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Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik, begrüßt Einigung über Emissionssenkungen für Lieferwagen

European Commission - IP/10/1728   15/12/2010

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IP/10/1728

Brüssel, den 15. Dezember 2010

Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik, begrüßt Einigung über Emissionssenkungen für Lieferwagen

Die EU unternimmt heute neue Schritte für eine Begrenzung der Umweltverschmutzung auch durch Lieferwagen. Das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission haben sich nämlich informell über den Verordnungsvorschlag der Kommission zur Festsetzung von CO2‑Emissionsnormen für leichte Nutzfahrzeuge geeinigt. Eine förmliche Annahme steht allerdings noch aus. Dieser Vorschlag ist eine Folgemaßnahme der Verordnung zur Festsetzung von CO2‑Emissionsnormen für Personenkraftwagen (Verordnung (EG) Nr. 443/2009) und eine der letzten zur Vervollständigung noch notwendigen Maßnahmen im Rahmen des Gesamtkonzepts der EU zur Verringerung der CO2‑Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (Mitteilung KOM(2007) 19).

Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik, sagte hierzu: „Ich begrüße die Einigung, die mit dem Rat und dem Europäischen Parlament über die Festsetzung von EU‑Emissionsnormen für leichte Nutzfahrzeuge erzielt werden konnte. Die vereinbarte Verordnung bewirkt eine Verringerung der Umweltverschmutzung durch Lieferwagen und trägt zu unserem allgemeinen Ziel der Senkung verkehrsbedingter Abgasemissionen bei. Im Rahmen des von uns für 2020 gesetzten Ziels wird sie industrielle Innovationen fördern und es den Herstellern ermöglichen, sich die Vorteile des Übergangs zu einer CO2emissionsarmen Wirtschaft umfassend zunutze zu machen. Für den Verbraucher ergeben sich hierbei zugleich große Einsparungen im Kraftstoffverbrauch. Die Einigung in erster Lesung ermöglicht eine rasche Verabschiedung des Vorschlags der Kommission aus dem Jahr 2009 und bedeutet damit Sicherheit für die Industrie.“

Einzelheiten der Vereinbarung

Das Europäische Parlament und der Rat einigten sich darauf, die vollständige Einführung des kurzfristigen Emissionsziels von 175 g CO2/km bis 2017, also auf ein Jahr später als die Kommission vorgeschlagen hatte, aufzuschieben. Die EU-Gesetzgebungsorgane vereinbarten des Weiteren, die Zielvorgabe für das Jahr 2020 durch eine Erhöhung von 135 g/km auf 147 g/km anzupassen. Dieses langfristige Ziel bedarf einer erneuten Bestätigung, wenn die Verordnung wie geplant 2013 überarbeitet wird. Lieferwagenhersteller, die die Grenzwerte überschreiten, müssen genau wie die Hersteller von Pkw eine Geldbuße je Fahrzeug von 95 EUR pro g CO2/km zahlen. Die sehr vorteilhafte Gutschriftregelung zur Förderung von Fahrzeugen mit niedrigen Emissionen, in der Praxis von Elektrofahrzeugen und aufladbaren Hybridfahrzeugen, wurde um zwei Jahre verlängert. Um jedoch zu vermeiden, dass diese Sonderregelung die umweltpolitische Wirksamkeit der Rechtsvorschriften untergräbt, ist die Zahl der Fahrzeuge, für die der Hersteller eine Gutschrift beantragen kann, während der Laufzeit dieser Möglichkeit auf 25 000 Fahrzeuge begrenzt.

Hintergrundinformationen

Von den neuen Vorschriften betroffen sind Lieferwagen, die etwa 12 % des Marktes der Fahrzeugkategorie „Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge“ ausmachen. Dazu gehören für die Güterbeförderung ausgelegte Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t (Kleintransporter und von Pkw abgeleitete Lieferwagen, bezeichnet als Klasse N1), die im Leerzustand weniger als 2 610 kg wiegen. Diese Fahrzeuge stoßen etwa 1,5 % der gesamten CO2‑Emissionen der EU aus.

Die Emissionsobergrenzen werden mithilfe einer Grenzwertkurve je nach Gewicht des Fahrzeugs festgesetzt. Die Kurve ist so angelegt, dass im Flottendurchschnitt ein Ausstoß von 175 g CO2 pro Kilometer erreicht wird. Eine Grenzwertkurve mit 100 % berücksichtigter Fahrzeuge bedeutet, dass schwerere Lieferwagen höhere Emissionen als leichtere ausstoßen dürfen, der globale Durchschnittsausstoß der Fahrzeugflotte jedoch gewahrt bleibt. Nur der Flottendurchschnitt ist geregelt, so dass die Hersteller nach wie vor Fahrzeuge mit Emissionen über der Grenzwertkurve herstellen können, sofern die Mehremissionen durch andere Fahrzeuge unter der Grenzwertkurve ausgeglichen werden. Die Modalitäten für die Erreichung der 2020‑Zielvorgabe werden bei der Überarbeitung im Jahr 2013 festgelegt.

Weitere Informationen finden sich unter:

http://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/vans_en.htm


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