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Energiekommissar Oettinger begrüßt Vereinbarung über Beschleunigung des Projekts einer Gasverbindungsleitung zwischen Bulgarien und Serbien

European Commission - IP/10/238   05/03/2010

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IP/10/238

Brüssel, den 5. März 2010

Energiekommissar Oettinger begrüßt Vereinbarung über Beschleunigung des Projekts einer Gasverbindungsleitung zwischen Bulgarien und Serbien

Der Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus der Republik Bulgarien, Trajtscho Trajkow, und der Minister für Bergbau und Energie der Republik Serbien, Petar Škundrić, unterzeichneten heute im Beisein des Generaldirektors für Energie, Philip Lowe, eine gemeinsame Erklärung, die den Weg für eine Gasverbindungsleitung zwischen Bulgarien und Serbien ebnen soll. Die gemeinsame Erklärung ist Ausdruck des Engagements beider Regierungen für dieses Projekt. In ihr werden die nächsten konkreten Projektschritte umrissen und die Europäische Kommission sowie die internationalen Finanzinstitute um Unterstützung bei der Vorbereitung des Projekts und damit verbundener Studien gebeten.

„Seit langem verfolgen wir das Ziel, das Gasnetz der Energiegemeinschaft mit dem europäischen Energiemarkt zu verbinden. Diese Verbindungsleitung ist hierfür der erste wichtige Schritt. Wir hoffen, dass das Projekt ohne Verzögerungen anläuft. Wir sind bereit, die Vorbereitung und Umsetzung zu unterstützen, auch finanziell im Rahmen der regionalen Entwicklungs- und der Erweiterungsprogramme “ erklärte Günther Oettinger. „Das Projekt ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung unserer Standards im Bereich der Versorgungs­sicherheit.“

„Diese Gasverbindungsleitung ist Teil unserer Strategie, eine Anbindung zu unseren Nachbarn herzustellen. Sie umfasst auch Verbindungsleitungen zu Rumänien und Griechenland und die Möglichkeit, die Verbindungsleitung zur Türkei für den Gastransport in Gegenflussrichtung umzurüsten. Wir wollen einen Teil unserer Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung für dieses Projekt verwenden. Wir glauben nämlich, dass dieses Projekt sehr zur langfristigen Entwicklung unseres Landes beitragen wird. Aufgrund unserer strategischen Lage und der Vorteile, die damit verbunden sind, dass wichtige Gas- und Ölkorridore das Land queren, wird Bulgarien eine zentrale Rolle bei der Gasversorgung der Nachbarländer in der Region spie len , erklärte Trajtscho Trajkow anlässlich der Unterzeichnung der Erklärung. Petar Škundrić ergänzte: „ Diese bidirektionale Verbindungsleitung war schon immer ein fester Bestandteil der langfristigen Strategie für die Entwicklung des serbischen Gasmarkts. Zusammen mit den bedeutenden unterirdischen Gasspeicherkapazitäten, die derzeit in Banatski Dwor und künftig auch in Wojwodina ausgebaut werden, wird das Projekt eine flexiblere Gasversorgung ermöglichen. Wir ermöglichen nicht nur den Zugang zu Gas, das aus neuen Quellen stammt, etwa zu griechischem Flüssiggas und künftig zu Gas aus der kaspischen Region, das über den südlichen Gaskorridor transportiert wird, sondern schaffen auch die Voraussetzungen dafür, dass wir ein regionales Gashandelszentrum werden, das unsere Nachbarn der Energiegemeinschaft mit Gas versorgt.“

Der Unterzeichnung wohnten auch Dušan Bajatović, Generaldirektor von Srbijagas, und Iwan Drenowitschki, Exekutivdirektor von Bulgartransgas, bei.

Die Gaspipeline beginnt in Nis und quert in der Nähe von Dimitrowgrad die Grenze. Bei ihr handelt es sich um die erste Verbindungsleitung zwischen den Fernleitungsnetzen Bulgariens und Serbiens. Sie soll zur Gasversorgungssicherheit beider Länder und der Region beitragen. Das Projekt ist Teil des von der Europäischen Kommission geförderten Gasring-Konzepts der Energiegemeinschaft. Die für diese rund 180 km lange Pipeline mit einer Kapazität von ca. 2 Mrd. Kubikmeter pro Jahr erforderlichen Investitionen werden auf 100-120 Mio. EUR veranschlagt. Die Projektvorbereitung und der Bau der Infrastruktur können mit Mitteln der Europäischen Union gefördert werden. Große europäische Finanzinstitutionen können sich auch an der Projektfinanzierung beteiligen. Mit der Machbarkeitsstudie wird voraussichtlich bereits im Herbst 2010 begonnen werden; 2013 könnte das erste Gas fließen.


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