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eine innovative Pharmaindustrie, die den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird

European Commission - IP/10/1170   24/09/2010

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IP/10/1170

Brüssel, 24. September 2010

eine innovative Pharmaindustrie, die den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird

Vizepräsident Antonio Tajani kündigte anlässlich der heutigen Ministerkonferenz des belgischen Ratsvorsitzes „Innovation und Solidarität auf pharmazeutischem Gebiet“ den Beginn eines Prozesses der Reflexion und des Austausches über die Verantwortung der Unternehmen im pharmazeutischen Sektor an. Hierbei werden drei Plattformen unterschieden: 1) Ethik und Transparenz, 2) Zugang zu Arzneimitteln in Afrika und 3) Zugang zu Arzneimitteln in Europa. Im Rahmen des Prozesses soll eine Auseinandersetzung mit der großen Problematik des Zugangs zu Arzneimitteln in Europa und Afrika unter dem Blickwinkel der Preise und der Kostenerstattung stattfinden, denn es existieren zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsame und innovative Maßnahmen im Zusammenhang mit diesen Fragen. Außerdem werden – zum ersten Mal auf europäischer Ebene – Fragen der Ethik und der Transparenz des Pharmasektors zur Sprache kommen.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmertum, äußerte sich hierzu folgendermaßen: „Der sozialen Verantwortung der Unternehmen kommt in meinen Augen außerordentlich große Bedeutung zu. Auf pharmazeutischem Gebiet ist sie umso wichtiger, als diese Unternehmen von Natur aus mit dem Allgemeinwohl verbunden sind. Freilich unterliegen auch sie den Marktzwängen. Ich glaube, es ist an der Zeit, in diesem Sektor einen besonderen Reflexionsprozess auf europäischer Ebene anzustoßen, um die wirtschaftlichen Erfordernisse mit den Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.“

Angesichts des Beitrags, den die Pharmaindustrie für die Bürger leisten kann, muss sichergestellt sein, dass ihre Strategien den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen und dass alle Partner bereit sind, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Der Reflexionsprozess soll eine Dynamik zwischen den Behörden der Mitgliedstaaten, der Industrie und anderen interessierten Parteien des öffentlichen Sektors sowie der Zivilgesellschaft in Gang bringen.

Die Pharmaindustrie leistet auch einen bedeutenden Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Beschäftigung in Europa. In der Europäischen Union sind in dieser Branche über 4 500 Unternehmen mit über 600 000 Beschäftigten tätig, die Arzneimittel im Wert von etwa 190 Mrd. EUR produzieren.

Der Prozess gliedert sich in drei verschiedene Plattformen: 1) Ethik und Transparenz, 2) Zugang zu Arzneimitteln in Afrika und 3) Zugang zu Arzneimitteln in Europa:

  • Ziel der Plattform zu Ethik und Transparenz sind der Informationsaustausch und die Herausbildung eines gemeinsamen Nenners bei bewährten Verfahren.

  • Im Rahmen der Plattform zum Zugang zu Arzneimitteln in Afrika soll über den diesbezüglichen Beitrag der europäischen Unternehmen, den zusätzlichen Nutzen, den sie bringen, sowie die Herausforderungen, vor denen sie stehen, nachgedacht werden. Natürlich sollen hierbei die bereits von anderen Kommissionsdienststellen oder internationalen Organisationen geleisteten Arbeiten nicht erneut durchgeführt werden.

  • Die Plattform zum Zugang zu Arzneimitteln in Europa soll sich der Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten und interessierten Parteien widmen, um zu erforschen, durch welche anderen Vorkehrungen als Rechtsvorschriften dafür gesorgt wird, dass nach der Zulassung von Arzneimitteln ein gleichberechtigter und rechtzeitiger Zugang zu ihnen besteht. Diese Plattform wird eine Reihe konkreter und innovativer Initiativen umfassen, welche insbesondere den Zugang zu neuartigen Behandlungen nach ihrer Zulassung erleichtern oder zur Herausbildung eines verantwortungsvollen Umfeldes für den Zugang zu Arzneimitteln beitragen sollen. Die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Preis und der Kostenerstattung für Arzneimittel erfolgen unter voller Beachtung des Subsidiaritätsprinzips.

Nähere Informationen finden sich auf folgender Website:

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/healthcare/index_de.htm


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