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Meilenstein für das Marie-Curie-Programm der EU: 50 000. Stipendium vergeben

European Commission - IP/10/1690   09/12/2010

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IP/10/1690

Brüssel, 9. Dezember 2010

Meilenstein für das Marie-Curie-Programm der EU: 50 000. Stipendium vergeben

Anlässlich der Vergabe des 50 000. Stipendiums im Rahmen der „Marie-Curie-Maßnahmen“ – eines Programms der Europäischen Union, mit dessen Mitteln viele junge Weltklasseforscherinnen und ‑forscher gefördert werden – findet heute eine Konferenz in Brüssel statt. Eröffnet wird sie von José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, zusammen mit Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments, und Kommissarin Androulla Vassiliou, bei der die Gesamtverantwortung für das Marie-Curie-Programm liegt. Aus den Mitteln des Programms sind seit seinem Start im Jahr 1996 Ausbildungsmaßnahmen von Forschern mit 100 verschiedenen Staatsangehörigkeiten in 70 Ländern unterstützt worden.

Das Marie-Curie-Programm bringt brillante Forscherinnen und Forscher hervor, die im Zentrum der von Europa angestrebten wissensbasierten Wirtschaft stehen. Unsere besonders aussichtsreichen Forscher erhalten die Möglichkeit, im euro­päischen und übrigen Ausland Erfahrungen zu sammeln, und wir haben die Chance, die besten Forscher aus der ganzen Welt bei uns zu empfangen und so ihre Talente nutzbringend für Europa einzusetzen,“ sagte Kommissarin Vassiliou.

Von den 50 000 Empfängern der Marie-Curie-Stipendien waren 40 % Frauen. Fast 6300 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen (davon 5140 in der EU) haben seit 2007 an dem Programm teilgenommen. Im Zeitraum 2007-2013 stehen für das Programm 4,7 Mrd. EUR zur Verfügung; 80 % davon sind für Forscher unter 35 reserviert.

Die meisten Marie-Curie-Stipendiaten hat bisher das Vereinigte Königreich aufge­nommen, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Italien. In ganz Europa ist jedoch ein steigendes Interesse am Programm zu verzeichnen: Die Gesamtzahl der Finanzhilfeanträge stieg in den letzten drei Jahren um 65 %; Ende 2013 wird mit 90 000 Marie-Curie-Forscherinnen und ‑Forschern gerechnet.

An der Ausbildung der von der EU unterstützten Forscher sind mehrere Nobelpreis­träger aktiv beteiligt. In den vergangenen fünf Jahren gehörten hierzu Françoise Barré-Sinoussi (Nobelpreis für Medizin 2008), Albert Fert und Peter Grünberg (Nobelpreis für Physik 2007) sowie Jean-Marie Lehn (Nobelpreis für Chemie 1987). Zudem sind mehrere Forscher, die an aktuellen oder früheren Marie-Curie-Projekten beteiligt sind oder waren, für ihre Arbeit ausgezeichnet worden.

Konferenz über Marie-Curie-Maßnahmen für ein innovatives Europa

Auf der Konferenz „Marie Curie Actions for an Innovative Europe“ (am 9. und 10. Dezember in Brüssel, Parc du Cinquantenaire, Autoworld) werden stellvertretend für den 50 000. Marie-Curie-Stipendiaten 25 Forscher anwesend sein. Zusammen mit 250 weiteren Teilnehmern – darunter Mitglieder des Europäischen Parlaments, Politiker, Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen – werden sie über einige herausragende Forschungsprojekte diskutieren, die in letzter Zeit von Marie-Curie-Stipendiaten durchgeführt wurden; dabei geht es u. a. um Fragen der Onkologie und Kardiologie sowie um Fertilität, Klimawandel, erneuerbare Energie, Erhaltung von Kunstwerken und Sicherheit von Verkehrseinrichtungen.

Ferner soll darüber nachgedacht werden, wie sich das Programm insbesondere hinsichtlich Mobilität, Ausbildung, Qualifikationen und Laufbahnentwicklung ver­bessern ließe.

Auswahl der Finanzhilfeempfänger

Um Innovationen hervorzubringen, braucht Europa Forscherinnen und Forscher von Weltrang, die sich den gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen stellen können. Die EU betrachtet es als ihre Aufgabe, ihre hochqualifizierten Forscher zu inspirieren, zu motivieren, auszubilden und in Europa zu halten.

Die Anträge auf Marie-Curie-Stipendien werden von einer unabhängigen Jury renommierter europäischer und internationaler Wissenschaftler bewertet. Die Bewertung richtet sich nach der wissenschaftlichen Qualität des Projekts und nach seinem potenziellen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU sowie nach der Qualität des Ausbildungsprogramms, der Gasteinrichtung und der Forscher. Nur die besten Projekte werden finanziell unterstützt.

Die Marie-Curie-Stipendiaten erhalten einen Arbeitsvertrag für bis zu drei Jahre und sind in vollem Umfang sozialversichert.

Prognose: 7000 neue Arbeitsplätze

Die „Marie-Curie-Maßnahmen“ sind Teil des Programms „Menschen“, das zum 7. EU-Rahmenprogramm für Forschung und technische Entwicklung gehört. Sie sind im Jahr 2011 mit 772 Mio. EUR dotiert und werden voraussichtlich 7000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Neben den Einzelstipendien umfassen die „Marie-Curie-Maßnahmen“ auch Finanz­hilfen für Doktorandinnen und Doktoranden, Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie, Kurzzeit-Austausche und die Wiedereingliederung von Forschern, die aus dem Ausland zurückkehren.

Weitere Informationen:


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