Navigation path

Left navigation

Additional tools

Wichtiger Auftrag für den Start Galileos 2014 vergeben

European Commission - IP/10/1382   26/10/2010

Other available languages: EN FR IT

IP/10/1382

Brüssel, den 26. Oktober 2010

Wichtiger Auftrag für den Start Galileos 2014 vergeben

Die Europäische Kommission hat heute die Vergabe des vierten von insgesamt sechs Aufträgen bekanntgegeben, die erforderlich sind, damit Europas globales Satellitennavigationssystem Galileo in Betrieb gehen kann. Der Auftrag wurde an die SpaceOpal GmbH – ein gemeinsames Unternehmen der deutschen DLR GfR und der italienischen Telespazio S.p.A – für den Betrieb der Infrastruktur im Weltraum und am Boden vergeben. Dadurch wurde ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Bereitstellung der ersten Dienste Galileos Anfang 2014 zurückgelegt.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte hierzu: „Der Start Galileos rückt näher. Europa wird sein eigenes, unabhängiges, hochpräzises und zuverlässiges Satellitennavigationssystem besitzen. Wir sind fest entschlossen, Galileo einzuführen. Für Unternehmen und Bürger wird die Satellitennavigation immer wichtiger, und so wird Galileo eine bedeutende Rolle in unserem Alltag spielen. Die Auftragsvergabe an das deutsch-italienische Unternehmen SpaceOpal macht deutlich, was auf europäischer Ebene mit erheblichem Nutzen für die Wirtschaft und ihre Partner erreicht werden kann.“

Der Auftrag mit einem Volumen von 194 Mio. EUR wurde von der Europäischen Weltraumorganisation über eine Übertragungsvereinbarung im Namen der Europäischen Kommission an die SpaceOpal GmbH vergeben. Er umfasst industrielle Dienstleistungen, die zur Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation beim Betrieb der Satelliten und der Bodeninfrastruktur erforderlich sind.

Die SpaceOpal GmbH ist ein Joint Venture der deutschen Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (DLR GfR) und der italienischen Telespazio S.p.A. Weitere Mitglieder des SpaceOpal-Teams stammen aus verschiedenen EU-Staaten.

Die Aufträge zur Bereitstellung Galileos werden in sechs Teilen vergeben: Im Januar 2010 wurden die ersten drei Aufträge für Systemunterstützung, Satelliten und Startdienstleistungen vergeben (siehe IP/10/7). Die letzten beiden Aufträge – für die Bodenmissionsinfrastruktur und das Bodenkontrollsystem – werden Anfang 2011 vergeben.

Galileo-Dienste

Die Inbetriebnahme Galileos ist für 2014 mit zunächst drei Diensten vorgesehen: dem kostenlosen offenen Dienst, dem öffentlichen regulierten Dienst (IP/10/1301) und dem Such- und Rettungsdienst.

Hintergrund – Deshalb braucht Europa Galileo

Galileo garantiert die Unabhängigkeit Europas in der Satellitennavigation, einem Bereich, der für Wirtschaft und Wohlstand entscheidende Bedeutung erlangt hat. Ferner trägt es zur Entwicklung des europäischen Know-hows in den Bereichen Raumfahrt sowie Empfänger- und Anwendungstechnologien bei und sichert auf diese Weise wirtschaftliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die Kombination von Galileo- und GPS-Signalen in Empfängern mit zwei Signalfrequenzen wird neue Anwendungen ermöglichen, für die eine größere Präzision erforderlich ist, als sie derzeit mit GPS allein möglich ist.

Galileo dürfte der europäischen Wirtschaft über einen Zeitraum von etwa zwölf Jahren durch Mehreinnahmen in der Industrie und in den öffentlichen Haushalten ein Plus von 90 Mrd. EUR einbringen. Der mit der Unabhängigkeit verbundene Nutzen ist dabei noch nicht berücksichtigt (IP/10/728).

Bemerkenswert ist, dass nicht nur die USA ihr eigenes globales Satellitennavigationssystem (GPS) errichtet haben; auch Russland, Japan, Indien und China entwickeln ihre globalen und regionalen Systeme.

Weitere Informationen über Galileo:

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/satnav/index_de.htm .


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website