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IP/10/1291

Brüssel, 6. Oktober 2010

Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags: Europäische Union und Kamerun garantieren gemeinsam legalen Ursprung von Holzprodukten

Die Europäische Union hat heute ein freiwilliges Partnerschaftsabkommen mit Kamerun unterzeichnet, dem Land, aus dem der Löwenanteil ihrer Holzprodukteinfuhren aus Afrika stammt. Ab Juli 2012 müssen alle Holzlieferungen aus Kamerun in die EU mit einer Genehmigung versehen sein, die den legalen Ursprung des Holzes bescheinigt. Das Abkommen belegt das starke Engagement beider Seiten für die Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und untermauert die derzeitigen Reformen Kameruns, die auf eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Waldressourcen und eine nachhaltige Entwicklung abzielen. Die europäischen Verbraucher ihrerseits werden sich darauf verlassen können, dass aus Kamerun eingeführte Holzprodukte, wie Möbel, legalen Ursprungs sind.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Dieses Abkommen bringt uns in unserem Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag ein großes Stück weiter und wird zur Entwicklung der Wirtschaft und zur Armutsminderung in Kamerun beitragen. Gleichzeitig entspricht das Abkommen den wachsenden Erwartungen der Europäer an die Legalitätsgarantie für Holzprodukte. Die europäischen Verbraucher werden von dem Abkommen profitieren, denn es stellt sicher, dass sie beim Kauf von Holzprodukten aus Kamerun legale Erzeugnisse erwerben.“

Die Verhandlungen über das Abkommen zwischen Kamerun und der EU wurden 2007 aufgenommen. Vertreter der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft leisteten dazu einen aktiven Beitrag. Kamerun hat bereits mit der Entwicklung eines Rückverfolgbarkeitssystems für Holz begonnen.

Der illegale Holzeinschlag hat verheerende Auswirkungen auf die Wälder der Erde und die Menschen, deren Existenzgrundlage sie bilden. Das Vorgehen der Europäischen Union zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags ist in ihrem Aktionsplan „Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor“ aus dem Jahr 2003 dargelegt. Eckstein dieser Politik sind die freiwilligen Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Holz ausführenden Ländern.

Kamerun gehört zu den wichtigsten Holzausfuhrländern des Kongo-Beckens, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebiets der Welt. 80 % des kamerunischen Holzes wird in die EU exportiert.

Kamerun, das von allen afrikanischen Ländern am meisten tropisches Hartholz nach Europa ausführt, will ein System zur Gewährleistung der Legalität der Holzproduktion einrichten. Es soll für alle Hölzer und Holzprodukte gelten, die in der EU, aber auch auf dem heimischen Markt und auf Nicht-EU-Märkten verkauft werden. Die Europäische Union wird Kamerun im Gegenzug unbeschränkten Zugang aller von dort kommenden Holzprodukte, deren Legalität bescheinigt wurde, zu ihrem gesamten Markt garantieren. Die systematischen Kontrollen werden es Kamerun auch ermöglichen, die illegale Abholzung und die Umweltzerstörung zu stoppen, die zum Klimawandel beitragen.

Für Kamerun wurde das Abkommen von Elvis Ngolle Ngolle unterzeichnet, dem für Wälder und wild lebende Tiere und Pflanzen zuständigen kamerunischen Minister. Es ist das dritte einer Reihe bilateraler Abkommen zwischen der EU und Holz erzeugenden Ländern (in diesem Jahr wurde bereits ein Abkommen mit der Republik Kongo und 2009 eines mit Ghana unterzeichnet).

Information für die Presse:

Im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung des Abkommens am Mittwoch, den 6. Oktober 2010, findet eine Pressekonferenz statt. Einzelheiten erfahren die Journalisten in einer separaten Mitteilung.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen über die Initiative „Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor“ sind auf der Website der GD Entwicklung zu finden.

Siehe auch MEMO/10/474

Website von Kommissar Piebalgs


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