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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt unter Auflagen von Unilever geplante Übernahme der Haushalts- und Körperpflegesparte von Sara Lee

Commission Européenne - IP/10/1514   17/11/2010

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IP/10/1514

Brüssel, 17. November 2010

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt unter Auflagen von Unilever geplante Übernahme der Haushalts- und Körperpflegesparte von Sara Lee

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der Haushalts- und Körperpflegesparte der US-amerikanischen Sara Lee Corporation durch das anglo-niederländische Konsumgüterunternehmen Unilever nach der EU-Fusionskontrollverordnung unter Auflagen genehmigt. Die eingehende Prüfung der Kommission bestätigte die wettbewerbsrechtlichen Bedenken hinsichtlich einer Reihe von Märkten für Deodorants. Um diese Bedenken auszuräumen, bot Unilever an, die Marke Sanex und dazugehörige Geschäftsbereiche in Europa zu veräußern. Angesichts dieser Verpflichtungen kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass der wirksame Wettbewerb weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben durch die Übernahme erheblich beeinträchtigt wird. Die Genehmigung der Kommission ist an die Bedingung geknüpft, dass die Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllt werden.

Der für Wettbewerb zuständige Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia erklärte: „Wir mussten dafür sorgen, dass die Übernahme nicht zu höheren Preisen für die Verbraucher führt. Da Unilever starke und klare Verpflichtungszusagen unterbreitet hat, um die Wettbewerbsprobleme auf mehreren Märkten für Deodorants auszuräumen, konnte die Kommission den Zusammenschluss freigeben.“

Unilever ist Anbieter einer Vielzahl von Markenkonsumgütern. Im Bereich Körperpflege, wo Überschneidungen mit Sara Lee bestanden, liegt der Schwerpunkt auf Deodorants der führenden Marken Axe, Dove und Rexona, die in ganz Europa angeboten werden. Sara Lee bietet in mehreren Ländern Europas Deodorants unter dem Markennamen Sanex an. Zur Körperpflegesparte von Sara Lee gehören auch die Marken Radox, Duschdas, Badedas und Monsavon.

Der eingehenden Kommissionsprüfung zufolge würde der Zusammenschluss durch die erfolgende Zusammenlegung der derzeit konkurrierenden Marken beider Unternehmen, v. a. Sanex mit Dove und Rexona, Unilever eine sehr starke, marktführende Stellung auf mehreren Märkten für Deodorants verschaffen. Die Kommission stellte fest, dass der Zusammenschluss in der ursprünglich angemeldeten Form für Belgien, die Niederlande, Dänemark, das Vereinigte Königreich, Irland, Spanien und Portugal wettbewerbsrechtlich bedenklich war, da dort ein wichtiger Wettbewerber weggefallen wäre und dies wahrscheinlich zu höheren Preisen geführt hätte.

Um die Bedenken der Kommission auszuräumen, haben sich die Zusammenschlussparteien dazu verpflichtet, die Marke Sanex und damit verbundene Geschäftsbereiche von Sara Lee in Europa abzustoßen. Dies ist eine klare und praktikable Abhilfemaßnahme, um den Wettbewerb auf allen problematischen Märkten wiederherzustellen.

Die geplante Übernahme wurde am 21. April 2010 bei der Kommission angemeldet. Am 31. Mai 2010 leitete die Kommission eine eingehende Prüfung ein, weil sie befürchtete, dass durch eine marktbeherrschende Stellung des zusammengeschlossenen Unternehmens in einer Reihe von Produktmärkten Nachteile für die Verbraucher entstehen könnten (vgl. IP/10/640).

Eine nicht-vertrauliche Fassung des Beschlusses wird veröffentlicht unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5658


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