Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR ES BG

IP/10/1466

Brüssel, den 4 November 2010

Humanitäre Hilfe für Bolivien: Kommission stellt 1,5 Mio. EUR Dürrehilfe bereit

Heute hat die Europäische Kommission für die am stärksten von der Dürre in der bolivianischen Region Chaco betroffenen Bevölkerungsgruppen humanitäre Hilfe in Höhe von 1,5 Mio. EUR bereitgestellt. Diese Hilfe bezieht sich auf verschiedene Sektoren und umfasst auch Maßnahmen, mit denen die Anfälligkeit für künftige Dürren reduziert und die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerung gestärkt wird. Hierdurch soll mindestens 25 000 Menschen in den ländlichen Gebieten der betroffenen Region geholfen werden.

„Vorbereitung auf den Katastrophenfall und Katastrophenvorsorge müssen möglichst in alle Aktivitäten eingebunden werden, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber künftigen Bedrohungen zu verbessern,“ sagte Kommissarin Georgieva. „Die lokale Bevölkerung und die Gemeindeverwaltungen sollten zu einem ganzjährigen Dürremanagement ermutigt und hierbei unterstützt werden. Dürremanagement sollte nicht nur auf dem Höhepunkt einer Krise Thema sein. Uns ist allen klar, dass der Klimawandel künftig sicherlich ähnliche Krisen mit sich bringen wird, sofern nicht Gegenmaßnahmen getroffen werden. Daher müssen wir versuchen, möglichst zu vermeiden, dass sich solche Krisen wiederholen, und den Menschen helfen, ihr Leben zu verbessern, damit sie nicht nach jeder Krise wieder von Null anfangen müssen.“

Bei den von diesem Beschluss betroffenen humanitären und Wiederaufbaumaßnahmen zur Unterstützung von Subsistenzbauern und kleinen Viehhaltern handelt es sich vor allem um folgende:

  • Wasser: Wasserversorgung per Lkw, Wiederaufbau von Wasserauffangvorrichtungen, Wasserspeichereinrichtungen sowie Schulungen für die Bevölkerung und die Behörden im Bereich Wassermanagement;

  • Unterstützung für den Lebensunterhalt: Nahrungsmittelgutscheine, Verteilung von Saatgut, außerdem Rehabilitation von Böden und Verbesserung der Produktion und der Praktiken nach der Ernte sowie Verteilung von Vitaminen, Salzen und Wasser und tierärztliche Versorgung zur Vermeidung hoher Tierverluste;

  • Katastrophenvorsorge: Die Mittel sollen nicht nur die Anfälligkeit der betroffenen Bevölkerung verringern, sondern auch besondere Katastrophenvorsorgemaßnahmen zur Förderung von „Methoden zur nachhaltigen Dürrebewältigung“ unterstützen und inklusive Koordinierungsstrukturen stärken.

GD ECHO ist der Ansicht, es sollte nicht nur der Bedarf an humanitärer Hilfe gedeckt werden. In dieser kritischen Phase sollten vielmehr auch der Wiederaufbau und der Kapazitätsaufbau in der Bevölkerung und bei den Behörden unterstützt werden, um geeignetere Vorgehensweisen für die Bewältigung wiederholt auftretender Wassermängel zu entwickeln, damit humanitäre Folgen unter den schwächsten Bevölkerungsgruppen vermieden werden.

Hintergrund

Die bolivianische Region Chaco umfasst ein Gebiet von 150 000 km2, das in drei Departements aufgeteilt ist: Santa Cruz, Tarija und Chuquisaca. In diesem Gebiet wurden Rekordtemperaturen erreicht, und die niederschlagsfreien Perioden dauerten seit 2008 in drei aufeinanderfolgenden Jahren länger an als üblich. Die kumulierten Auswirkungen der Dürre haben in der Trockenzeit 2010 ihren kritischen Punkt erreicht und bedrohen nun ernsthaft die Bevölkerung, das Vieh und die Landwirtschaft, wodurch dringende humanitäre Bedürfnisse und ein Bedarf an Wiederaufbauleistungen entstehen.

Die aufgrund des humanitären Beschlusses finanzierten Projekte werden von ECHO-Partnern durchgeführt, die Erfahrung im bolivianischen Chaco haben und in dem betroffenen Gebiet eng mit lokalen Akteuren zusammenarbeiten. Die Kommission hat ohne die heutige Zuweisung seit 2008 mehr als 5 Mio. EUR für die Opfer der humanitären Krisen in Bolivien bereitgestellt. Die GD ECHO hat bereits früher in der Region Chaco sowohl Hilfsmaßnahmen (Katastrophe geringen Ausmaßes) als auch Projekte zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall (DIPECHO) durchgeführt.

Weitere Informationen über die humanitäre Hilfe der Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website