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Digitale Agenda: 10 erfolgreiche Jahre für GÉANT – ein von der EU gefördertes Hochgeschwindigkeits-Forschungsnetz

European Commission - IP/10/1448   29/10/2010

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IP/10/1448

Brüssel, 29. Oktober 2010

Digitale Agenda: 10 erfolgreiche Jahre für GÉANT – ein von der EU gefördertes Hochgeschwindigkeits-Forschungsnetz

Die Europäische Kommission feiert das zehnjährige Bestehen von GÉANT, das von der EU geförderte Hochgeschwindigkeits-Forschungsnetz. GÉANT hat es Forschern in Europa und in der ganzen Welt ermöglicht, in Echtzeit an bahnbrechenden Forschungsprojekten zusammenzuarbeiten. Über das Netz haben 40 Millionen Forscher in 40 europäischen Ländern Zugang zu einer für die gemeinsame Nutzung enormer Datenmengen unerlässlichen Verarbeitungsleistung. So können beispielsweise die kleinsten bekannten Teilchen mit dem Hadron-Beschleuniger in der Schweiz oder globale Herausforderungen, wie die Heilung von Epilepsie oder die Einrichtung eines Frühwarnsystems für Taifune, angegangen werden. Aufgrund seiner sich rasant weiterentwickelnden Technik, seiner Dienste und seiner Leistungsstärke ist GÉANT nach wie vor das modernste Forschungsnetz der Welt. Die Kommission hat sich im Rahmen der Digitalen Agenda für Europa (siehe IP/10/581, MEMO/10/199 und MEMO/10/200), verpflichtet, IKT-gestützte Infrastrukturen wie GÉANT auszubauen, so dass riesige Mengen digitaler Informationen zum Nutzen unserer Volkswirtschaften und unserer Gesellschaft insgesamt bewältigt werden können.

Neelie Kroes, für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin, meinte hierzu: „Die Kommission setzt sich für die weltweite Forschungszusammenarbeit ein, um die größten Herausforderungen, denen wir heute gegenüberstehen, in so unterschiedlichen Bereichen wie Medizin oder Klimawandel angehen zu können. Leistung und Umfang von GÉANT garantieren, dass Europa auch in Zukunft ein zentraler Knotenpunkt für Forschung und Bildung bleibt, der den hellsten Köpfen in der Welt optimale Infrastrukturen bietet.“

GÉANT ist ein 50 000 km langer europaweiter Datenhighway, der nationale Forschungs- und Bildungsnetze in ganz Europa miteinander verbindet. Dank eigener Hochgeschwindigkeitsinternetverbindungen von Punkt zu Punkt zwischen den Forschungszentren können 40 Millionen Nutzer in 40 Ländern in Echtzeit bei Forschungsprojekten zusammenarbeiten. Das GÉANT-Projekt bietet technologische Lösungen für die Kontrolle und Verwaltung des Netzes und die Bereitstellung von Diensten. Es ermöglicht den sicheren und nahtlosen Zugang zu Netzressourcen für die Nutzer, unabhängig davon, ob es sich um Einrichtungen, Projekte oder Forscher handelt.

GÉANT arbeitet weltweit mit vergleichbaren Netzen zusammen und kann lebenswichtige Klimadaten weiterleiten und so frühzeitige Wetterwarnungen, die Leben retten können, unterstützen. Mit Hilfe eigener Hochgeschwindigkeits­verbindungen ist GÉANT mit entfernten Radioteleskopen verbunden und liefert damit Forschern Echtzeitbilder des Sonnensystems. Durch die Bereitstellung der Infrastruktur für die Netzkommunikation ermöglicht GÉANT die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Medizinforschern und erleichtert damit die Entdeckung von Arzneimitteln und entscheidende Durchbrüche bei der Behandlung von Krankheiten. GÉANT kann Forscher zusammenbringen, die regionale Zusammenarbeit EU-weit voranbringen und die europäische Forschung insgesamt stärken.

GÉANT ist auch an 9 weitere regionale Forschungs- und Bildungsnetze angeschlossen und erreicht damit etwa 85 Millionen Nutzer weltweit.

Dank der Förderung durch die Europäische Kommission und die europäischen Forschungs- und Bildungsnetze konnte GÉANT im Jahr 2000 in weniger als einem Jahr aufgebaut werden. Das GÉANT-Netz nutzt heute 50 000 km Netzinfrastruktur, einschließlich 12 000 km Glasfaserkabel in ganz Europa. GÉANT hat seine Internetgeschwindigkeit in den letzten zehn Jahren von 155 Mbit pro Sekunde (Mbps) auf 10 Gigabits pro Sekunde (Gbps) gesteigert. Noch schnellere Kapazitäten von 50 Gbps wurden über Distanzen von bis zu 750 km erfolgreich getestet und 100 Gbps-Verbindungen sind in Planung.

Hintergrund

Heute verfügt GÉANT über Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Asien, zum Mittelmeerraum, nach Südafrika, Lateinamerika (IP/08/354) und zur Schwarzmeer­region (IP/09/407). Außerdem verbindet es Pakistan mit der weltweiten Forschungs­gemeinschaft (IP/08/1590) und die europäische Forschungs­gemeinschaft auf dem Gebiet der Kernfusion mit ihren Höchstleistungs­rechenzentren (IP/09/117).

GÉANT wird von DANTE (Delivery of Advanced Network Technology to Europe), einem Unternehmen ohne Erwerbszweck mit Sitz in Cambridge, verwaltet und betrieben und von der Trans-European Research and Education Networking Association (TERENA) unterstützt, in der nationale Forschungs- und Bildungsnetze der 27 EU-Mitgliedstaaten, Kroatiens, der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, Islands, Israels, Montenegros, Norwegens, Serbiens, der Schweiz und der Türkei vertreten sind. Assoziiert sind Weißrussland, die Republik Moldau, Russland und die Ukraine.

Die Europäische Kommission unterstützt GÉANT im Rahmen ihres Forschungsrahmenprogramms mit Mitteln in Höhe von 93 Mio. EUR für den Zeitraum 2009-2013.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

GÉANT-Website: www.geant.net


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