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Kommission fordert EU-weites Verbot von Mephedron

European Commission - IP/10/1355   20/10/2010

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IP/10/1355

Brüssel, 20. Oktober 2010

Kommission fordert EU-weites Verbot von Mephedron

Die Europäische Kommission hat heute ein Verbot der gefährlichen Ecstasy-ähnlichen, aber in 12 EU-Ländern noch immer legalen Droge Mephedron gefordert. Sie rief die EU-Mitgliedstaaten auf, Kontrollmaßnahmen einzuführen, um der ungehinderten Verbreitung von Mephedron in Europa ein Ende zu setzen. Mephedron ist bereits in 15 EU-Ländern verboten. Die Droge wird mit mindestens 37 Todesfällen allein im Vereinigten Königreich und in Irland in Verbindung gebracht.

Mephedron ist ein gefährliches Rauschgift, das im Internet und an der Straßenecke erhältlich ist. Durch seinen Konsum sind bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen. Daher fordere ich die Regierungen auf, Mephedron schnellstmöglich kontrollpflichtig zu machen und zu verbieten," sagte Viviane Reding, Vizepräsidentin und für den Justizbereich zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, „Wir sind dafür verantwortlich, dass junge Menschen vor gefährlichen neuen psychoaktiven Substanzen wie Mephedron geschützt werden."

In der EU wurden bereits zwei Todesfälle gemeldet, bei denen Mephedron offenbar die alleinige Todesursache war. Darüber hinaus wurde allein im Vereinigten Königreich und in Irland bei mindestens 37 weiteren Todesfällen Mephedron in Autopsieproben nachgewiesen.

Der heute von der Kommission unterbreitete Vorschlag stellt auf ein EU-weites Verbot der Herstellung und des Verkaufs von Mephedron und die Einführung entsprechender strafrechtlicher Sanktionen in der gesamten EU ab.

Die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten müssen nun mit qualifizierter Mehrheit im Rat darüber abstimmen, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen rechtswirksam werden.

Mephedron ist ein Stimulans mit ähnlichen Wirkungen wie Ecstasy (MDMA) oder Kokain. Es wird meist in Puderform, aber auch in Kapseln oder Tabletten angeboten und über das Internet, in „Head Shops“ oder von Straßenhändlern verkauft.

Eine von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Lissabon) durchgeführte wissenschaftliche Risikobewertung hat ergeben, dass Mephedron schwere gesundheitliche Probleme verursachen und abhängig machen kann, und EU-weit wurden bereits mehrere Todesfälle gemeldet, die mit dem Konsum von Mephedron in Verbindung gebracht werden.

Mephedron besitzt keinen nachgewiesenen medizinischen oder sonstigen legitimen Nutzen und unterliegt bereits in 15 EU-Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden und Vereinigtes Königreich) Kontrollen.

Hintergrund

Dieser Beschluss der Kommission erfolgt im Anschluss an eine Risikobewertung und Kontrolle bei neuen psychoaktiven Substanzen gemäß dem einschlägigen Beschluss des Rates vom 10. Mai 2005 (2005/387/JI). Der Rat hatte am 26. Mai 2010 um die Risikobewertung ersucht.

Weitere Informationen

Presseraum der Generaldirektion Justiz:

http://ec.europa.eu/justice/news/intro/news_intro_en.htm

Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin und Mitglied der Kommission, zuständig für das Ressort Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_en.htm


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