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Umwelt: Vitoria-Gasteiz und Nantes neue „Grüne Hauptstädte Europas”

European Commission - IP/10/1366   22/10/2010

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IP/10/1366

Brüssel, den 22. Oktober 2010

Umwelt: Vitoria-Gasteiz und Nantes neue „Grüne Hauptstädte Europas”

Die spanische Regionalhauptstadt Vitoria-Gasteiz und die französische Stadt Nantes wurden für 2012 bzw. 2013 zu den Preisträgern der Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas" ernannt. Diese Auszeichnung der Europäischen Kommission soll ein Anreiz für die Städte werden, durch die systematische Einbeziehung der Umwelt in die Stadtplanung die Lebensqualität in den Städten zu verbessern. Die Auszeichnungen wurden gestern Abend auf einer Veranstaltung in Stockholm, der „Grünen Hauptstadt Europas“ von 2010, von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik überreicht.

Hierzu erklärte Kommissar Potočnik: „Ich gratuliere Vitoria-Gasteiz und Nantes – wie auch allen anderen Städten – zu der Arbeit, die sie geleistet haben, um die Umwelt und die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern. Die Städte sind die Orte, an denen die meisten EU-Bürger die Umweltpolitik in der Praxis erleben können. Viele haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt” präsentiert Beispiele von Engagement und Innovation in den Städten, durch die sie selbst und andere auch in Zukunft noch lange erfolgreich sein können."

Mercedes Bresso, Vorsitzende des Ausschusses der Regionen, ergänzte:Die grünen Hauptstädte Europas sind das Aushängeschild der kommunalen Entscheidungsträger und Bürger, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität in den Städten einsetzen. Die „grüne“ Umgestaltung unserer Städte löst weltweit nachhaltiges Wachstum aus, deshalb sollten die Mobilisierung der Bürger und der Aufbau von Partnerschaften zu „grünen Städten” auf anderen Kontinenten für uns im Mittelpunkt stehen.  Nachdem vor kurzem ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen dem Ausschuss der Regionen und der Conference of Mayors in den USA unterzeichnet wurde,  freue ich mich, dass die Bürgermeister in den USA ihre europäischen Kollegen an den Erfolgen im Umweltschutz teilhaben lassen und erste Initiativen zum Aufbau gemeinsamer Projekte ergreifen.“

Vitoria-Gasteiz – Preisträger 2012

In Vitoria-Gasteiz, einer regionalen Hauptstadt in Nordspanien, wurde ein traditionell städtisches Gebiet mit großem Erfolg begrünt. Dieser „grüne Gürtel", ein teilweise bereits natürlich vorhandenes und teilweise durch Sanierung verwahrloster Flächen entstandenes Grüngebiet, bildet einen Ring um die Innenstadt, so dass für jeden der beinahe 250 000 Stadtbewohner offene Grünflächen höchstens 300 m entfernt sind. Außerdem gibt es zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung und Verbesserung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen. Flora und Fauna werden überwacht, und die Zersplitterung von Lebensräumen wird nach Möglichkeit wieder rückgängig gemacht.

Vitoria-Gasteiz arbeitet auch erfolgreich an der Überwindung der Wasserknappheit und hat ihren Wasserverbrauch in den letzten zehn Jahren ständig gedrosselt. Es wurde viel in die Wasserversorgung investiert, um das Angebot und die Qualität des Wassers zu verbessern, Verluste zu verringern und auf einen nachhaltigen Verbrauch hinzuwirken. Vitoria-Gasteiz verfolgt das ehrgeizige Ziel, den täglichen Wasserverbrauch der Haushalte auf unter 100 l pro Person zu senken.

Nantes – Preisträger 2013

Nantes, mit einer Bevölkerung von 285 000 Personen die sechstgrößte Stadt Frankreichs, hat erfolgreich Grün- und Wasserflächen miteinander verbunden und dabei Probleme der Stadt, die an zwei großen Flüssen (Loire und Erdre) liegt, im Rahmen eines Programms zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung gelöst. Am Stadtrand befinden sich mehrere Natura-2000-Gebiete sowie andere Naturschutzgebiete, und die Erhaltung der Flora und Fauna ist für die Stadtbewohner ein wichtiges Anliegen.

Nantes betreibt seit längerem eine umfassende und nachhaltige Verkehrspolitik mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Nahverkehr und dem Fahrrad und war die erste französische Stadt, die erfolgreich elektrische Straßenbahnen wieder eingeführt hat. Durch die ehrgeizige Verkehrspolitik wurde die Luftverschmutzung reduziert, und ein neues Klimaschutzprogramm hat zum Ziel, die CO2-Emissionen bis 2020 um ein Viertel zu senken. Als neuartige Initiative zum Gesundheitsschutz der Bürger wurde außerdem ein Bewertungssystem für Allergierisiken in Form eines experimentellen Gartens zur Überwachung des Pollenflugs eingeführt.

Die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“

Die jährlich vergebene Auszeichnung ist eine neue Initiative und wird Städten verliehen, die beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle spielen. Für die Auszeichnung sind elf Umweltindikatoren maßgeblich. Geprüft wird u. a., ob die Städte hohen Umweltstandards genügen, ob sie sich laufend ehrgeizige Ziele zur weiteren Verbesserung der Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung setzen und inwiefern sie als Vorbild für andere Städte dienen und zur Anwendung bewährter Verfahren in anderen europäischen Städten beitragen können.

Stockholm und Hamburg waren die ersten Preisträger; Stockholm hat die Auszeichnung 2010 und Hamburg 2011 erhalten. Für 2012 und 2013 haben sich 17 Städte beworben, davon kamen sechs in die engere Wahl: Barcelona, Malmö, Nantes, Nürnberg, Reykjavik und Vitoria-Gastreiz.

Der Ausschuss, der die Sieger ermittelt, setzt sich zusammen aus Vertretern folgender Organisationen: Europäische Kommission, Europäische Umweltagentur, ICLEI (Internationaler Rat für Lokale Umweltinitiativen), European Federation for Transport and Environment (T&E, Europäischer Verband für Transport und Umwelt), Konvent der Bürgermeister/innen, Europäisches Umweltbüro und Ausschuss der Regionen.

Näheres zu der Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas” unter

www.europeangreencapital.eu


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