Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Weltweite Maßnahmen für ein ausgewogenes Wachstum: Die Präsidenten Barroso und Van Rompuy vertreten die EU am 11./12. November beim G20-Gipfel in Seoul

Commission Européenne - IP/10/1489   10/11/2010

Autres langues disponibles: FR EN DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

IP/10/1489

Brüssel, den 10. November 2010

Weltweite Maßnahmen für ein ausgewogenes Wachstum: Die Präsidenten Barroso und Van Rompuy vertreten die EU am 11./12. November beim G20-Gipfel in Seoul

Nie zuvor haben die Menschen die Auswirkungen wirtschaftlicher Entscheidungen und Entwicklungen in einem anderen Land so stark in ihrem eigenen Land verspürt wie heute. Die Finanz‑ und Wirtschaftskrise hat unsere gegenseitige Abhängigkeit und unsere Schwachpunkte deutlich gemacht. Die Europäische Union wird beim anstehenden Treffen der G20 in Seoul, dem "wichtigsten Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit" auf die Koordinierung drängen, die die Weltwirtschaft für ein starkes und ausgewogenes Wachstum braucht. Hierbei müssen alle mitmachen.

Präsident Barroso sagte: "Die Unterstützung des Wiederaufschwungs und die Schaffung der Grundlagen für ein starkes und ausgewogeneres Wachstum stellen nach wie vor eine erhebliche politische Herausforderung dar. Mit dem Eintritt in eine neue Phase wirtschaftlicher Herausforderungen besteht die Gefahr, dass die Dynamik des kollektiven und kooperativen Handelns nachlässt. Wir waren in der ersten Phase erfolgreich und haben das Sinken des Bootes verhindert. Nun müssen wir es in den Hafen steuern. Ich begrüße insbesondere die Tatsache, dass die G20 die Entwicklungspolitik auf die Tagesordnung setzt, und hoffe, dass der Gipfel ein deutliches Zeichen für die Doha-Verhandlungsrunde gibt".

Präsident Van Rompuy betonte: "Die G20 hat ihren Schwerpunkt von der unmittelbaren Krisenbewältigung hin zu einer längerfristigen weltweiten Wirtschaftskoordination verlagert. Mit einer ehrgeizigen Tagesordnung wird der Gipfel von Seoul zeigen, ob die G20 das führende Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit ist. Wir sind zuversichtlich, dass sie die Weltwirtschaft aus der Krise führen und kooperative Lösungen für die Spannungen in jüngster Zeit finden kann. In Seoul steht viel auf dem Spiel - für die Glaubwürdigkeit der G20 und für die Glaubwürdigkeit ihrer einzelnen Mitglieder. Was wir in Seoul vereinbaren, ebnet den Weg für die Zukunft".

Die wichtigsten Themen auf dem Gipfel von Seoul sind die Umsetzung des Rahmens für ein starkes, stabiles und nachhaltiges Wachstum, die weitere Unterstützung und Fortsetzung der Reform des Internationalen Währungsfonds, die Aufrechterhaltung der Dynamik bei der Reform der Finanzmarktregulierung sowie politische Impulse für einen raschen Abschluss der Doha-Verhandlungsrunde und eine erfolgreiche Klimakonferenz in Cancun. Die Entwicklungspolitik steht zum ersten Mal auf der Tagesordnung der G20. Handel und Investitionen in den Entwicklungsländern sollen in kooperativem Geiste unter den fortgeschrittenen und aufstrebenden Volkswirtschaften gefördert werden.

In einem gemeinsamen Schreiben an die G20-Staats‑ und Regierungschefs legten Präsident Barroso und Präsident Van Rompuy am 5. November ihre Überlegungen zu Schlüsselthemen der G20-Agenda dar.

Die beiden Präsidenten fordern die G20 auf, "anzuerkennen, dass wirtschaftliche Ungleichgewichte ein gemeinsames Problem sind und dass alle führenden Wirtschaftsnationen ihren Teil zur Wiederherstellung eines ausgewogenen Wachstums beitragen müssen". Sie schlagen vor, "ausgehend von dem Frühwarnmechanismus der EU Leistungsbilanzdefizite als Indikator zu nutzen, um eine Bewertung der möglichen Grundursachen von Anpassungshindernissen vorzunehmen". Sie fordern ebenfalls eine "eindeutige politische Verpflichtung zu gemeinsamen und dauerhaften Lösungen für die gegenwärtigen Spannungen auf den Devisenmärkten, zur Festlegung der Wechselkurse entsprechend den Marktparametern und zum Verzicht auf wettbewerbsorientierte Währungsabwertungen. Die G20-Mitglieder sollten die möglichen Folgen für ihre Partner und die Weltwirtschaft berücksichtigen und auf Maßnahmen mit möglicherweise negativen Spill-over-Effekten verzichten".

Hintergrund

Beim G20-Gipfel wird die Europäische Union vertreten durch den Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso und den Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy.

Die Europäische Union ist Vollmitglied der G20, zu der auch die 19 Länder Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten gehören.

Der koreanische G20-Vorsitz hat auch mehrere internationale Organisationen und die folgenden fünf Gastländer eingeladen: Äthiopien (Vorsitz der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung NEPAD), Malawi (Vorsitz der Afrikanischen Union), Singapur (Vorsitz der Global Governance Group), Spanien und Vietnam (Vorsitz der Vereinigung Südostasiatischer Nationen ASEAN).

Die EU vertritt 7 % der Weltbevölkerung und erwirtschaftet 30 % des weltweiten BIP und ist sowohl der weltweit größte Exporteur als auch der weltweit größte Importeur von Waren und Dienstleistungen.

Der Gipfel beginnt mit einem Arbeitsessen, bei dem die globalen Perspektiven und der Rahmen für ein starkes, ausgewogenes und nachhaltiges Wachstum erörtert werden. Dieses Thema werden die Staats‑ und Regierungschefs auch bei der ersten Morgensitzung am nächsten Tag im Plenum behandeln. Danach befassen sie sich mit der Reform der internationalen Finanzorganisationen und der Verbesserung der globalen Sicherheitsnetze für die Finanzwirtschaft sowie in einer separaten Sitzung mit der neuen G20-Entwicklungsagenda. Hieran schließen sich Beratungen während des Mittagessens über den Handel (Doha und Protektionismus) und über den Klimawandel (Cancun und grünes Wachstum) an. Am Nachmittag behandeln die Staats‑ und Regierungschefs die Reform der Finanzmarktregulierung und die künftige G20-Agenda (energiepolitische Themen: Subventionen für fossile Brennstoffe, die Volatilität der Ölpreise und der Schutz der Meere sowie das Thema Korruptionsbekämpfung). Kurz vor dem G20-Gipfel nimmt Präsident Barroso am Wirtschaftsgipfel teil, bei dem er den Vorsitz einer Diskussion am runden Tisch zum Thema der sozialen Verantwortung der Unternehmen führt.

Weitere Informationen

Lesen Sie das gemeinsame Schreiben der Präsidenten Barroso und Van Rompuy an die G20-Staats‑ und Regierungschefs vom 5. November 2010.

Webseite von Präsident Barroso

Begleiten Sie das Presse-Team des Präsidenten auf Twitter


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site