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Brüssel, 3 Dezember 2010

10 Millionen Menschen nutzen den Europass-Lebenslauf bei ihrer Stellensuche

Nach jüngsten Erhebungen der Europäischen Kommission stützen sich mehr als 10 Mio. Menschen bei der Stellensuche auf den Online-Lebenslauf „Europass“. Dieser bietet eine nutzerfreundliche Formatvorlage in 26 Sprachen, mit deren Hilfe Stellensuchende ihr Know-how und ihre Kompetenzen Arbeitnehmern in ganz Europa und darüber hinaus präsentieren können. Rund die Hälfte aller Europass-Nutzer sind jünger als 25.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, sagte: „Der Europass-Lebenslauf ist ein wirksames Instrument von hohem praktischen Nutzen und wird sehr gut angenommen. Ich freue mich besonders, dass er bei jungen Menschen so guten Anklang findet. Der Europass ist ein zentrales Element der Initiative Jugend in Bewegung“, mit der Studien- und Arbeitsaufenthalte im Ausland gefördert werden sollen. Ich wette, dass die Zahl der Europass-Nutzer bald auch die 20-Mio.-Marke erreichen wird.“

Eingeführt wurde der Europass im Jahr 2005. Ursprünglich war er für junge Menschen gedacht, die eine Stelle oder Beschäftigungsmöglichkeit im Ausland suchen. Diese Zielgruppe stellt auch heute noch das Gros der Nutzer. Rund die Hälfte der Europass-Nutzer sind unter 25. Ein Drittel der Nutzer ist neu auf dem Arbeitsmarkt, und nur eine kleine Minderheit kann eine mehr als 5-jährige Arbeitserfahrung vorweisen.

Viele Menschen suchen mit dem Europass aber nachweislich keine Stelle im Ausland, sondern in ihrem Heimatland, und ihre Zahl nimmt zu.

Der Europass stößt sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitsvermittlungen auf positive Resonanz. Marc Vandeleene, zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei Manpower Belgien, erläutert hierzu: „Vor dem Hintergrund eines immer globaler werdenden, sich ständig wandelnden Arbeitsmarktes erleichtert der Europass-Lebenslauf den Unternehmen die Einstellung und fördert die Mobilität der Arbeitnehmer. Wie ein Bewerber seinen Lebenslauf präsentiert, richtet sich häufig nach den in seinem Heimatland üblichen Konventionen. Was in einem Land gängige Praxis ist, wird aber nicht zwangsläufig auch in anderen Ländern akzeptiert. Der Europass-Lebenslauf bietet eine ideale Lösung für dieses Problem.“

Entwickelt wurde das Konzept für den Europass im Auftrag der Kommission, und zwar vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop); die praktische Zuständigkeit für den Europass teilt sich das Zentrum mit den nationalen Europass-Zentren. Diese nationalen Stellen nehmen die wichtige Aufgabe wahr, in der Öffentlichkeit für den Europass zu werben. Sie halten auch den Kontakt zu Berufsberatungsstellen und Arbeitsvermittlungen, Arbeitgebern und Gewerkschaften.

Das ungarische und das finnische Europass-Zentrum haben beispielsweise mit den Arbeitsvermittlungsagenturen Vereinbarungen über die Anwendung des Europass-Lebenslaufes geschlossen. Es ist davon auszugehen, dass andere Länder ihrem Beispiel folgen werden. In Deutschland haben sich über 200 deutsche Unternehmen beim Europass-Zentrum nach dem Europass-Lebenslauf erkundigt. Von der Website des britischen Europass-Zentrums wurden 2009 über 600 000 Lebenslaufvorlagen heruntergeladen; in Italien waren es um die 200 000.

Aufbauend auf diesem Erfolg möchte die Kommission Synergieeffekte mit dem Portal für Forschermobilität Euraxess und dem Portal für berufliche Mobilität EURES herstellen.

Die Kommission und das Cedefop erwägen gemeinsam mit den nationalen Europass-Zentren, das Europass-Portal und den Europass-Lebenslauf selbst zu optimieren. So ist beispielsweise eine neue Lebenslauf-Vorlage speziell für Berufstätige in der Mitte ihrer beruflichen Laufbahn im Gespräch.

Der Europass-Lebenslauf stellt eine erste Etappe auf dem Weg zum „Europäischen Qualifikationspass“ dar: Mit diesem können die Bürgerinnen und Bürger künftig ihre durch Praktika, Freiwilligentätigkeit u. Ä. (im In- und Ausland) erworbenen Kompetenzen besser dokumentieren. Wie der Europass-Lebenslauf dient auch der Qualifikationspass dazu, dass die Fertigkeiten und Erfahrungen des Arbeitsuchenden transparenter dargelegt werden können.

Der Europass ist in 22 EU-Amtssprachen und darüber hinaus in Türkisch, Kroatisch, Norwegisch und Isländisch verfügbar.

Weitere Informationen:

Europass-Portal mit Links zu den nationalen Europass-Zentren

Europass-Seite auf dem EUROPA-Portal mit einem Link zum Evaluierungsbericht aus dem Jahr 2008

Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop)


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