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IP/10/1278

Brüssel, 1. Oktober 2010

Pakistan: Kommissarin Georgieva kündigt Verdoppelung der Soforthilfe für Flutopfer an

Da immer noch Millionen Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, kündigt Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion an, dass die Europäische Kommission die Soforthilfe für Pakistan mehr als verdoppeln und insgesamt 150 Mio. EUR bereitstellen wird. Insgesamt leistet die Europäische Union – Kommission und Mitgliedstaaten zusammengenommen – für die Flutopfer Soforthilfe in Höhe von 320 Mio. EUR. Auf der Tagung der Gruppe „Freunde eines demokratischen Pakistans“, die am 14. und 15. Oktober von der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Ashton ausgerichtet wird, soll zudem ein noch umfassenderes Paket erörtert werden.

Die beispiellose Flutkatastrophe in Pakistan betrifft weite Teile des Landes. Mehr als 20 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen und mehr als 12,4 Millionen Menschen sind noch immer dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Kommissarin Georgieva erklärte: „Angesichts des Ausmaßes dieser Krise und des Leidens von Millionen von Menschen muss die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für die Opfer dieses Unglücks massiv aufstocken. Nur so kann noch mehr Leiden vermieden werden. Meine Experten vor Ort bestätigen, dass der Spendenaufruf der Vereinten Nationen zur Bereitstellung von 2 Milliarden USD den enormen Hilfsbedarf der pakistanischen Bevölkerung widerspiegelt. Dies gilt besonders für die südliche Provinz Sindh, aus der weiterhin neue Überschwemmungen gemeldet werden.“

Diese Katastrophe kommt zu einer komplexen Notlage hinzu, in der die Kommission seit 2008 Hilfe leistet. Diese hatte sich 2009 verschärft, als rund 3 Millionen Menschen in den Nordprovinzen und in den unter Bundesverwaltung stehenden Stammesgebieten (FATA) vertrieben wurden. Die Kommissarin fügte hinzu: „Tragischerweise lebten viele dieser Binnenvertriebenen bereits unter extrem schwierigen Umständen und erfahren nun durch die Überschwemmungen weiteres Leid. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Hilfe an Pakistan auch deren dringenden Bedürfnissen Rechnung trägt.“

Hintergrund

Seit dem 31. Juli hat die Europäische Kommission für die Flutopfer in Pakistan 70 Millionen EUR für humanitäre Hilfe bewilligt (siehe IP/10/1018, IP/10/1048 und IP/10/1056).

Die von der Kommission finanzierten humanitären Projekte werden von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen, UN-Sonderorganisationen und dem Roten Halbmond durchgeführt. Zu den Maßnahmen zählen Gesundheitsversorgung, Trinkwasser- und Sanitärversorgung, die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, (Not‑)Unterkünften, sonstigen Hilfsgütern (Decken, Plastikplanen, Hygiene-Kits, Kochsets usw.), psychologische Betreuung und Schutzmaßnahmen.

Die EU-Mitgliedstaaten haben bereits insgesamt 170 Mio. EUR bereitgestellt, davon 11 Millionen EUR in Form von Sachleistungen. Nach dem neuen UN-Apell vom 17. September, in dem die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen wurde, 2 Milliarden USD für humanitäre Hilfe und den raschen Wiederaufbau in Pakistan zur Verfügung zu stellen, wurden weitere Mittel zugesagt.

Auf ein Hilfeersuchen der pakistanischen Regierung wurde am 6. August das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert. Das Beobachtungs- und Informationszentrum von ECHO steht in Verbindung mit den 31 an dem Verfahren beteiligten Ländern, von denen mehrere für Pakistan Hilfe in Form von Sachleistungen bereitstellen (z. B. Wasseraufbereitungsanlagen, medizinische Notversorgungskits, Zelte, Stromgeneratoren).

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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