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Innovationsunion: EU-Kommission startet Konsultation über Aktivität und Gesundheit im Alter

European Commission - IP/10/1609   26/11/2010

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IP/10/1609

Brüssel, den 26. November 2010

Innovationsunion: EU-Kommission startet Konsultation über Aktivität und Gesundheit im Alter

Wie könnte Europa die Innovation ankurbeln, um die Herausforderungen der alternden Bevölkerung in Europa zu bewältigen? Zu dieser Frage möchte die Europäische Kommission die Ansichten öffentlicher und privater Einrichtungen wie auch von Unternehmen und Bürgern einholen. Insbesondere bittet sie um Meinungsäußerungen zu einer Europäischen Pilot-Innovationspartnerschaft (EIP) im Bereich „Aktivität und Gesundheit im Alter“, die Maire Geoghegan Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, und der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani am 6. Oktober vorgestellt haben. Zwischen 2010 und 2030 wird die Zahl der Europäer über 65 Jahre um fast 40 % steigen, was Europas Gesellschaft und Wirtschaft vor enorme Herausforderungen stellen, ihr gleichzeitig aber auch große Chancen bieten wird. Die Initiative EIP, die nach Vorschlag der Kommission 2011 anlaufen sollte, würde drei Ziele verfolgen: Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen, damit diese ein aktives, selbständiges Leben führen können; Beitrag zur Nachhaltigkeit und Effizienz unserer Gesundheitsversorgungs- und Sozialfürsorgesysteme sowie Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Chancen für Unternehmen. Die Online-Konsultation wird bis zum 28. Januar 2011 laufen.

John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, meinte: „Europa muss sich rüsten für die künftige Alterung der Gesellschaft, und die Nutzung von Innovation sollte eines der Instrumente sein, auf die wir dabei zurückgreifen. Deshalb freue ich mich sehr, dass die erste der Partnerschaften dem Thema „Aktivität und Gesundheit im Alter“ gewidmet ist: Sie beinhaltet eine enge Zusammenarbeit verschiedener Politikbereiche, darunter Gesundheit, Forschung, digitale Strategie und Industriepolitik.“

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sagte: „Die Menschen leben länger – und sollten dabei so aktiv und unabhängig wie möglich bleiben können dank innovativer Lösungen, wie etwa Geräten zur Sturzprävention und –meldung, unkomplizierten Diensten der sozialen Begegnung und der intelligenten Nutzung von IKT im eigenen Zuhause. Wir brauchen die Diskussionsbeiträge aller Beteiligten, damit die künftige Innovationspartnerschaft dazu beitragen kann, dass diese Ideen für die Senioren in Europa auch Wirklichkeit werden.“

Die Konsultation richtet sich an interessierte Kreise, wie Organisationen, die ältere Menschen und Patienten vertreten, Krankenhäuser und Pflegedienste, Angehörige von medizinischen und Pflegeberufen, Versicherungen, Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche sowie des Gesundheitssektors, staatliche Stellen und einzelne Bürger. Mit ihrer Hilfe soll ermittelt werden, welche Hemmnisse für die Innovation zurzeit bestehen und welche Chancen sich auf dem Gebiet des Alterns in Aktivität und Gesundheit bieten. Die Mitwirkenden können sich außerdem über bestehende und künftige Initiativen austauschen, die auf europäischer Ebene ergriffen und durch Zusammenarbeit vorangetrieben werden könnten. Dabei sollte die Frage im Vordergrund stehen, wie innovative Lösungen aussichtsreiche, greifbare Ergebnisse hervorbringen können, die den Älteren in unserer Gesellschaft zugute kommen.

Ein vorrangiges Ziel der Innovationspartnerschaft „Aktivität und Gesundheit im Alter“ ist es, bis zum Jahr 2020 in der EU die durchschnittliche Zahl der gesunden Lebensjahre um 2 zu erhöhen. Mit ihr sollen die Lebensqualität älterer Menschen verbessert und effizientere Pflegelösungen gefunden werden. Zentraler Gedanke dabei ist, Innovation in einem größerem Umfang als derzeit in Bereiche einzuführen wie Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Behandlung, integrierte und gemeinsame Gesundheitsversorgungs- und Sozialfürsorgesysteme, selbständiges Leben und unterstützende Technologien für ältere Menschen.

Die Kommission wird die Antworten auf die Konsultation auswerten, um ein klares Bild des Innovationspotenzials und der entsprechenden Kapazitäten in den vielfältigen Bereichen zu erhalten, die das Altern heutzutage prägen. Die Antworten werden der Kommission dabei helfen, die nächsten Schritte für die Europäische Innovationspartnerschaft zu planen.

Die Online-Konsultation erfolgt parallel zu einer Konferenz über die Europäische Innovationspartnerschaft im Bereich „Aktivität und Gesundheit im Alter“, die heute in Brüssel stattfindet. Über 150 Vertreter werden über ihre Ideen für die Partnerschaft diskutieren, um sie in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Hintergrund

Die Europäische Innovationspartnerschaft im Bereich „Aktivität und Gesundheit im Alter“ ist Teil der Strategie zur Innovationsunion, eine der Leitinitiativen von „Europa 2020“, mit der Ideen in Arbeitsplätze, umweltfreundliches Wachstum und sozialen Fortschritt umgesetzt werden sollen (IP/10/1288). Die Innovationsunion verfolgt ein dreigeteiltes Ziel: Hinführung Europas zu einem Wissenschaftsstandort von Weltklasse; völlig neuartige Gestaltung der Zusammenarbeit von öffentlichem und privatem Sektor, insbesondere durch Innovationspartnerschaften, und Beseitigung von Engpässen ‑ z. B. kostspielige Patentierung, fragmentierte Märkte, langsame Normung und Mangel an Fachkräften ‑, die verhindern, dass es die Ideen bis zur Marktreife schaffen.

Dies entspricht dem Ziel der Digitalen Agenda für Europe, die das Potential der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) dafür nutzen möchte, den Wohlstand zu steigern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern (siehe IP/10/581, MEMO/10/199 und MEMO/10/200). Unter anderem ist die Digitale Agenda darauf ausgerichtet, schwachen und chronisch kranken Menschen sowie Menschen mit Behinderungen durch IKT mehr Unabhängigkeit in ihrer Lebensführung zu ermöglichen. So soll das Angebot der Wohnmöglichkeiten mit selbständiger Lebensführung für ältere Menschen bis 2015 verdoppelt werden.

Gleichfalls wurde die „Förderung der Gesundheit in einem alternden Europa“ zu einem der drei wichtigsten Ziele der EU-Gesundheitsstrategie "Gemeinsam für die Gesundheit" erklärt.

Die Konsultation ist unter folgender Internetadresse zu finden:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/einclusion/deployment/ahaip/consultation/

Weitere Informationen:

Aktionen der Europäischen Kommission im Bereich “Ageing well in the information society

Aktionen der Europäischen Kommission auf dem Gebiet der IKT im Dienste der Gesundheit

Das Portal der Europäischen Union zur öffentlichen Gesundheit

Europäische Kommission-Gesundheitswesen-Alterung

Digitale Agenda für Europa

Innovationsunion


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