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IP/10/1343

Brüssel, 15. Oktober 2010

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von RBS-Filialen durch Banco Santander

Die Europäische Kommission hat nach der Fusionskontrollverordnung den Erwerb der im Retail- und KMU-Sektor tätigen Niederlassungen der britischen RBS durch die spanische Banco Santander genehmigt. Nach Auffassung der Kommission wird der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben durch die Übernahme nicht beeinträchtigt.

Die Transaktion betrifft den Kauf der Niederlassungen der Royal Bank of Scotland Group plc in England und Wales, welche im Retail- und KMU-Sektor tätig sind, ferner die Übernahme der schottischen NatWest-Niederlassungen für das Retail- und KMU-Geschäft sowie das Geschäft mit bestimmten Mittelstandskunden im Vereinigten Königreich; insgesamt sind rund 300 Filialen und 40 KMU- und Geschäftskundenzentren betroffen. Die Veräußerung ist Teil der im Rahmen des Beihilfekontrollverfahrens festgelegten Bedingungen (siehe IP/09/1915), mit denen die RBS einen Beitrag zu den Kosten ihrer Restrukturierung leistet und die aus der staatlichen Unterstützung resultierenden Wettbewerbsverzerrungen ausgleicht. Die RBS hat unter anderem zwei staatliche Rekapitalisierungen im Gesamtumfang von mehr als 45 Mrd. GBP und eine Entlastungsmaßnahme für ihr großes Portfolio wertgeminderter Vermögenswerte erhalten.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die Übernahme durch Santander keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, insbesondere weil die Bank derzeit nur einen relativ geringen Anteil am Geschäftskundenmarkt im Vereinigten Königreich hat und die sich aus der Übernahme ergebenden Überschneidungen begrenzt sind.

Der Genehmigungsbeschluss berührt nicht die Verpflichtungen der Royal Bank of Scotland im Rahmen des Beihilfeverfahrens.

Außerdem hat die Kommission in dieser Woche die Veräußerung der auf Händler ausgerichteten Zahlungsdienstleistungs-Sparte der RBS an die Kapitalbeteiligungsgesellschaften Advent International und Bain Capital genehmigt (siehe IP/10/1336).

Das Übernahmevorhaben wurde am 10. September 2010 gemäß den EU-Fusionskontrollvorschriften bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5948

+32 229 51925


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