Navigation path

Left navigation

Additional tools

Hochschulreform: Vassiliou fordert, Europa muss Modernisierung und Qualitätssicherung fortsetzen

European Commission - IP/10/246   08/03/2010

Other available languages: EN FR EL

IP/10/246

Brüssel, den 8. März 2010

Hochschulreform: Vassiliou fordert, Europa muss Modernisierung und Qualitätssicherung fortsetzen

Wie ein heute von der Europäischen Kommission vorgelegter Bericht zeigt, bestehen auch ein Jahrzehnt nach dem Start der als „Bologna-Prozess“ bekannten Reformstrategie noch Herausforderungen bei der Modernisierung der Hochschulbildung. Der Bericht, der sich auf Daten aus den 46 am Prozess beteiligten Ländern stützt, lässt erkennen, dass die Wirtschaftskrise sich ganz unterschiedlich auf die Hochschulbildung ausgewirkt hat: Einige Länder investieren nun mehr, während andere ihre Ausgaben radikal kürzen. Der Bericht wird auf der Konferenz der europäischen Minister für Hochschulbildung am 11. März in Budapest und am 12. März in Wien diskutiert.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklär te: „Im letzten Jahrzehnt wurden die Systeme der Hochschulbildung deutlich ausgebaut und die Studienstrukturen sowie die Qualitätssicherung umfassend reformiert. Wir müssen die Hochschulbildung weiter modernisieren, ihre Qualität verbessern und sie für die Bürgerinnen und Bürger erschwinglicher machen. Die neue Strategie Europa 2020 wird dazu neue Anstöße bieten, insbesondere durch die Förderung von Maßnahmen, mit denen der Anteil der Graduierten von weniger als einem Drittel auf mindestens 40 % der Bevölkerung steigen soll.“

Der nach der italienischen Stadt, in der er im Juni 1999 ins Leben gerufen wurde, benannte Bologna-Prozess leitete eine Reihe von Reformen ein, mit denen die Hochschulbildung in Europa kompatibler, vergleichbarer, wettbewerbsfähiger und attraktiver für die Studierenden gestaltet werden sollte. Die wichtigsten Ziele lauteten:

  • Einführung eines dreistufigen Systems (Bachelor, Master, Doktorat )

  • Qualitätssicherung

  • Anerkennung von Qualifikationen und Studienzeiten

In Budapest und Wien wird Kommissarin Vassiliou gemeinsam mit Ministerinnen und Ministern aus den 4 6 1 am Bologna-Prozess beteiligten Ländern sowie Vertretern einschlägiger Organisationen den offiziellen Start des „Europäischen Hochschulraums“ feiern und über die nächsten Schritte entscheiden.

Bologna -Prozess hat laut Studie die wichtigsten Ziele erreicht

Ein im Auftrag der Kommission vom Eurydice-Netz erstellter Bericht mit dem Titel „ Fokus auf die Hochschulbildung in Europa 2010: die Auswirkungen des Bologna-Prozesses“ zeigt, dass der Bologna-Prozess seine ursprünglichen Ziele weitgehend erreicht hat. Dieser Erfolg wurde durch ein gemeinsames Konzept ermöglicht, durch das mehr geleistet werden konnte als bei getrenntem Vorgehen der Länder.

Das dreistufige System der Studienabschlüsse und höhere Qualitätsstandards sind nun europaweit etabliert, während die Anerkennung von Qualifikationen in einigen Fällen noch immer problematisch ist.

Der Bericht befasst sich mit den unterschiedlichen Reaktionen auf die Wirtschaftskrise und kommt zu dem Schluss, dass es für Europa wichtiger ist denn je, einheitlich vorzugehen und in die Modernisierung der Hochschulbildung zu investieren, um die Bürgerinnen und Bürger bei der Anpassung an neue wirtschaftliche, demografische und gesellschaftliche Realitäten zu unterstützen. Auch Maßnahmen zur Förderung der Teilnahme sozial benachteiligter Gruppen und erwachsener Lernender an der Hochschulbildung müssen laut dem Bericht intensiviert werden.

Betont wird außerdem, dass die Länder die Mobilität von Studierenden stärker fördern müssen. Europäische Programme sind der wichtigste Katalysator in diesem Bereich, der laut der Studie einen Schwerpunkt im europäischen Hochschulraum bilden sollte.

Der Bericht wurde vom Eurydice-Netz ( www.Eurydice.org ) erstellt, das Informationen und Analysen zu den europäischen Bildungssystemen und ‑strategien bietet. Das Netz wird von der EU-Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel koordiniert und verwaltet, die die Veröffentlichungen und Datenbanken betreut.

Weitere Informationen :

Z um Bologna-Prozess:

http://ec.europa.eu/education/higher-education/doc1290_en.htm

Z ur bevorstehenden Ministerkonferenz in Budapest und Wien:

http://www.ond.vlaanderen.be/hogeronderwijs/bologna/2010_conference/

Z u den bildungspolitischen Strategien und Programmen der EU:

http://ec.europa.eu/education/index_de.htm

http://ec.europa.eu/education/pub/pdf/higher/ehea_en.pdf

Z ur Eurydice-Studie:

Volltext der Studie Focus on Higher Education in Europe 2010: The impact of the Bologna Process ( Fokus auf die Hochschulbildung in Europa 2010: die Auswirkungen des Bologna-Prozesses) [verfügbar auf Französisch und Englisch] http://eacea.ec.europa.eu/education/eurydice/documents/thematic_reports/122EN.pdf

Druckexemplare der Studie in englischer und französischer Sprache stehen ab Mai 2010 zu r Verfügung. Die deutsche Übersetzung folgt wenig später.

1 :

Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Heiliger Stuhl, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Malta, Moldau, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website