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Nominierungen für den Europäischen Erfinderpreis 2010

European Commission - IP/10/247   08/03/2010

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IP/10 /247

Brüssel, 8. März 2010

Nominierungen für den Europäischen Erfinderpreis 2010

Für den Europäischen Erfinderpreis 2010 wurden Erfinder nominiert, die in den verschiedensten Bereichen innovative Pionierleistungen vollbracht haben – von der Trinkwasserkonservierung bis zur Synthese von Kohlenstoffmolekülen mit der Struktur eines Fußballs (den „Fullerenen“), von Verfahren zur Krebsbehandlung bis zur digitalen Datenverschlüsselung. Zu den nominierten Erfindungen gehören ebenfalls die Wii-Konsole, die zivile Anwendung des GPS, der Einsatz von Brennstoffzellen in mobilen Anlagen, Biokunststoff und Internetzugang direkt aus der Steckdose. Mit dem Preis werden einzelne Erfinder oder Erfinderteams ausgezeichnet, die durch ihre Pionierarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit und damit zu Fortschritt und Wohlstand beitragen. Die vier Gewinner werden von einer hochrangigen internatio nalen Jury ausgewählt. Die Preise werden am 28. April 2010 in Madrid von Alison Brimelow, Präsidentin des EPA, verliehen.

Dazu sagte Vizepräsident Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmen: „Die Auswahl der nominierten Kandidaten veranschaulicht die Fülle der menschlichen Fantasie. Ihre Erfindungen sind für die Menschheit und die Entwicklung unserer modernen Welt sehr bedeutend. Gleichzeitig schafft ihr Innovationsgeist auch Arbeitsplätze in Europa und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kontinents. Auch in der Strategie Europa 2020, die die Europäische Kommission gerade beschlossen hat, wird betont, dass Europa mehr Innovationen braucht. Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass die Leistungen dieser Erfinder andere dazu animieren, ihrem Beispiel zu folgen.“

Alison Brimelow, Präsidentin des Europäischen Patentamts, fügte hinzu: „Die wichtigste Funktion des Patentsystems ist es, Erfindungen wirksam zu schützen und so Innovationen zu fördern. Wir müssen die Leistungsfähigkeit dieses Systems noch weiter stärken, um die anhaltende Verbreitung von Pioniertechnologien auf der Grundlage von Patenten sicherzustellen.“

In diesem Jahr stehen zwölf Kandidaten aus neun Ländern im Wettbewerb. Der Preis hat rein symbolischen Charakter und ist nicht dotiert. Er wird in vier Kategorien verliehen: Lebenswerk, Industrie, KMU/Forschung und Nichteuropäische Staaten. Neben Ländern mit einer Innovationstradition wie Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz und den USA sind im diesjährigen Wettbewerb auch Belgien, Dänemark, Kanada und Spanien mit Kandidaten vertreten.

Nominierungen für den Europäischen Erfinderpreis können von den Erfindern selbst eingereicht oder von Patentprüfern der nationalen Patentämter oder des EPA vorgebracht werden. Ein Sachverständigengremium des EPA prüft alle Vorschläge auf Einhaltung der formalen und inhaltlichen Kriterien (Link), bevor sie der Jury übermittelt werden. Zu den bisherigen Gewinnern gehören Adolf Goetzberger, der Vater der Solarenergieerzeugung (2009), Peter Grünberg, Nobelpreisträger für Physik (2006), der AIDS-Forscher Erik De Clercq (2008) und Federico Faggin, der Erfinder des Mikroprozessoren (2006).

Die Kandidaten für den Europäischen Erfinderpreis 2010

Industrie

  • Erfinder: Hermann Grether, Christoph Weis (DE):

  • Erfindung: der Perlator , ein Strahlregler für Wasserhähne und eine wirkungsvolle Methode, um kostbares Trinkwasser zu sparen .

  • Erfinder: Albert Markendorf, Dr. Raimund Loser (CH)

  • Erfindung: ein dreidimensionales lasergesteuertes Messsystem zur Qualitätskontrolle in der Automobil-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie mit Hilfe von Ultrapräzisionsmesstechnik.

  • Erfinder: Benedetto Vigna (IT)

  • Erfindung: der dreidimensionale Bewegungssensor zur Verwendung in kabellosen Controllern wie z. B. der Bewegungssensor der Nintendo Wii -Fernbedienung.

KMU/Forschung

  • Erfinder: Jürgen Pfitzer, Helmut Nägele (DE)

  • Erfindung: Arboform, die „grüne“ Kunststoffalternative ; dieses natürliche Polymer wird jetzt weltweit bei der Herstellung von Autoteilen, Kinderspielzeug, Möbeln und vielem mehr verwendet.

  • Erfinder: Albert Gelet, Jean-Yves Chapelon, Dominique Cathignol, Emmanuel Blanc (FR)

  • Erfindung: die Ultraschallbehandlung als fundamentaler Bestandteil eines sehr wirkungsvollen Gerätes zur Behandlung von Prostatakrebs .

  • Erfinder: Jorge Blasco (ES)

    Erfindung: Datenübertragung über Stromleitungen für schnellen Internetzugang direkt aus der Steckdose.

Lebenswerk:

  • Erfinder: Peter Landrock (DK)

  • Lebenswerk: Viele der heute für die digitale Übertragung vertraulicher Daten verwendeten Verschlüsselungsverfahren beruhen auf Landrocks Pionierarbeit.

  • Erfinder: Wolfgang Krätschmer (DE)

  • Lebenswerk: Mit Krätschmers Verfahren für die Synthese von C 60 -Kohlenstoffmolekülen (Fullerenen) können neue Schmiermittel und Treibstoffe, elektrische Supraleiter und Polymere für die Datenspeicherung entwickelt werden.

  • Erfinder: Desiré Collen (BE)

  • Lebenswerk: Collens Erkenntnisse über Blutgerinnsel waren bahnbrechend für die medikamentöse Behandlung von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Nichteuropäische Staaten

  • Erfinder: Sanjai Kohli und sein Team (US)

  • Erfindung: Dank ihres richtungsweisenden Designs des Empfängerchips hat sich das GPS auf dem Verbrauchermarkt durchgesetzt .

  • Erfinder: Danny G. Epp, Ben Wiens (CA)

  • Erfindung: Wasserstoff-Brennstoffzellen für viele mobile Anwendungen , die heute in vielen Bussen in etlichen Ländern verwendet werden.

  • Erfinder: Napoleone Ferrara und sein Team (US)

  • Erfindung: Das Krebsmedikament Avastin hemmt das Wachstum von Krebszellen, so dass auf ihm eine schonendere, zielgerichtetere Therapie aufgebaut werden kann.

Weitere Informationen zur Preisverleihung , die im Rahmen des Europäischen Patentforums in Madrid stattfindet, finden Sie hier:

http://www.epo.org/topics/innovation-and-economy/european-inventor_de.html .

Bei weiteren Fragen oder für Akkreditierung oder Interviews wenden Sie sich bitte an:

Rainer Osterwalder

Pressesprecher

Europäisches Patentamt

Erhardtstr. 27 | D - 80469 München

Tel.: +49 (0)89 2399-1820

Telefax: +49 (0)89 2399-2850

rosterwalder@epo.org

http://www.epo.org/index_de.html


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