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IP/10/1503

Brüssel, 12. November 2010

Elfter Bericht über praktische Vorbereitungen für die Einführung des Euro: Countdown in Estland

Nur eineinhalb Monate vor der Euro-Einführung in Estland hat die Kommission heute den Stand der praktischen Vorbereitungen auf die Währungsumstellung bewertet. Sie gelangte dabei zu dem Schluss, dass die Vorbereitungen des Landes weit fortgeschritten sind, empfahl für die Endphase der Umstellung aber weitere Anstrengungen in gewissen Bereichen. Estland wird dem Euroraum als 17. Land beitreten und damit die Zahl der Menschen, die in der Europäischen Union dieselbe Währung haben, auf 330 Millionen erhöhen.

Die Kommission hat heute ihren elften regelmäßigen „Bericht über die praktischen Vorbereitungen für die künftige Erweiterung des Euroraums“ angenommen. Gegenstand dieses Berichts ist Estland, das die gemeinsame Währung am 1. Januar 2011 einführen wird.

Ich freue mich, Estland im Januar als neues Mitglied im Euroraum willkommen heißen zu können. Die Vorbereitungen im Finanzsektor sind weit fortgeschritten und die Behörden informieren die Öffentlichkeit über den Euro. Ich bin zuversichtlich, dass alles gut verlaufen wird. Auch bin ich davon überzeugt, dass Estland an seiner stabilen, soliden Haushalts- und Wirtschaftspolitik festhalten und dadurch in vollem Umfang vom Euro profitieren wird“, so Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn.

Zur Einführung des Euro-Bargelds hat Estland rund 45 Mio. Banknoten und 194 Mio. Münzen geordert. Wie bei den letzten Währungsumstellungen werden die Banknoten von einer nationalen Zentralbank im Euroraum (Finnland) entliehen. Die Euro-Münzen werden nach einer öffentlichen Ausschreibung von der Münzanstalt Finnlands geliefert.

Die estnische Zentralbank wird Mitte November damit beginnen, die Geschäftsbanken mit Euro-Banknoten auszustatten (so genannte Vorabausstattung). Die Vorabausstattung mit Euro-Münzen ist bereits Mitte September angelaufen. Darüber hinaus werden ab dem 1. Dezember alle Einzelhändler und Unternehmen, die mit ihrer Bank einen entsprechenden Vertrag geschlossen haben, mit Euro-Bargeld beliefert. Bei allen gewerblichen Euro-Geldtransporten wird höchste Sicherheit gewährleistet sein.

Ab dem 1. Dezember 2010 werden bei Banken und Postämtern 600 000 Mini-Münzkits zum Verkauf stehen, damit sich die Menschen schon vor der Umstellung Euro-Bargeld beschaffen können. Darüber hinaus werden Kronen-Bargeldbestände gebührenfrei zum offiziellen Umrechnungskurs (1 EUR = 15,6466 EEK) umgetauscht werden können.

In den ersten beiden Wochen nach der Umstellung werden estnische Kronen und Euro gleichzeitig in Umlauf sein. Um die Umstellung zu beschleunigen und die Kosten des Parallelumlaufs zu senken, wird vom Einzelhandel allerdings erwartet, dass Wechselgeld so weit wie möglich in Euro herausgegeben wird.

Um den Ängsten der Verbraucher vor Preiserhöhungen und missbräuchlichen Praktiken in der Umstellungsphase zu begegnen, wurde Ende August eine „Fair-Preis-Vereinbarung” vorgestellt. Die Unterzeichner dieser Vereinbarung (Einzelhändler, Finanzinstitute, Kommunalbehörden, Internetshops usw.) verpflichten sich, ihre Preise im Zuge der Währungsumstellung nicht ungerechtfertigt zu erhöhen und die Umstellungsregeln zu befolgen. Bei dieser äußerst wichtigen Initiative sollte das Augenmerk besonders darauf gerichtet werden, die Zahl der Unterzeicher, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, zu erhöhen.

Nach der jüngsten Eurobarometer‑Umfrage vom September 2010 hat sich der Anteil der Befragten, die sich gut über den Euro informiert fühlen, gegenüber Mai 2010 erheblich erhöht und macht nunmehr 65 % aus (+15 Prozentpunkte). Dies ist ermutigend, doch müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um alle Bürger Estlands, insbesondere die schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, rechtzeitig mit den notwendigen Informationen zu versorgen.

Der Bericht wird von einem Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen begleitet, in dem der Stand der Vorbereitungen in den anderen Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben (außer dem VK und Dänemark, die die gemeinsame Währung nicht einführen wollen), beleuchtet wird.

Bericht und Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen sind abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/articles/euro/2010-11-report-preparations-enlargement-euro-area_de.htm


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