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Fusionskontrolle: Kommission gibt Übernahme auf dem Energiehandelsmarkt frei – APX kauft Belpex

European Commission - IP/10/1135   15/09/2010

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IP/10/1135

Brüssel, 15. Sep. 2010

Fusionskontrolle: Kommission gibt Übernahme auf dem Energiehandelsmarkt frei – APX kauft Belpex

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Energiehandelsunternehmens Belpex, das in Belgien Dienstleistungen im Energiehandel anbietet, durch den Energiebörsenbetreiber APX nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Gleichzeitig hat die Kommission damit auch den von TenneT, Elia und Gasunie geplanten Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über APX genehmigt. Nach Prüfung des Vorhabens kam die Kommission zu dem Schluss, dass der wirksame Wettbewerb durch die Übernahme weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich beeinträchtigt wird.

APX ist ein Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Energiehandel auf dem Strom- und Gasmarkt in den Niederlanden und Belgien und auf dem Gasmarkt im Vereinigten Königreich. Belpex bietet in Belgien Dienstleistungen im Stromhandel an.

Mit der geplanten Übernahme würde APX, das fortan unter der gemeinsamen Kontrolle von TenneT und Gasunie steht, die Geschäfte von Belpex übernehmen. Im Zuge dieses Rechtsgeschäfts würde das Unternehmen Elia, das Belpex kontrolliert, gemeinsam mit TenneT und Gasunie die gemeinsame Kontrolle über das aus dem Zusammenschluss von APX und Belpex hervorgehende Unternehmen erwerben.

Elia ist vor allem als Übertragungsnetzbetreiber in Belgien tätig und kontrolliert eines der vier Übertragungsnetze (50Hertz) in Deutschland. Gasunie ist Betreiber eines großen Gasnetzes mit entsprechendem Pipelinenetz und dazugehörigen Einrichtungen in den Niederlanden und Norddeutschland. TenneT ist der niederländische Betreiber eines der vier Übertragungsnetze (Transpower) in Deutschland.

Die Übernahme betrifft im Wesentlichen die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Großhandelsmarkt für Strom.

Die Kommissionsuntersuchung ergab, dass das Rechtsgeschäft wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist. Ausgehend von jeweils einem nationalen Energiehandelsmarkt für kurzfristige Geschäfte und einem nationalen Markt für den Handel mit längerfristigen Elektrizitätserzeugnissen sind keine Überschneidungen der Geschäftstätigkeiten der Partner zu erwarten. Zudem befinden sich die einzelnen Parteien nicht in einer Position, die ihnen den Einstieg in die Märkte der anderen ermöglichen würde. Würde ein nationaler Markt für die Erbringung von Dienstleistungen für den Großhandel mit allen Energieerzeugnissen zugrunde gelegt werden, würden gewisse Überschneidungen bestehen. Der gemeinsame Marktanteil wäre jedoch nicht groß genug, als dass er wettbewerbsrechtliche Bedenken aufwerfen würde.

Die Übernahme wurde am 11. August 2010 bei der Kommission angemeldet. Weitere Informationen dazu unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5911


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