Navigation path

Left navigation

Additional tools

Kommission: Mehr Hochschulen sollen Übersetzungsstudiengänge anbieten

European Commission - IP/10/1314   12/10/2010

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

IP/10/1314

Brüssel, 12. Oktober 2010

Kommission: Mehr Hochschulen sollen Übersetzungsstudiengänge anbieten

Die Europäische Kommission setzt sich verstärkt dafür ein, dass mehr europäische Hochschulen Studiengänge hoher Qualität für Studierende anbieten, die den Übersetzerberuf anstreben. In diesem Zusammenhang erweitert die Kommission ihr Hochschulnetz „Europäischer Master Übersetzen“ (EMT), das im letzten Jahr eingerichtet wurde, weil auf dem Arbeitsmarkt immer mehr qualifizierte Übersetzer gesucht werden. EMT steht nicht nur für ein Netz, sondern ist auch ein anerkanntes Gütezeichen. Bisher haben sich 34 europäische Hochschulen erfolgreich um eine Aufnahme in dieses Netz beworben (siehe Link). Hochschulen, die das EMT-Label verwenden wollen, lassen ihr Studienangebot von Übersetzungs-sachverständigen prüfen, die zum größten Teil Mitglieder des bestehenden Netzes sind. Am 11.‑13. Oktober veranstaltet das EMT-Netz seine Jahreskonferenz in Brüssel.

In vielen Ländern kann jeder als Übersetzer arbeiten, ohne dass seine berufliche Kompetenz gewährleistet ist. Langfristig soll mit dem EMT-Projekt das Niveau der Übersetzerausbildung angehoben werden. Ein Studiengang, der das EMT‑Gütezeichen trägt, gilt als einer der besten auf diesem Gebiet", erklärte Androulla Vassiliou, die EU‑Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

Die Kommission hat das EMT-Projekt hauptsächlich aus zwei Gründen entwickelt: wegen einer weltweit rasch ansteigenden Nachfrage nach qualifizierten Sprachdienstleistungen und wegen der Verdopplung der Zahl der EU‑Amtssprachen von 11 auf 23 zwischen 2004 und 2007.

Weltweit steigt die Nachfrage nach Übersetzungsdienstleistungen rapide an. Laut einer Studie1 über die Sprachenindustrie in der Europäischen Union aus dem Jahr 2009 soll der derzeitige Umsatz in den kommenden Jahren um mindestens 10 % pro Jahr steigen. Es wird erwartet, dass der Wert dieses Wirtschaftszweigs bis 2015 fast 20 Milliarden EUR ausmachen wird.

Zur Sprachenindustrie gehören Übersetzung, Dolmetschen, Untertitelung, Synchronisierung und „Lokalisierung“ (d. h. die Anpassung von Übersetzungen an spezifische lokale Gegebenheiten). Die Fähigkeiten, die ein Übersetzer auf dem modernen Arbeitsmarkt benötigt, gehen zunehmend über reine Sprachkenntnisse hinaus. Wie im EMT-Projekt dargelegt, erfordert der Übersetzerberuf auch Kenntnisse in Unternehmensführung, Projektmanagement und Verhandlungstechniken. An vielen Hochschulen werden Studierenden der Übersetzungswissenschaft jetzt auch Managementkenntnisse vermittelt.

Derzeit bieten fast 250 Universitäten und andere Hochschulen in der Europäischen Union Studiengänge für angehende Übersetzer an.

Die Generaldirektion Übersetzung der Kommission leistet dem EMT-Netz verwaltungstechnische Unterstützung und dient als Schaltstelle für den Informationsaustausch und den Know-how-Transfer. Die Kommission stellt 2010 etwa 300 000 EUR für die Kosten der verwaltungstechnischen Unterstützung und der Jahreskonferenz des Netzes bereit. Sie leistet hingegen keine direkte finanzielle Unterstützung für die Studiengänge oder die Studierenden.

Weitere Informationen:

Hochschulen im EMT-Netz:

http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/network/index_de.htm

Aufforderung zur Bewerbung um die Aufnahme in das EMT-Netz:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/joinus/emt_network_join_de.htm

Das Projekt „Europäischer Master Übersetzen“:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/index_de.htm

Generaldirektion Übersetzung: http://ec.europa.eu/dgs/translation/

Kontaktpersonen:

Dennis Abbott – Tel. + 32 229-59258

Dina Avraam - Tel. + 32 229-59667

1 :

Studie der Kommission über die Sprachenindustrie in der EU http://ec.europa.eu/dgs/translation/publications/studies/index_en.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website