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Brüssel, den 22. September 2010

Umwelt: Einzelhändler halten ihre „grünen“ Versprechen

Europäische Kundinnen und Kunden finden dank des Versprechens der europäischen Einzelhändler, mehr ökologische Nachhaltigkeit beim Verbrauch zu fördern, in den Verkaufsregalen mehr und mehr umweltfreundliche Produkte. Ein Bericht zu den Erfolgen bei den freiwilligen Zielvorgaben des Europäischen Endkundenforums, einer Initiative der Europäischen Kommission und des Einzelhandels, zeigt, dass die Einzelhändler ihren Verpflichtungen nachkommen. Während mehr nachhaltige Produkte in den Supermarktregalen landen, haben die Einzelhändler gleichzeitig Fortschritte bei der Verringerung ihres „ökologischen Fußabdrucks“ gemacht, indem sie speziell auf Maßnahmen für eine bessere Ressourceneffizienz achten. Allerdings gibt es Verbesserungspotenzial, wenn es darum geht, den Verbraucherinnen und Verbrauchern Fragen der Nachhaltigkeit zu vermitteln. In dem Bericht wird empfohlen, einen Preis zur Auszeichnung bewährter Praktiken auszuschreiben.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Dieser Bericht zeigt, dass die Einzelhändler ihre Verantwortung für die Umwelt ernster nehmen. Einzelhändler sind in der einzigartigen Position, die Entscheidungen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu beeinflussen, und ich bin erfreut, mehr grüne Produkte in den Regalen zu sehen. Ich gratuliere dem Einzelhandel zu seinen Bemühungen um größere Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit, doch wir stehen noch ganz am Anfang.“

„Grünes" Engagement

Seit das Endkundenforum 2009 seine Arbeit aufgenommen hat, hat sich der Einzelhandel eine Reihe von spezifischen Einzelmaßnahmen für die Umwelt vorgenommen, die zu nachhaltigem Verbrauch und nachhaltiger Herstellung beitragen. Der Einzelhandel legt den Schwerpunkt auf die Energieeffizienz von Gebäuden und darauf, den Verkauf von umweltfreundlichen Produkten zu steigern.

Rund 280 Umweltverpflichtungen wurden bereits eingegangen und zwar in drei Kategorien: „Was wir verkaufen“, „Wie wir verkaufen“ und Kommunikation.

Bei der Nachverfolgung der ersten Reihe von Verpflichtungen im Jahr 2009 haben sich viele Beispiele für vorbildliche Praktiken erkennen lassen. Besuche in Geschäften in verschiedenen Mitgliedstaaten haben gezeigt, dass die Einzelhändler ihren Kundinnen und Kunden mehr grüne Produkte anbieten. Das schließt auch ein breiteres Spektrum an Produkten mit Umweltzeichen und aus ökologischem Anbau ein.

Nachhaltigkeit in der Praxis

Die Supermarktkette Carrefour hat den Anteil ökologischer Produkte unter ihrem eigenen Markennamen gegenüber 2006 um 83 % gesteigert. Unterdessen hat Mercadona 100 % Wiederverwertung bei Verpackungsabfällen in Geschäften und Verteilerzentren erreicht. Asda Wal*Mart hat die CO2-Emissionen seiner Transportflotte gegenüber 2005 um 40 % reduziert, und Lidl hat seinen CO2-Ausstoß im Jahr 2009 – einfach durch Einführung von Einkauftaschen aus Recyclingmaterial – um 10 000 Tonnen verringert. Im Bericht finden sich zusätzliche Beispiele.

Obwohl eine Reihe von Beispielen für vorbildliche Praktiken bei der Verbraucherkommunikation hervorgehoben wurde, könnte der Einzelhandel nach dem Bericht in diesem Bereich mehr tun. In dem Bericht wird außerdem empfohlen, einen Preis zur Auszeichnung bewährter Praktiken auszuschreiben.

Endkundenforum

Das Endkundenforum wurde 2009 ins Leben gerufen, um das Verständnis der praktischen Maßnahmen zur Förderung des nachhaltigen Verbrauchs im Einzelhandel zu verbessern. Die Mitgliedschaft steht allen Einzelhändlern offen, die sich dem Umweltaktionsprogramm des Europäischen Einzelhandels (REAP) anschließen, sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, die zu seinen Zielen beitragen möchten.

Im Juni hat der Einzelhandel einen freiwilligen Umwelt-Verhaltenskodex für den Sektor vorgelegt. Schwerpunkt des Verhaltenskodex für ökologische Nachhaltigkeit im Einzelhandel sind die Herkunftssicherung bestimmter Produkte wie Holz oder Fisch, ressourceneffizenterer Betrieb der Geschäfte, optimierter Transport und Vertrieb, bessere Verfahren zur Abfallbewirtschaftung und verbesserte Kommunikation mit den Verbrauchern. Die Unterzeichner erklären sich bereit, über ihre Fortschritte zu informieren, z. B. mit einem jährlichen Bericht zur Nachhaltigkeit. 19 große Einzelhandelsunternehmen und sieben Einzelhandelsverbände haben den Verhaltenskodex bereits unterzeichnet.

Den Bericht und zusätzliche Informationen zum Endkundenforum finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/environment/industry/retail/index_en.htm


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