Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR EL

IP/10/1643

Brüssel, 2. Dezember 2010

Eurobarometer zur Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen: Teamgeist, Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit sowie Sprach­kenntnisse stehen bei Arbeitgebern hoch im Kurs

Aus einer neuen europaweiten Befragung von Arbeitgebern geht hervor, dass bei der Einstellung von Hochschulabsolventen die sogenannten „Soft Skills“ ebenso hoch eingeschätzt werden wie branchenspezifische Kenntnisse und die Fähigkeit, mit dem Computer umzugehen. Die große Mehrheit der befragten Arbeitgeber nannte als wichtige Aspekte bei Einstellungen in ihren Betrieben die Fähigkeit, gut in einem Team zu arbeiten (98 %) und sich neuen Situationen anzupassen (97 %), sowie Kommunikationsgeschick (96 %) und Fremdsprachenkenntnisse (67 %). Etwa 50 % der Unternehmen mit umfangreicher internationaler Geschäftstätigkeit halten Fremdsprachenkenntnisse für die wichtigste Qualifikation der Zukunft.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, kommentierte: „Diese Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass die Arbeitgeber eine ausgewogene Mischung fachspezifischer und fachunabhängiger Qualifikationen wünschen. Die neuen Initiativen der Kommission „Jugend in Bewegung“ und „Neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten“ sollen den Bürgerinnen und Bürgern Europas helfen, die auf dem Arbeitsmarkt verlangten Qualifikationen und Fähigkeiten zu erkennen und zu erwerben. Wir unterstützen die Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen um die Verbesserung der Hochschul- und Berufsbildung und fördern Möglichkeiten für Studium und Berufstätigkeit im Ausland. Solche Erfahrungen vermitteln jungen Menschen genau die Qualifikationen, die die Arbeitgeber am höchsten einschätzen.“

Ein besseres Verständnis dessen, was die Arbeitgeber benötigen, erleichtert die Gestaltung der Bildungs- und Beschäftigungspolitik in Europa. In der Eurobarometer-Umfrage nannten 87 % der Arbeitgeber Berufserfahrung als entscheidendes Einstellungskriterium. Auf die Frage, was die Hochschulen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen beitragen sollten, nannten 39 % der Befragten branchenspezifische Praktika als festen Bestandteil eines Studiengangs.

Allerdings gaben nur 12 % der Betriebe an, dass sie bei der Gestaltung der Lehrpläne und Studienprogramme häufig mit den Hochschulen zusammenarbeiten. Mehr Zusammenarbeit gibt es dagegen bei der Einstellung von Hochschulabsolventen. Auf die Frage nach der besten Art der Zusammenarbeit mit Universitäten zeigten die Arbeitgeber eine klare Präferenz für Praktika (51 %), gefolgt von Einstellung direkt von den Hochschulen.

Steigender Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitsuchende sehen sich heute mit Konkurrenz aus ganz Europa konfrontiert, nicht nur auf nationaler oder lokaler Ebene.

Die Erhebung zeigt, dass mehr als ein Viertel (28 %) der Arbeitgeber Hochschulabsolventen aus anderen Ländern Europas eingestellt haben, 18 % auch aus Ländern außerhalb Europas. 41 % der Befragten gaben an, dass sie sich für Arbeitnehmer aus dem Ausland entschieden haben, weil sie die besten verfügbaren Talente für sich gewinnen wollten. Bei den Unternehmen mit umfangreicher internationaler Geschäftstätigkeit äußerten 48 % die Einschätzung, dass Fremdsprachenkenntnisse die wichtigste Qualifikation für die Zukunft seien.

Für diese Erhebung wurden zwischen dem 30. August und dem 7. September 2010 mehr als 7000 Arbeitgeber des öffentlichen und privaten Sektors in 31 Ländern (EU-27, Norwegen, Island, Kroatien und Türkei) telefonisch befragt.

Mehr zum Thema:

MEMO/10/638

Eurobarometer-Umfrage zur Einschätzung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen durch Arbeitgeber


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website