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Brüssel, den 10. März 2010

Kraftfahrzeugsicherheit: Europäische Kommission begrüßt internationale Vereinbarung für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge

Die Europäische Kommission zeigt sich erfreut darüber, dass heute am Sitz der Vereinten Nationen in Genf die erste internationale Regelung über die Sicherheit von Kraftfahrzeugen mit reinem Elektroantrieb und mit Hybridantrieb angenommen wurde. Diese wegweisende Entscheidung wird die rasche Einführung sicherer und sauberer Elektroautos auf unseren Straßen erleichtern. Die heute im Wirtschaftsausschuss für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) angenommene technische Regelung gewährleistet, dass Kraftfahrzeuge mit Hochspannungselektroantrieb wie Hybridfahrzeuge und Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb so sicher wie herkömmliche Kraftfahrzeuge sind. Auf dem Markt werden immer mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge angeboten, die vielversprechende Perspektiven für einen sauberen und energieeffizienten Straßenverkehr bieten.

Dazu sagte Vizepräsident Antonio Tajani, Kommissionsmitglied für Industrie und Unternehmen: „In den nächsten Jahren wird die Zahl der Pkw auf unseren Straßen rasant ansteigen. Deshalb müssen wir die Produktion und die Nutzung sauberer und energieeffizienter Kraftfahrzeuge fördern, denn sie sind die Autos der Zukunft. Elektroautos sind eine umweltverträgliche Alternative für die Verbraucher, und es liegt mir sehr viel daran, dass diese so bald wie möglich auf den Markt gebracht werden und sicher konstruiert sind.“

Normalerweise ist die Betriebsspannung bei Elektrofahrzeugen sehr hoch und liegt im Bereich von 500 Volt. Daher muss unbedingt ein Schutz vor elektrischen Schlägen gegeben sein. Die überarbeitete UN/ECE-Regelung Nr. 100 enthält nun Vorschriften für den Schutz der Benutzer von Elektroautos vor hochspannungsführenden Teilen und gewährleistet damit in Zukunft die Sicherheit dieser Fahrzeuge. Beispielsweise schreibt sie ein Prüfverfahren vor, bei dem anhand eines genormten „Prüffingers“ ermittelt wird, ob das Fahrzeug rundum geschützt ist. Die Vorschriften stellen sicher, dass Benutzer nicht versehentlich mit hochspannungsführenden Kabeln in Berührung kommen. Außerdem sind in der Regelung Anforderungen festgelegt, die für die Verwendung elektrischer Fahrzeuge in der Praxis von Bedeutung sind; so wird dem Fahrer etwa angezeigt, dass der für ihn nicht hörbare Motor läuft, um ein unbeabsichtigtes Ingangsetzen des Fahrzeugs zu vermeiden. Außerdem sind Schutzmaßnahmen vorgeschrieben, die ein Fortbewegen des Elektrofahrzeuges während des Aufladevorgangs verhindern.

Die Regelung wurde im Rahmen des internationalen UN/ECE-Übereinkommens aus dem Jahr 1958 angenommen, so dass Kfz-Hersteller ihre auf der Grundlage gemeinsamer Normen produzierten Fahrzeuge nicht nur in der EU, sondern auch auf einer Reihe anderer großer Märkte wie etwa Südkorea, Japan und Russland absetzen können. Die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen durch die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958 wird möglich sein, sobald die Regelung in Kraft getreten ist. Dies wird die Vermarktung fortschrittlicher Elektrofahrzeuge vereinfachen und die Kosten erheblich verringern. Die EU und Japan haben bereits erkennen lassen, dass sie die neue UN/ECE-Regelung in ihr jeweiliges Regelwerk mit den technischen Vorschriften für Kraftfahrzeuge aufnehmen wollen.

Weitere Informationen über die Automobilpolitik der Kommission .


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