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Fischerei: Kommission schlägt Fangmöglichkeiten für die Ostsee für 2011 vor

European Commission - IP/10/1132   15/09/2010

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IP/10/1132

Brüssel, den 15. September 2010

Fischerei: Kommission schlägt Fangmöglichkeiten für die Ostsee für 2011 vor

Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für die Fangmöglichkeiten für Fischbestände in der Ostsee für das Jahr 2011 vorgelegt. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Gutachten schlägt die Kommission vor, die Fangmöglichkeiten für Dorsch in der Ostsee anzuheben, die für pelagische Bestände (Hering und Sprotte) jedoch drastisch abzusenken. Der vorliegende Vorschlag wird auf der Tagung des Rates „Fischerei“ im Oktober erörtert werden.

Die für maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige Kommissarin Maria Damanaki erklärte: „Die Rückkehr des Ostseedorsches ist eine gute Nachricht. Der langfristige Bewirtschaftungsplan für Dorsch, den wir eingerichtet haben, in Verbindung mit den strengen Maßnahmen gegen falsche Fangmeldungen hat uns geholfen, den fischereilichen Druck auf ein nachhaltiges Niveau abzusenken. Dies gab den Beständen Zeit, sich zu erholen, und gibt uns nun die Möglichkeit, die zulässigen Gesamtfangmengen (TAC) sowohl für den östlichen als auch für den westlichen Bestand zu erhöhen.“

Bei pelagischen Beständen, Hering und Sprotte, ist leider das Gegenteil der Fall. Die neuen Jahresklassen sind in den meisten Beständen eher schwach. Dennoch war der fischereiliche Druck über die letzten Jahre dauerhaft hoch und ist in manchen Fällen sogar angestiegen. Wir müssen den fischereilichen Druck wesentlich senken, um eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser wichtigen Bestände sicherzustellen.“

Dorschbestände

Die Kommission schlägt vor, die TAC für EU-Schiffe für Dorsch in der östlichen Ostsee um 15 %, d. h. von 51 267 Tonnen auf 58 957 Tonnen, und die TAC für Dorsch in der westlichen Ostsee um 6 %, d. h. von 17 700 Tonnen auf 18 800 Tonnen anzuheben. Der östliche Dorschbestand ist, auch aufgrund einer strengeren Anwendung des Mehrjahresplans, weiterhin gut nachgewachsen. Die vorgeschlagenen Anhebungen der TAC für den westlichen Bestand stehen im Einklang mit dem Mehrjahresplan, der darauf abzielt, die fischereiliche Sterblichkeit auf ein langfristig nachhaltiges Niveau zu reduzieren.

Hering

Der westliche Heringsbestand ist weiter zurückgegangen und hat einen neuen Tiefststand erreicht. Dies liegt am kontinuierlichen Rückgang der neuen Jahresklassen in den letzten Jahren und dem sehr hohen fischereilichen Druck. Seit einigen Jahren schon wurden die TAC für diesen Bestand weit über den wissenschaftlich empfohlenen Werten angesetzt und der fischereiliche Druck ist stetig gestiegen. Im Skagerrak vermischt sich der Ostseehering mit dem Heringsbestand der Nordsee, der ebenfalls niedrige Nachwuchsraten aufweist, dennoch aber in einem besseren Zustand ist. Daher ist es wichtig, die TAC im Skagerrak auf einem Niveau festzulegen, das den Ostseebestand angemessen schützt und nicht nur die Fülle des Nordseebestands widerspiegelt.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Sektors schlägt die Kommission eine Senkung der TAC für den Heringsbestand in der westlichen Ostsee um 30 %, d. h. von 22 690 Tonnen auf 15 884 Tonnen, vor. Auch bei anderen pelagischen Beständen ist wenig Nachwuchs zu verzeichnen, so dass der fischereiliche Druck angepasst und die TAC verringert werden müssen. Die Kommission schlägt deshalb vor, die Fangmöglichkeiten für den Heringsbestand in der mittleren Ostsee um 28 % (von 126 380 Tonnen auf 91 640 Tonnen) und die Fangmöglichkeiten für Sprotte um 30 % (von 379 900 Tonnen auf 265 969 Tonnen) zu senken.

Lachs

Da die Zahl der Junglachse im Meer rückläufig ist und sich einige der Bestände in den Flüssen infolge der Fischerei auf gemischte Bestände im Hauptbecken in einem schlechten Zustand befinden, wurde die TAC im Hauptbecken um 15 % reduziert. Für den Finnischen Meerbusen wurde keine TAC-Reduzierung vorgeschlagen, weil die Problemursachen in diesem Gebiet vor allem mit Hilfe einzelstaatlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen in Binnengewässern gelöst werden müssen. Das Problem wird mit den betroffenen Mitgliedstaaten im Rahmen des künftigen Bewirtschaftungsplans für Lachs in der Ostsee besprochen werden, der vor Ende 2010 vorgelegt werden soll.

Die Vorschläge der Kommission richten sich nach den Grundsätzen und Regeln, die in der Mitteilung über die „Konsultation zu den Fangmöglichkeiten 2011“ vor dem Hintergrund des neuesten Gutachtens des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei in Verbindung mit Beiträgen von Wirtschaftsbeteiligten, insbesondere des Regionalen Beirats für die Ostsee, festgelegt wurden.

Zusätzliche Informationen:

Tabelle im Anhang: Überblick über die Vorschläge der Kommission für 2010 und 2011

MEMO/10/413

Link zur Karte: Dorschbestände in der Ostsee:

http://ec.europa.eu/fisheries/news_and_events/press_releases/map_baltic_en.pdf

http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/fishing_rules/tacs/index_en.htm

Überblick über die TAC-Änderungen 2010-2011 (in Tonnen, soweit nicht anders angegeben)

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED


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