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IP/10/1481

Brüssel, den 9. November 2010

„Leonardo da Vinci“ – 15 Jahre EU-Unterstützung für berufliche Aus- und Weiterbildung

Die EU feiert das 15-jährige Bestehen des Programms „Leonardo da Vinci“, mit dem Tausende von Angeboten der beruflichen Aus- und Weiterbildung gefördert wurden. Seit 1995 hat die EU mehr als 600 000 jungen Menschen in ganz Europa geholfen, Praktika im Ausland zu absolvieren. 110 000 Austauschmaßnahmen für Ausbilder und mehr als 3000 Projekte zur Modernisierung des Sektors wurden ebenfalls unterstützt. Rund 50 % der Sekundarschulabsolventen entscheiden sich für eine Berufsausbildung.

Die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou erklärte: „Die berufliche Aus- und Weiterbildung vermittelt den Lernenden die Fähigkeiten, die zunehmend auf dem Arbeitsmarkt verlangt werden. Das Programm „Leonardo da Vinci“ bietet ihnen über die Förderung von Auslandspraktika eine zusätzliche Unterstützung. Dank dieser Erfahrung können sie ihre Sprachkenntnisse ausbauen und andere generelle Fähigkeiten wie Teamgeist und Anpassungsfähigkeit verbessern. Auf diese Weise erhöhen sie ihre Beschäftigungsfähigkeit und bringen ihre persönliche Entwicklung voran. Langfristig trägt dies dazu bei, Arbeitskräfte besser zu qualifizieren und Europa wettbewerbsfähiger zu machen.“

Die Europäische Kommission investiert über Leonardo da Vinci derzeit in 31 Ländern1 240 Mio. EUR pro Jahr in die Förderung der Mobilität von Praktikanten, Auszubildenden und Ausbildern sowie in die Modernisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Im Jahr 2009 wurden mehr als 80 000 Praktikanten, Auszubildende und Arbeitsuchende bei einem Arbeitsaufenthalt im Ausland unterstützt. Die größte Zahl der Praktikanten kam dabei aus Deutschland (15 800), gefolgt von Frankreich (7200), den Niederlanden (6200), der Türkei (6000), Spanien (5100), Italien (4700), dem Vereinigten Königreich (4600) und Polen (4200). Die beliebtesten Ziele der Praktikanten waren seit 2000 Deutschland, das Vereinigte Königreich, Spanien, Frankreich und Italien.

Das Programm hatte nachhaltige Auswirkungen auf nationale Reformen und auf die Art der praktischen Umsetzung europäischer Initiativen in den EU-Staaten. Dazu gehörte z. B. die Schaffung nationaler Qualifikationsrahmen, mit deren Hilfe Qualifikationen transparenter und vergleichbarer gemacht werden sollen. Das Programm trägt ferner zur Bekämpfung von Diskriminierung bei und unterstützt die Integration benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt, indem den Menschen Möglichkeiten für Weiterbildung, den Erwerb und Ausbau beruflicher Fähigkeiten sowie die Chance zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins geboten werden.

Die europäischen Regionen haben ebenfalls Anteil am Erfolg des Programms. Leonardo da Vinci fördert die regionale Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und Regionalbehörden. Es öffnet darüber hinaus Wege zu anderen EU-Finanzierungsquellen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. In abgelegenen Regionen hat das Programm die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit kleiner Aus- bzw. Weiterbildungseinrichtungen gestärkt.

Im Juni brachte die Europäische Kommission einen 10-Jahres-Plan auf den Weg, mit dem die Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung verbessert werden soll (siehe IP/10/707). Der Plan baut auf den Zielen der Strategie Europa 2020 für intelligentes und integratives Wachstum auf und ist mit der neuen Initiative „Jugend in Bewegung“ (siehe IP/10/1124) verknüpft, die ein größeres Lern- und Mobilitätsangebot für alle Menschen unterstützt. Die Strategie der Kommission „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“, die vor Ablauf des Jahres angenommen werden soll, wird ebenfalls die Bedeutung beruflicher Aus- und Weiterbildung unterstreichen, um die Menschen mit den mittleren und hohen Qualifikationen auszustatten, die zunehmend auf dem Arbeitsmarkt gefordert werden.

Konferenz anlässlich des 15-jährigen Bestehens

Im Rahmen einer Konferenz wird heute in Brüssel das 15-jährige Bestehen des Programms „Leonardo da Vinci“ gewürdigt. Die Auswirkungen und Ergebnisse des Programms werden von einigen ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die eine Förderung durch das Programm erfahren haben, illustriert werden. Im Rahmen der Konferenz wird ferner diskutiert, welche Lehren aus den vergangenen 15 Jahren für die Vorbereitung der nächsten Programmgeneration ab 2014 gezogen werden können. Parallel zu dieser Veranstaltung wird eine neue Webseite zu Mobilitätsmöglichkeiten ins Netz gestellt: Die Internetseite EuroApprenticeship wurde von einer Reihe von Organisationen entwickelt, die sich für die Mobilität von Auszubildenden einsetzen.

Öffentliche Konsultation zur künftigen Entwicklung des Programms

Leonardo da Vinci ist Bestandteil des Programms für lebenslanges Lernen, das von 2007-2013 läuft und drei weitere Programme zur Förderung der Mobilität umfasst: Erasmus (Hochschulbildung), Comenius (Schulen) und Grundtvig (Erwachsenenbildung). Die Kommission hat eine öffentliche Konsultation zum Programm für lebenslanges Lernen ab 2014 gestartet.

Siehe: http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/consult/index_de.html.

Weitere Informationen:

Europäische Kommission: Leonardo da Vinci

Nähere Angaben zur Konferenz.

Mitteilung der Europäischen Kommission: „Ein neuer Impuls für die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Unterstützung der Strategie Europa 2020“:

http://ec.europa.eu/education/vocational-education/doc/com296_de.pdf

1 :

EU-27 + Island, Liechtenstein, Norwegen und Türkei. Personen und Einrichtungen aus der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien und Kroatien können an Teilen des Programms teilnehmen.


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