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Brüssel, den 18. November 2010

Lebensmittelsicherheit: Kommission will ihre erfolgreiche Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ weiter verbessern

Seit 2006 hat die EU weltweit 23 000 Fachleute geschult, um im Rahmen ihrer Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ (BTSF) die Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Nun sucht die Europäische Kommission nach Möglichkeiten, diese Initiative weiter zu verbessern. Sie eröffnet einen Dialog mit allen wichtigen Stakeholdern, darunter mit der Afrikanischen Union, der heute mit einer zweitägigen hochrangigen Konferenz in Brüssel beginnt. Ein kürzlich angenommenes Arbeitspapier der Kommission zum BTSF-Programm bildet die Grundlage der Gespräche. Es zeigt auf, vor welchen Herausforderungen die BTSF-Initiative steht, und nennt eine Reihe möglicher Lösungsansätze – darunter eine Studie zur präzisen Ermittlung des Schulungsbedarfs. Auf der Konferenz werden die Vorschläge des Arbeitspapiers analysiert, und zwar sowohl im Hinblick auf die zentralen Schulungstätigkeiten innerhalb der EU und in Drittländern als auch im Hinblick auf sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen (SPS), die in Afrika im Rahmen der Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel in Afrika“ (BTSF Afrika) durchgeführt werden.

Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik John Dalli erklärte: „Unsere Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ war von Anfang an sehr erfolgreich, aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Es wurde bereits viel Arbeit in zukunftsgerichtete Maßnahmen investiert, und die Konferenz bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Standpunkte aller Beteiligten einzuholen, um das Engagement zu verstärken und das Programm weiterzuentwickeln. Die Vorteile, die die im Rahmen von BTSF angebotenen Schulungen bieten, sind klar. Wir müssen sicherstellen, dass die Initiative für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet ist.“

In Bezug auf das spezifische BTSF-Afrika-Programm betonte die Kommissarin der Afrikanischen Union Rhoda Peace Tumusiime „die zentrale Bedeutung von SPS in der allgemeinen Lebensmittelkette in Afrika.“

Herausforderungen

Im Jahr 2008 wurde eine Zwischenbewertung der BTSF-Initiative durchgeführt. Dabei sollten die Auswirkungen der Schulungen auf die Arbeit der Teilnehmer ermittelt und neue Erkenntnisse über die Durchführung der Schulungen sowie deren Stärken und Schwächen gewonnen und Empfehlungen für die Zukunft abgeleitet werden.

Die Bewertung ergab folgende Herausforderungen:

  • Schaffung eines Schulungsangebots, das der enormen und weiter steigenden Nachfrage entspricht

  • klarere Festlegung von Schulungsschwerpunkten und Zielgruppen

  • Verbesserung der Qualität der Schulungen, insbesondere durch die Konzentration auf Kurse für Fortgeschrittene mit starker praktischer Komponente

  • stärkere Verbreitung und effizientere Umsetzung des Konzepts „Ausbildung der Ausbilder“

  • Einrichtung von Standardbewertungsverfahren für Qualität und Wirkung der Schulungen; Verbesserung organisatorischer und administrativer Aspekte wie Terminplanung und größeres Angebot an Dolmetschleistungen

Bewältigung der Herausforderungen

Ausgehend von den Erkenntnissen der Zwischenbewertung hat die Kommission kürzlich ein Arbeitspapier erstellt. Darin schlägt sie spezifische Maßnahmen vor, mit denen die Herausforderungen an die BTSF-Initiative erfolgreich bewältigt werden können. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind in mittel- und kurzfristige (bis Ende 2013 abzuschließende) und langfristige (nach 2014 abzuschließende) Maßnahmen unterteilt. Zur ersten Kategorie zählen

  • eine Studie zur präzisen Ermittlung des Bedarfs an BTSF-Schulungen,

  • ein Pilotprojekt zur Schaffung eines e-learning-Instruments für die Grundausbildung,

  • die Verbesserung der Schulungsergebnisse durch engere Zusammenarbeit,

  • die stärkere Berücksichtigung des Konzepts „Ausbildung der Ausbilder“ im Auswahlverfahren.

Zu den langfristigen Maßnahmen gehören unter anderem

  • die Durchführung von e-learning in der Grundausbildung,

  • die Einführung von Grund- und Fortgeschrittenenkursen für alle Themen,

  • die Organisation internationaler Expertensitzungen zur Bestimmung der Schwerpunkte für Schulungen,

  • die Einrichtung von Sommerkursen im Sinne einer höheren Verfügbarkeit qualifizierter Ausbilder.

Die in dem Arbeitspapier genannten kurz- und mittelfristigen Maßnahmen führen nicht zu einem Anstieg des Mittelbedarfs über den 2006 vereinbarten Jahresbetrag von 15 Mio. EUR hinaus. Geprüft wurden Möglichkeiten zur besseren Organisation langfristiger Schulungsmaßnahmen. Eine mögliche spätere Erhöhung betrifft die langfristige Planung und wird Gegenstand einer Kosten-Nutzen-Analyse sein.

Die Konferenz

An der zweitägigen hochrangigen Konferenz nehmen etwa 200 Delegierte aus der EU, der Afrikanischen Union (AU) und anderen Drittländern teil. Sie vertreten unter anderem internationale Normungseinrichtungen, afrikanische regionale Wirtschaftsgemeinschaften, die Wissenschaft und sonstige Stakeholder. Zu den Teilnehmern sprechen der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli, die AU-Kommissarin für ländliche Entwicklung und Landwirtschaft Rhoda Peace Tumusiime, die Belgische Ministerin der KMB, der Selbständigen, der Landwirtschaft und der Wissenschaftspolitik Sabine Laruelle sowie der malawische Minister für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit Peter Nelson Mwanza.

Hintergrund

Seit 2006 wird im Rahmen von BTSF Kontrollpersonal auf nationaler Ebene aus der EU und der ganzen Welt geschult, das mit Lebensmittel- und Futtermittelrecht, Tierschutz- und Tiergesundheits- sowie Pflanzenschutzvorschriften befasst ist. Die Schulungen bestehen in einer Reihe von Ad-hoc-Programmen zu einschlägigen Themen aus den genannten Bereichen. Einige Programme finden in der EU statt und richten sich hauptsächlich an europäische Teilnehmer. Andere werden in Drittländern veranstaltet und sind spezifisch auf Menschen aus Dritt- und insbesondere aus Entwicklungsländern zugeschnitten.

Im Jahr 2008 wurde BTSF Afrika eingerichtet. Das wichtigste Ziel war die Förderung der Lebensmittelsicherheit in Afrika durch die Weitergabe technischen Fachwissens und strategischer Ratschläge in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität. Die vermittelten Kenntnisse, Kompetenzen und Qualifikationen werden dazu beitragen, dass Lebensmittel aus landwirtschaftlicher Produktion in Afrika entsprechend den internationalen SPS-Standards produziert und vertrieben werden, was zu einer Senkung des Risikos ernährungsbedingter Erkrankungen und zum Abbau der entsprechenden gesundheitlichen und sozioökonomischen Belastung beiträgt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/food/training_strategy/index_en.htm

http://ec.europa.eu/eahc/food/index.html


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