frigoglass Saic, Griechenland

Für ein neues, energieeffizientes Kühlmittelsystem für gewerbliche Kühlmöbel.

Siemens AG, Deutschland

Siemens erhält eine Empfehlung für seine maßgeblichen Verbesserungen der Energieeffizienz großer Gasturbinen.

Besondere Empfehlung: EDF Group, Slowakei

Eine ansprechende und leicht umzusetzende Lösung, mit der verhindert wird, dass Vögel durch Stromüberlandleitungen getötet werden.

Verfahrenspreis für nachhaltige Entwicklung

(für die Entwicklung und Anwendung eines neuen Produktionsverfahrens, das einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet)

Ecover – Ecosurfactants, Belgien

Herstellung von „Ecosurfactants“ – die aktiven Komponenten von Reinigungsmitteln – unter Verwendung eines natürlichen Fermentierungsverfahrens mit vollständig erneuerbaren Rohstoffen oder fossilen Ressourcen.

Zenergy Power GmbH und Bültmann GmbH, Deutschland

Erster Einsatz von Supraleiter-Technologie in einem industriellen Produktionsverfahren, durch das der für die Erwärmung von Kupfer und Aluminium benötigte Energiebedarf um 50 % reduziert wird.

Dr.-Ing. Werner Neu Verfahrenstechnik GmbH, Deutschland

Eine neue Methode zur Herstellung thermoplastischer Platten, die zu erheblichen Energieeinsparungen und höherer Produktivität führt.

Preis für internationale Kooperation in Bezug auf nachhaltige Entwicklung

(für den Wissens- und Technologieaustausch in internationalen branchenübergreifenden Partnerschaften, die zu nachhaltigem Wachstum in Entwicklungsländern beitragen)

Grupo Ferrovial, Spanien

Die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für die Menschen der Serengeti, Tansania, führt zu einer deutlichen Verbesserung des Lebensstandards, insbesondere für Frauen und Kinder. Dieses fortlaufende Projekt hat ein hohes Nachahmungspotential und vermittelt klare Angaben dazu, wie ein endemisches Problem in anderen Entwicklungsländern gelöst werden kann.

Hintergrund

Die Europäische Kommission hat den Europäischen Umweltpreis für Unternehmen (EBAE) 1987 eingeführt, um die Leistungen von Unternehmen anzuerkennen, auszuzeichnen und zu fördern, die bei der Entwicklung umweltfreundlicher Maßnahmen und Produkte eine Vorreiterrolle übernommen haben.

Der EBAE wird für vier Kategorien vergeben: Managementpraktiken, Produkte, Verfahren und internationale Kooperationstätigkeiten, die zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung beitragen, ohne die Umwelt zu schädigen. Trotz des derzeitigen Wirtschaftsklimas sind außergewöhnlich viele Bewerbungen für den Wettbewerb 2010 eingegangen, insgesamt 141 Bewerbungen herausragender Unternehmen aus ganz Europa – gegenüber 125 Bewerbungen im Jahr 2008.

Der Wettbewerb steht unabhängig von der Größe allen Unternehmen aus EU-Mitgliedstaaten und Kandidatenländern offen. Alle Bewerber sind Finalisten ihrer nationalen Wettbewerbe – eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme auf EU-Ebene, da sich nur die besten Unternehmen der EU und der Kandidatenländer bewerben können.

Das bedeutet, dass die mit dem europäischen Preis ausgezeichneten Unternehmen „die Besten der Besten“ sind: die Weitsichtigsten, Verantwortungsvollsten und Innovativsten in ganz Europa.

Weitere Informationen zum Europäischen Umweltpreis für Unternehmen unter:

www.ebae.eu

Informationen zur Grünen Woche unter:

http://www.greenweek2010.eu


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