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Kommission begrüßt Erholung im europäischen Tourismussektor

European Commission - IP/10/1529   19/11/2010

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IP/10/1529

Brüssel, 19. November 2010

Kommission begrüßt Erholung im europäischen Tourismussektor

In seiner Rede beim Europäischen Tourismusforum auf Malta äußerte sich der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, heute erfreut über jüngste Daten, die eine beeindruckende Erholung der Tourismusindustrie in Europa belegen und als Zeichen für den Aufschwung der europäischen Wirtschaft insgesamt zu sehen seien. Im Thema des Forums, „Stärkung der Rolle Europas als führendes Reiseziel“, spiegelt sich dieser Optimismus ebenfalls wider. Um das Wachstum zu konsolidieren, muss in ganz Europa die Entwicklung eines nachhaltigen, verantwortungsvollen Qualitätstourismus gefördert werden. Wenn Europa seinen Platz an der Spitze der internationalen Reiseziele behalten will, muss es die neuen attraktiven Chancen nutzen, die sich heute bieten.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte hierzu: „Europa ist weltweit das Reiseziel Nr. 1, und dies soll so bleiben. Neue Wachstumsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China können Europa die Chance für anhaltendes Wachstum bieten, denn die Tourismusindustrie kann dazu beitragen, die Folgen der Krise abzumildern. Heute erörtern wir einen Plan zur erfolgreichen Umsetzung der Tourismusstrategie Europas. Er enthält klare Zeitvorgaben für die Entwicklung von Leitaktionen, z. B. der Europäischen Beobachtungsstelle für den Tourismus, der Plattform ‚IKT und Tourismus‘ und des ‚Europäischen Gütesiegels für Tourismus‘.“

Schätzungen zufolge erwirtschaftet der Tourismus mehr als 5 % des BIP der Europäischen Union und beschäftigt rund 10 Millionen Menschen. Damit die europäische Tourismusindustrie weiter wächst, muss sie sich den vielversprechenden Wachstumsmärkten der BRIC-Länder zuwenden, wobei hier vor allem China zu nennen ist. Gemessen in absoluten Zahlen, stammen zwar nach wie vor die weitaus meisten Touristen in Europa aus Nordamerika – gefolgt von Japan und Russland –, das größte Potenzial liegt jedoch in China. Dort leben etwas mehr als 1,3 Milliarden Menschen, und die Ausgaben für Auslandsreisen sind um 21 % gestiegen (Welttourismusorganisation (UNWTO) 2009). Um diese Chancen zu nutzen und sich als Spitzenreiter zu behaupten, muss das Reiseziel Europa beweisen, dass es Qualität mit Nachhaltigkeit verbinden kann.

Aus den jüngsten Eurostat-Daten zu den Besuchern aus aller Welt für 2010 geht hervor, dass sich der Tourismussektor trotz der jüngsten Schwierigkeiten, wie z. B. des Vulkanausbruchs auf Island, erholt. Ein Vergleich der ersten Halbjahre 2009 und 2010 zeigt, dass die Zahl der Einreisen aus Nordamerika um 9 %, aus Japan um 8 %, aus der Russischen Föderation um 18 %, aus China um 19 % und aus Brasilien sogar um beeindruckende 46 % gestiegen ist. Außerdem haben sich im dritten Quartal dieses Jahres die Belegungsraten in Europa um 5,4 % erhöht, und die Branchendaten fielen in allen Teilregionen besser aus.

Zu den Themen, die beim diesjährigen Europäischen Tourismusforum vom 18. bis 19. November erörtert wurden, gehörte die Frage, inwieweit eine „Marke Europa“ die regionalen und nationalen Förderaktivitäten ergänzen, den Ruf Europas im Ausland festigen und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Tourismus (z. B. bei den Kulturwegen, IP/10/1177) anregen könnte. Die Minister beschäftigten sich in ihrer Diskussion vor allem mit der Frage, wie der von der Kommission in ihrer Mitteilung vom 30. Juni 2010 (IP/10/858) vorgeschlagene Maßnahmenkatalog zum Thema „Europa – wichtigstes Reiseziel der Welt“ am besten umzusetzen ist, der sich in vier prioritäre Bereiche gliedert:

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus in Europa

  • Förderung der Bemühungen um einen nachhaltigen, verantwortungsvollen Qualitätstourismus

  • Konsolidierung des Images Europas als ein aus nachhaltigen Qualitätsreisezielen bestehendes Ganzes

  • Bestmögliche Nutzung des Potenzials der politischen Maßnahmen und der Finanzinstrumente der EU zur Entwicklung des Tourismus

Ob diese Ziele erreicht werden, wird davon abhängen, wie stark sich jede einzelne Interessengruppe einbringt und wie gut diese Gruppen auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten können. Dies betonte vor kurzem auch der Rat in seinen Schlussfolgerungen zu einem neuen politischen Rahmen für den europäischen Tourismus (12. Oktober 2010); dabei unterstrich er, dass die Kommission ihre erfolgreichen Initiativen auf diesem Gebiet unbedingt fortsetzen soll und dass ein auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene integrierter Ansatz benötigt wird.

Hintergrund

Durch den im Dezember 2009 in Kraft getretenen Vertrag von Lissabon erhielt die EU neue Befugnisse auf dem Gebiet des Tourismus. In Artikel 195 heißt es: „Die Union ergänzt die Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Tourismussektor, insbesondere durch die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Union in diesem Sektor.“

Weitere Informationen

Website der Kommission:

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/index_de.htm

Schlussfolgerungen des Rates:

http://www.eutrio.be/files/bveu/media/source1854/documents/117004EN.pdf


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