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Kommission gibt Gewinner von Umweltmanagementpreisen bekannt

European Commission - IP/10/1611   26/11/2010

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IP/10/1611

Brüssel, den 26 November 2010

Kommission gibt Gewinner von Umweltmanagementpreisen bekannt

Sechs Organisationen wurden für vorbildliches Umweltmanagement mit Preisen des Europäischen Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystems (EMAS) ausgezeichnet. Die Gewinner wurden gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Brüssel bekannt gegeben. Mit den jährlichen Umweltpreisen der Kommission werden seit dem Jahr 2000 private Unternehmen und öffentliche Organisationen für herausragende Umweltleistungen ausgezeichnet. Die Preise für 2010 wurden für einen effizienten Einsatz von Ressourcen unter Berücksichtigung des Wasser- und Energieverbrauchs, des Abfallaufkommens und der CO2-Emissionen verliehen. Dieses Jahr war eine Rekordzahl von 42 Organisationen aus 15 europäischen Ländern für diese Preise nominiert. Die sechs Gewinner wurden von einer Jury aus sechs Experten für Umweltmanagement und Ressourceneffizienz ausgewählt.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte hierzu: „Ich gratuliere den Gewinnern – und allen Nominierten – zu ihrem Einsatz für eine bessere Umwelt. Sie haben gezeigt, dass eine Teilnahme am EMAS-System unternehmerisch sinnvoll ist; eine geringere Umweltbelastung führt nicht nur zu weniger Emissionen und verringertem Abfallaufkommen, sondern spart auch Energie – und Geld.“

Die Preise wurden an folgende Organisationen vergeben:

Mikro-Organisationen: Soc. Coop. Dog Park a r.l (Italien)

Die Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Neapel bietet streunenden und herrenlosen Hunden Schutz, tägliche Pflege und medizinische Versorgung. Die Jury würdigte die Organisation für ihre hohe Ressourceneffizienz. Dazu zählt ein um 30% verringerter Wasserverbrauch bei täglichen Arbeiten wie der Tierpflege und der Reinigung der Zwinger sowie die Wiederverwendung von geschreddertem Büropapier als saugfähige Einstreu in den Zwingern. Darüber hinaus nutzt der Dog Park die Photovoltaik-Technologie zur direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie.

Kleine Organisationen: Ecoprint AS (Estland)

Die Druckerei mit Sitz in Tartu widmet sich unter anderem der Entwicklung von „Green Print“, der ersten umweltfreundlichen Druckdienstleistung auf dem estnischen Markt. Zu den bedeutendsten Erfolgen zählen die Nutzung von Regenwasser im Feuchtwerk der Druckerei (die Schätzungen zufolge den Wasserverbrauch um 60% verringern wird), die Reduzierung des Büropapierverbrauchs um 44% im Jahr 2009 sowie Energieeinsparungen durch den Einsatz von Windturbinen und Sonnenkollektoren.

Mittlere Organisationen: Oxfam-Solidarité (Belgien)

Die Organisation Oxfam Solidarité unterstützt mehr als 25 Länder mit den Erlösen aus ihren Shops, in denen vor allem Lebensmittel und Kunsthandwerk verkauft werden. Die Organisation verlängert die Lebensdauer älterer Computer mithilfe eines Wiederverwendungs- und Recyclingdienstes. Über 40% der eingesammelten Computer werden repariert und danach in Second Hand Shops verkauft. Computer, die nicht mehr repariert werden können, werden zerlegt, einige Teile davon wiederverwendet und der Rest recycelt. Innerhalb von zwei Jahren konnte Oxfam-Solidarité ihren Papierverbrauch um 20% senken und dank besserer Arbeitsorganisation und -planung die CO2-Emissionen um 10% reduzieren.

Große Organisationen: Mahou S. A. (Spanien)

Das Motto der spanischen Brauerei Mahou lautet: „Wachse ohne wachsende Umweltbelastung“. Die Mahou-San Miguel-Gruppe, die 80% des von Spanien exportierten Bieres produziert, konnte durch verbesserte Abfalltrennung die Deponieentsorgung von Abfällen um über 90% reduzieren. In den letzten zehn Jahren konnten darüber hinaus dank eines Energiemanagementsystems mit verringertem Wärmebedarf und der Nutzung von Biogas als alternative Brennstoffquelle die CO2-Emissionen um über 45% vermindert werden.

Öffentliche Organisationen:

Kleine Organisationen: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Deutschland)

Die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) widmet sich der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume. Die Hochschule wurde für ihren Einsatz grüner Informationstechnologie ausgezeichnet. Computer und Server werden auf der Grundlage ihres Energieverbrauchs und ihrer Zerlegungs- und Recyclingfähigkeit ausgewählt. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die umweltbewusste Beschaffung von Büromaterialien und -ausstattung, eine Holzpelletheizanlage sowie der Einsatz von Ökostrom und Sonnenkollektoren. Zudem werden die Studenten in Nachhaltigkeitsthemen ausgebildet.

Große Organisationen: Sandwell Homes (Vereinigtes Königreich)

Die im sozialen Wohnungsbau tätige Organisation Sandwell Homes mit Sitz in West Bromwich in den West Midlands bietet Hausverwaltungs-, Reparatur- und Instandhaltungsdienstleistungen für fast 30.000 Immobilien in öffentlichem Besitz. Die Organisation reduziert den Energieverbrauch und den Einsatz von Rohstoffen in den von ihr verwalteten Gebäuden und erzeugt mittels Sonnenkollektoren und Photovoltaikzellen einen Teil ihres eigenen Stroms. Die Mieter werden durch ein sogenanntes Eco Champion-Projekt zur aktiven Mitarbeit aufgerufen und Beispiele für vorbildliche Praktiken auf einer „grünen“ Website veröffentlicht.

EMAS

EMAS ist ein Managementinstrument, das Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Umweltleistung zu bewerten, zu verbessern und darüber Bericht zu erstatten. Die Unternehmen können durch Verringerung des Verbrauchs von Ressourcen wie Energie und Wasser sowie durch Minimierung der Verwendung und des Verschleißes von Materialien Kosten einsparen. EMAS trat 1995 in Kraft. Gegenwärtig sind über 5.200 Organisationen an mehr als 7.500 Standorten EMAS-registriert. Das System wurde erst kürzlich überarbeitet, um Kosten und Verwaltungsaufwand (z. B. durch den Einsatz von Werkzeugen wie EMASeasy) zu verringern und Organisationen außerhalb der EU die Teilnahme zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/environment/emas/emasawards/index.htm


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