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Europäisches Tourismusforum vereinbart Förderung der Kulturwege in der EU

European Commission - IP/10/1177   27/09/2010

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IP/10/1177

Brüssel, 27. September 2010

Europäisches Tourismusforum vereinbart Förderung der Kulturwege in der EU

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, die Mitgliedstaaten und der Europarat wollen gemeinsam die Kulturwege stärker fördern. Darauf haben sich heute die wichtigsten Akteure der europäischen Tourismusbranche in Brüssel verständigt, wo die Kommission anlässlich des Welttourismustags das Europäische Tourismusforum veranstaltet. Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 gehört es zu den Aufgaben der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Tourismusindustrie sowie deren nachhaltige Entwicklung und Qualitätsorientierung zu stärken und die Wahrnehmung Europas als einzigartiges Reiseziel zu fördern.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte: „Wir müssen dafür sorgen, dass die europäische Tourismusindustrie auch künftig mit ihren innovativen Lösungen ganz vorn liegt. Die Kulturwege führen zu einer weiteren Diversifizierung des europäischen Tourismusangebots. Dieses Konzept kommt dem zunehmenden Wunsch der Touristen entgegen, neue Reiseziele zu entdecken und andere Kulturen kennenzulernen. Die Kommission kann – im Einklang mit dem neuen Vertrag von Lissabon – hier entscheidend zur Koordinierung der nationalen Politikmaßnahmen beitragen und ihre Wirksamkeit erhöhen.“

„Die Kulturwege machen die europäischen Grundprinzipien konkret erlebbar: Menschenrechte, kulturelle Demokratie, kulturelle Vielfalt und Identität Europas, Dialog, Austausch und gegenseitige Bereicherung über Grenzen und über die Jahrhunderte hinweg“, ergänzte Androulla Vassiliou, die für Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissarin.

Die Kulturwege Europas sind ein wahrhaft authentisches pan-europäisches touristisches Angebot. Diese Kulturrouten, die im Mittelpunkt des diesjährigen Europäischen Tourismusforums stehen, lassen sich weiter zu einem umfassenden Paket ausbauen, das der Wirtschaft und den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen zugutekommt. Auch könnten dadurch die auf wenige Ziele konzentrierten Touristenströme entzerrt werden; indem ein neues Tourismusmodell geschaffen und die europäische Bürgerschaft durch Vermittlung unseres gemeinsamen Kulturerbes gestärkt wird, könnte ferner der Saisonabhängigkeit der Nachfrage entgegengewirkt werden. Beispiele für solche Kulturwege sind u. a. die Route „Eiserner Vorhang“, die Route der Phönizier, die Route des Olivenbaumes und die Via Francigena (Frankenweg) (eine Übersicht über die genannten Kulturwege ist im Memo/10/446 zu finden).

Am heutigen Forum beteiligen sich zahlreiche Abgeordnete des Europäischen Parlaments, der belgische Ratsvorsitz, die Fremdenverkehrsminister mehrerer Mitgliedstaaten sowie Vertreter verschiedener europäischer Regionalbehörden und der Europäischen Kommission, die damit ihre Bereitschaft bekunden, am Ausbau und an der Vermarktung der Kulturwege mitzuwirken.

Die Europäische Union kann zur Diversifizierung der Reiseangebote beitragen und die innereuropäischen Touristenströme stärken, indem sie die Themenpalette der Tourismusprodukte auf europäischer Ebene erweitert.

Am Rande des Forums vermittelte Vizepräsident Tajani zwischen einigen EU-Mitgliedstaaten, die in der Folge zwei Absichtserklärungen über gemeinsame Tourismusinitiativen unterzeichneten:

  • Italien und Frankreich unterzeichneten eine Absichtserklärung, mit der sie sich zur Ausarbeitung einer gemeinsamen langfristigen Strategie zum Schutz und zur Förderung der Kulturwege verpflichtet haben; das Vereinigte Königreich und die Schweiz werden es ihnen möglicherweise bald gleichtun; als erstes soll die Via Francigena, der alte Pilgerweg von Canterbury nach Rom, beworben werden.

  • Spanien, Italien und Frankreich einigten sich auf das Logo „European Passion“, um ihr Tourismusangebot auf den Märkten der BRIC-Staaten gemeinsam zu vermarkten.

Weitere Informationen zu den Kulturwegen:

MEMO/10/446

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/index_de.htm

http://www.coe.int/t/dc/files/events/itineraires/default_DE.asp


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