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IP/10/1701

Brüssel, 13. Dezember 2010

Kommissarin Georgieva ruft zur Hilfe für Cholera-Opfer in Haiti auf

Kommissarin Georgieva erklärte: „Dank der Anstrengungen zur Bekämpfung der Cholera, die unternommen wurden, bevor der Wahlausgang zu Unruhen führte, konnte die tägliche Zahl der Cholera-Toten von 50 (am 23. November) auf 22 (am 4. Dezember) gesenkt werden. Wir arbeiten daran, dass sich dieser positive Trend fortsetzt, aber um dies zu erreichen, brauchen die humanitären Helfer und die Cholera-Opfer Frieden. Es sterben mehr Menschen dadurch, dass die Behandlung der Betroffenen verhindert wird, als durch die Gewalt auf der Straße. Sollten die Unruhen andauern, könnte die Cholera-Epidemie außer Kontrolle geraten. Es müssen unbedingt die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Patienten behandelt, sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt und eine gute sanitäre Versorgung gewährleistet werden können. Gelingt uns dies nicht, ist mit verheerenden Folgen zu rechnen.“

Die aktuellen Unruhen in Haiti haben bereits ernsthafte Konsequenzen für die humanitären Hilfsaktionen in dem Land. Viele der Erkrankten haben keinen Zugang mehr zu lebensrettenden Behandlungen, da die weit verbreitete Gewalt den Betrieb der Cholera-Behandlungszentren behindert und das medizinische Personal daran hindert, sich frei zu bewegen. Die Gewalt behindert auch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und anderen Basisdiensten sowohl für die von der Cholera heimgesuchten Gemeinden als auch für die zahlreichen Zeltlager, in denen nach wie vor über eine Million Opfer des Erdbebens vom 12. Januar untergebracht sind.

Kommissarin Georgieva dankte den Mitgliedstaaten für ihre Unterstützung und fügte hinzu, dass zusätzlich zu den bereits ausgezahlten Hilfsgeldern in Höhe von 12 Mio. EUR derzeit ein weiteres Hilfepaket von 10 Mio. EUR vorbereitet wird. Die Kommissarin betonte, dass ein ungehinderter Zugang und die Wahrung von wesentlichen humanitären Grundsätzen erforderlich sind, bevor weitere Mittel bereitgestellt werden.

Seit Ausbruch der Epidemie, die das Land seit nahezu zwei Monaten in mehreren Wellen heimgesucht hat, wurden über 93 000 Menschen infiziert; 2 100 sind an der Krankheit gestorben. Diese Zahlen können dramatisch ansteigen, je länger die aktuellen Unruhen andauern. Besonders besorgniserregend ist die Lage in den Gebieten, die besonders stark von der Cholera betroffen sind und in denen aktuell äußerst hohe Sterblichkeitsraten zu verzeichnen sind.

Hintergrund

Im Jahr 2010 hatte die Europäische Kommission über ihren Dienst für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (GD ECHO) insgesamt 120 Mio. EUR an humanitären Hilfsmitteln für Haiti bereitgestellt. 12 Mio. EUR wurden für die Bekämpfung der Cholera bereitgestellt und weitere 10 Mio. EUR sollen demnächst zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wurde das Beobachtungs- und Informationszentrum aktiviert und ein Katastrophenschutz-Team vor Ort entsandt, dem auch Experten für öffentliche Gesundheit angehören und das damit beauftragt ist, die Sachhilfe der Mitgliedstaaten – darunter Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Spanien und Schweden – zu koordinieren. Die Mittel der GD ECHO werden über NRO, UN-Organisationen und Rot-Kreuz-Organisationen verteilt.

Weitere Informationen über die humanitäre Hilfe der Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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