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Um Mitternacht führt Estland den Euro ein

European Commission - IP/10/1777   31/12/2010

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IP/10/1777

Brüssel, 31.12.2010

Um Mitternacht führt Estland den Euro ein

Am 1. Januar 2011 wird Estland den Euro einführen und damit zum 17. Mitglied des Euroraums werden, womit sich die Zahl der Menschen, die diese einheitliche Währung haben, auf über 330 Millionen erhöht.

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hierzu: „Ich gratuliere Estland und heiße all seine Bürger im Euroraum herzlich willkommen. Der Euro ist dazu da, den Alltag zu erleichtern. Reisen in andere Länder des Euroraums werden für die Bürger Estlands einfacher und billiger, da der Währungsumtausch und Gebühren wegfallen. Mit dem Eintritt Estlands in den Euroraum führen jetzt über 330 Millionen Europäer Euro-Banknoten und Münzen mit sich. Er ist ein starkes Signal für die Attraktivität des Euro und die Stabilität, die dieser den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bringt."

Ich freue mich außerordentlich, Estland im Euroraum begrüßen zu können. Dies ist eine großartige Leistung und eine gerechte Belohnung für ein Land, das sich einer soliden Haushaltspolitik verschrieben hat. Der Euro als einheitliche Währung wird der estnischen Wirtschaft Stabilität geben, die zusammen mit einer soliden Haushalts- und Wirtschaftspolitik die Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand schaffen wird“, so Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn.

Die Vorbereitungen für die Einführung des Euro in Estland sind nunmehr abgeschlossen. Die Geschäftsbanken wurden bereits von der estnischen Zentralbank vorab mit Euro-Banknoten und Euro-Münzen ausgestattet und haben ihrerseits auf der Grundlage eines besonderen Vertrags Euro-Bargeld an Einzelhändler und andere Unternehmen ausgegeben, so dass diese ab dem 1. Januar Zahlungen abwickeln und Euro-Wechselgeld herausgeben können.

Während der zweiwöchigen Parallelumlaufphase ab dem 1. Januar 2011 werden zwei Währungen im Umlauf sein, um eine schrittweise Einziehung der estnischen Krone zu ermöglichen. Vom Einzelhandel wird jedoch erwartet, dass Wechselgeld nur noch in Euro herausgegeben wird, um die Umstellung zu beschleunigen und die mit dem Parallelumlauf verbundenen Kosten zu verringern.

Die breite Öffentlichkeit konnte bereits 700 000 Mini-Kits mit Euro-Münzen (mit der nationalen estnischen Seite) kaufen, um sich im Voraus mit der neuen Währung vertraut zu machen. Seit dem 1. Dezember haben alle Zweigstellen von Banken mit Bargeldverkehr Kronenbarbestände gebührenfrei zum amtlichen Wechselkurs (1 EUR = 15,6466 EEK) gegen Euro getauscht. Nach dem 30. Juni 2011 wird dieser Service bis Ende Dezember 2011 in einem begrenzteren Filialnetz weiter zur Verfügung stehen. Unbefristet wird die Zentralbank Estlands Kronen gegen Euro eintauschen.

Um die Währungsumstellung zu erleichtern, werden die Geschäftsbanken länger öffnen und zusätzliche Mitarbeiter einsetzen. Die meisten Banken werden am 1. und 2. Januar geöffnet haben, um Bargelddienste anzubieten. Ab dem 1. Januar Mitternacht werden alle Geldautomaten auf die Ausgabe von Euro-Banknoten umgestellt sein.

Um es den Verbrauchern zu erleichtern, sich an die neuen Werte zu gewöhnen, müssen die Preise seit dem 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 sowohl in Kronen als auch in Euro angegeben sein. Die Umsetzung dieser Vorschrift wird vom estnischen Verbraucherschutzrat überwacht, der die Namen der Unternehmen veröffentlicht, die sich nicht an die Vorschrift halten, und der auch Strafgebühren auferlegen kann.

Um den Ängsten der Verbraucher vor etwaigen Preiserhöhungen und missbräuchlichen Praktiken in der Umstellungsphase zu begegnen, wurde im August 2010 darüber hinaus eine „Vereinbarung über faire Preise” vorgestellt. Unternehmen haben sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, ihre Preise während der Umstellungsphase auf den Euro nicht ungerechtfertigt zu erhöhen und die Umstellungsregeln zu befolgen. Über 500 Unternehmen und damit etwa 2 500 Verkaufstellen haben sich der Vereinbarung angeschlossen.

Die Vorbereitungen auf die Umstellung umfassten eine umfangreiche Informationskampagne für die Einwohner Estlands, um sie für die praktischen Aspekte der Euro-Einführung zu sensibilisieren. Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank unterstützten massiv diese Anstrengungen. Der gute Kenntnisstand der Esten in Sachen Euro ist auch auf die Kampagnen der Massenmedien (Fernseh- und Radiokanäle), die Verbreitung von Veröffentlichungen und Werbematerial, Seminare, Ausstellungen sowie Konferenzen zurückzuführen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/focuson/estonia_euro_en.htm

http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/countries/estonia_en.htm

Estnische Webseite zur Euro-Umstellung:

http://euro.eesti.ee/EU/Prod/Euroveeb/Main_Page/index.jsp

Weitere Informationen zum Euro finden sich unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/index_de.htm


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