Navigation path

Left navigation

Additional tools

IP/10/1169

Brüssel, 24. September 2010

Europäische Forschernacht: Science-Fiction zum Anfassen

Beam mich hoch, Scotty! Mit mehr als 200 Veranstaltungen in der gesamten Europäischen Union wird heute im sechsten Jahr in Folge die „Europäische Forschernacht“ begangen, mit der für Berufe in Wissenschaft und Forschung geworben werden soll. Mehr als 500 000 Besucher werden zu den Veranstaltungen erwartet; geplant sind u. a. eine Disco in einem virtuellen Ökosystem, eine Vorführung mit im Labor erzeugtem Kunstlicht und die Beschäftigung mit Machbarkeit und Fiktion von Teleportation und Unsichtbarkeit. Für die Fans von Star Trek und Harry Potter könnte es eine Überraschung geben: Dass ihre Helden sich unsichtbar machen können, ist vielleicht doch nicht bloße Fantasie.

Das für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissions­mitglied Androulla Vassiliou sagte dazu: „Bei der Europäischen Forschernacht haben Hunderte von brillanten europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten und Innovationen zu zeigen. Nur wenn wir die Forschung fördern und mehr junge Europäerinnen und Europäer für einen wissenschaftlichen Beruf interessieren, wird es gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der EU in der globalisierten Welt zu erhalten und das in Europa dringend benötigte nachhaltige Wachstum mit den entsprechenden Arbeitsplätzen zu schaffen.“

Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn, zuständig für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte: „Die Europäischen Forschernächte bieten allen die Gelegenheit, Forscherinnen und Forscher dabei zu erleben, wie sie ihre Inspiration und ihre Fantasie einbringen, um in ganz unterschiedlichen Bereichen – von der Mode bis zur Gerichtsmedizin – für Fortschritte zu sorgen. Sehr viel deutlicher als politische Reden zeigen solche Veranstaltungen, dass Wissenschaft wichtig ist, dass sie das Leben im Alltag verändert und dass sie Spaß macht.“

Die Besucher der Veranstaltungen in ganz Europa werden die Möglichkeit haben, modernste Forschungsgeräte auszuprobieren, mit den Forschern zu sprechen und faszinierende Vorführungen zu sehen, die die Welt der Wissenschaft lebendig werden lassen. Mehr als 600 Museen, Hochschulen und Laboratorien werden für die Öffentlichkeit ihre Türen öffnen.

Hier einige Höhepunkte der vielen hundert Veranstaltungen in Europa:

  • Italien – Das Planetarium in Rom hat sich etwas für die Fans von Star Trek und Harry Potter ausgedacht. Teleportation und Unsichtbarkeit sind doch keine reine Fantasie: Italienische Forscher werden erklären, wo derzeit die Grenze zwischen Science-Fiction und wissenschaftlichen Fakten liegt.

  • Polen – Forscher der Universität für Wissenschaft und Technologie in Krakau haben vor, in einem Hochspannungslabor ein Gewitter zu erzeugen.

  • Vereinigtes Königreich – Das Londoner Museum für Naturgeschichte plant besondere Führungen hinter den Kulissen. Die Besucher können Ausstellungsstücke anfassen und mit Forschern über so unterschiedliche Themen wie die neuesten Methoden für das Aufspüren von Meteoriten und die Detektivarbeit des gerichtsmedizinischen Teams des Museums diskutieren sowie an Vorführungen teilnehmen.

  • Deutschland – Das Felix-Mendelssohn-Symphonie-Orchester wird in Hamburg ein Werk aufführen, das durch das Einblenden von Naturgeräuschen und -bildern auf die Schönheit der biologischen Vielfalt aufmerksam machen will. Professor Clemens Malich wird 80 junge Musiker dirigieren, die damit ihre Unterstützung für den Schutz bedrohter Tierarten demonstrieren wollen.

  • Spanien – Im Königlichen Botanischen Garten Juan Carlos I. in Madrid soll mit Teichbakterien Strom erzeugt werden, der einen iPod betreibt, auf dem dann Händels „Wassermusik” erklingt. Geplant sind auch Diskussionen über Science-Fiction-Themen wie etwa der Kampf Mensch gegen Maschine.

  • Belgien – Ein DJ wird mit dem Thema Artenvielfalt Besucher auf die Tanzfläche im Palais des Beaux-Arts in Brüssel locken. Dazu wird der Raum in ein virtuelles Ökosystemen verwandelt, mit Tierarten aus der Nordsee, afrikanischen Flüssen und dem städtischen Lebensraum Brüssel.

  • Ungarn – In Budapest wird ein Stück aufgeführt, in dem eine tapfere Heldin Abenteuer zu bestehen hat und mit selbst angerührten chemischen Mixturen gegen einen bösen Zauberer kämpft. Die Theatervorführung der Stiftung für angewandte Forschung Bay Zoltán wird durch Tanz- und Modeshows im Barabas-Haus ergänzt.

  • Frankreich – Das Museum für schöne Künste in Besançon wird Schauplatz einer futuristischen Darstellung sein.

Das komplette Programm ist angefügt.

Hintergrund

Die erste Europäische Forschernacht fand 2005 statt. Die Zahl der teilnehmenden Länder hat sich seither verdoppelt, die Zahl der beteiligten Städte verzehnfacht. Im vergangenen Jahr wurden bei den Veranstaltungen 450 000 Besucher gezählt.

Die Europäische Union unterstützt die Europäische Forschernacht über ihr Forschungsteilprogramm „Menschen“. Im Jahr 2010 stehen dafür 3,5 Millionen EUR zur Verfügung.

Verwaltet wird die Initiative von der Exekutivagentur für die Forschung (REA).

Die Förderung des Forschungsberufs wird durch die Marie-Curie-Maßnahmen unter­stützt, für die im Jahr 2011 Haushaltsmittel von 772 Millionen EUR bereitstehen.

Links

Veranstaltungskalender der Forschernacht in Europa:

http://ec.europa.eu/research/researchersnight/

Strategie EU 2020: http://ec.europa.eu/eu2020/index_de.htm

Programm „Menschen“ - Siebtes Rahmenprogramm für Forschung:

http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm

Marie-Curie-Maßnahmen: http://ec.europa.eu/mariecurieactions

Exekutivagentur für die Forschung: http://ec.europa.eu/research/rea/


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website