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Einheitlicher europäischer Luftraum: Europäer vereinbaren mit der Erklärung von Madrid mehr Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Luftverkehr

European Commission - IP/10/199   26/02/2010

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IP/10/199

Brüssel, den 26. Februar 2010

Einheitlicher europäischer Luftraum: Europäer vereinbaren mit der Erklärung von Madrid mehr Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Luftverkehr

Bei einer gestern und heute unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und des spanischen Ratsvorsitzes in Madrid abgehaltenen Konferenz auf hoher Ebene verständigten sich alle Akteure der europäischen Luftfahrt auf die nötigen Impulse für eine zügige Verwirklichung des einheitlichen europäischen Luftraums. Der einheitliche europäische Luftraum ist für die Zukunft des europäischen Luftverkehrs von größter Bedeutung. Er wird zur Halbierung der Flugkosten, einer Verringerung der Umweltauswirkungen von Flügen um 10 % sowie zu einer Steigerung der Kapazität und des bereits sehr hohen Sicherheitsniveaus im europäischen Luftraum führen. „Die Bedenkzeit ist um“, erklärte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der EU-Kommission Kallas. „Europa bezahlt einen hohen Preis für die Fragmentierung des Luftraums. Wir müssen jetzt handeln und bis 2012 einen nahtlosen und nachhaltigen Luftraum in Europa schaffen, der mehr Sicherheit und Leistungsfähigkeit bietet. Daher begrüße ich die heute erreichten Ergebnisse.“

Nachdem das zweite Legislativpaket zum einheitlichen europäischen Luftraum (SES II) im November 2009 vom Europäischen Parlament und dem Rat in Rekordzeit angenommen worden war, gab die am 25. und 26. Februar in Madrid abgehaltene Konferenz auf hoher Ebene heute die notwendigen Anstöße für dessen konkrete und vollständige Umsetzung bis 2012. Die mittlerweile überarbeitete SES-Initiative wurde ursprünglich 2004 eingeleitet, um den europäischen Luftraum nach Maßgabe der Verkehrsströme und nicht der Landesgrenzen zu konfigurieren.

Die Teilnahme an der Konferenz war sehr rege: vertreten waren die Institutionen und Mitgliedstaaten der Europäischen Union, an den einschlägigen Projekten beteiligte Drittstaaten, Militärbehörden, die Europäische Zivilluftfahrtkonferenz, Eurocontrol, die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), das gemeinsame Unternehmen SESAR, Berufsorganisationen, die europäischen Flugsicherungsdienste, die europäische Herstellerindustrie, die Luftraumnutzerverbände, Flughafenbetreiber sowie weitere Interessengruppen der europäischen Luftfahrt.

Mit der Annahme der Erklärung von Madrid verständigten die Konferenzteilnehmer sich darauf, dass die Schaffung des einheitlichen europäischen Luftraums für die Zukunft des europäischen Luftverkehrs von größter Bedeutung ist. Durch diese Erklärung werden die fünf Prioritäten des einheitlichen europäischen Luftraums in konkrete Maßnahmen umgesetzt:

  • Neuer Regelungsrahmen auf der Grundlage einer effizienten Verwaltung und eines leistungsstarken Flugverkehrsmanagements;

  • höchste Sicherheitsstandards;

  • fortschrittlichste Technologien in Europa;

  • Integration der Infrastruktur in das „Gate-to-Gate“-Konzept;

  • Faktor Mensch.

Die konkreten Maßnahmen werden nach Priorität gewichtet und mit ehrgeizigen Terminen und einer klaren Zuordnung der Zuständigkeiten durchgeführt.

Der entsprechende Ablaufplan sieht Folgendes vor:

  • Umsetzung des Leistungssystems – Angelpunkt des gesamten Pakets –, in dessen Rahmen verbindliche Ziele für die Mitgliedstaaten in den zentralen Leistungsbereichen Sicherheit, Umweltschutz, Luftraumkapazität und Kosteneffizienz festgelegt werden. Flugreisende sollten schon bald einen pünktlichen , umweltfreundlicheren und kosteneffizienteren Luftverkehr in Anspruch nehmen können, dessen Sicherheitsniveau gewahrt oder sogar gesteigert wird.

  • Priorität für den Faktor Mensch , mit besonderer Gewichtung des sozialen Dialogs, offener Berichterstattung als Mittel zur Steigerung der Sicherheit, Schulung der Fluglotsen im Hinblick auf die Wahrung und Steigerung ihrer Kompetenz, die ihnen in Kombination mit der europäischen Lizenz die Ausübung ihrer Tätigkeit ermöglicht.

  • Einrichtung funktionaler Luftraumblöcke , d. h. Konfiguration des Luftraums in Blöcken, die nicht den Staatsgrenzen, sondern den betrieblichen Erfordernissen und den Bedürfnissen der Luftfahrtunternehmen entsprechen. Diese Maßnahme wird dazu beitragen, dass die Zersplitterung des Luftraums überwunden werden kann, und sie dürfte erhebliche Größenvorteile ermöglichen.

  • Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Stellen , ein für den Erfolg des einheitlichen europäischen Luftraums entscheidendes Element.

  • Verwirklichung eines zentralen europäischen Netzmanagements mit dem Zweck, die Einheitlichkeit des europäischen Netzes und der Leistungsziele zu gewährleisten.

  • Steigerung der Sicherheit des Netzes durch Ausdehnung der Kompetenzen der EASA auf das Flugverkehrsmanagement und den Flughafen, um so ein systemumfassendes Gate-to-Gate-Sicherheitskonzept zu gewährleisten.

  • Eine technologische Säule , die ihren konkreten Niederschlag in einem ehrgeizigen europäischen Programm (SESAR) findet. Dieses ist auf eine europaweit koordinierte Ersetzung veralteter Infrastrukturen durch neue Produkte und Anlagen ausgerichtet, die es den Mitgliedstaaten erlauben, beim Erbringen von Flugnavigationsdiensten Effizienz, Pünktlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit zu steigern.

  • Die Ausdehnung des einheitlichen europäischen Luftraums auf Nicht-EU-Staaten zum Nutzen des Gesamtnetzes.

Weitere Informationen zur Madrider Konferenz und zum einheitlichen europäischen Luftraum sind hier verfügbar: http://ec.europa.eu/transport/air/single_european_sky/ses_2_en.htm .


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