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Europäische Mobilitätswoche 2010: „Clever unterwegs, besser leben“

European Commission - IP/10/1131   15/09/2010

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IP/10/1131

Brüssel, den 15. September 2010

Europäische Mobilitätswoche 2010: „Clever unterwegs, besser leben“

Vom 16. bis zum 22. September 2010 werden sich Hunderte von Städten in ganz Europa und darüber hinaus an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligen, der weltweit größten Initiative zur Förderung des nachhaltigen Stadtverkehrs. Das Kampagnenthema 2010 „Clever unterwegs, besser leben“ trägt den schädlichen Auswirkungen derzeitiger Trends im städtischen Verkehr auf die Gesundheit der Bürger Rechnung. Das Ziel ist, die kommunalen Behörden anzuregen, Alternativen zum Auto zu fördern und deren positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hervorzuheben.

Der für Verkehr zuständige Vize-Präsident der Kommission Siim Kallas erklärte hierzu: „Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in städtischen Gebieten. Und die meisten unserer täglichen Fahrten beginnen und enden in städtischen Gebieten, daher sind wir wirklich von den städtischen Nahverkehrssystemen abhängig. Wir alle leiden unter den negativen Folgen des städtischen Verkehrs, wie Staus, Unfälle, schlechte Luftqualität oder Lärm, die eindeutig unsere Lebensqualität herabsetzen. Diese Probleme sind nicht auf die lokale Ebene beschränkt, sondern betreffen die EU als Ganzes. Wenn wir zusammenarbeiten, bin ich sicher, dass wir innovative und nachhaltige Wege finden können, um die Mobilitätsprobleme in den Städten anzugehen, und den Menschen mehr Alternativen anbieten können, die ihren Bedürfnissen entsprechen.“

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik sagte: „Zu viele Europäer nehmen auch für kurze Fahrten das Auto. Das ist ein Grund zur Sorge: Wenn mehr Auto gefahren wird, bedeutet das mehr Unfälle und mehr Luftverschmutzung. Das Thema der Europäischen Mobilitätswochen 2010 „Clever unterwegs, besser leben“ sollte die kommunalen Behörden wachrütteln, so dass sie sich stärker der Auswirkungen der Verkehrspolitik auf die städtische Umwelt und die Lebensqualität bewusst werden und den Menschen helfen, die klügere und gesündere Wahl zu treffen.“

Clever unterwegs, besser leben

Die starke Nutzung von Kfz und insbesondere von Pkw birgt viele große Gefahren für die Gesundheit der Bürger. Hierzu zählen Verkehrsunfälle mit Toten und Verletzten, Atemwegsinfektionen und -erkrankungen durch Luftverschmutzung sowie chronische Erkrankungen wie Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund des zunehmenden Bewegungsmangels. Weitere Risikofaktoren für die körperliche und seelische Gesundheit sind die Vereinsamung und der Verlust des Gemeinschaftslebens, ausgelöst durch Verkehrsstaus und die Verringerung der öffentlichen Räume ebenso wie Lärmverschmutzung, die zu Schlafstörungen und Stress führt.

Die Mobilitätswoche soll die Fahrgewohnheiten der Menschen ändern, indem ihnen umweltfreundliche Alternativen zum Auto angeboten werden. Dabei erhalten die Menschen die Gelegenheit, alternative Verkehrsarten auszuprobieren, und die kommunalen Behörden haben die Möglichkeit, neue Dienstleistungen und Infrastruktur zu erproben. Da die teilnehmenden Städte aufgefordert sind, mindestens eine Maßnahme einzuführen, die dauerhaft erhalten bleibt, hat die Initiative bleibende Wirkung. Der Höhepunkt ist ein autofreier Tag, der offiziell am 22. September vorgesehen ist. An diesem Tag machen die teilnehmenden Städte bestimmt Gebiete ausschließlich für Fußgänger, Fahrradfahrer und die öffentlichen Verkehrsmittel frei.

Höhepunkte der Mobilitätswoche 2010

Unter den zahlreichen Veranstaltungen, die in Bologna (Italien) stattfinden, ist eine Versteigerung von gebrauchten Fahrrädern, die ohne Besitzer in der Stadt gefunden wurden. Die Veranstaltung wird von einer Studentenvereinigung zusammen mit der Kommune Bologna durchgeführt. Erfolgreiche Bieter erhalten Sicherheitsausrüstung, Broschüren über Verkehrssicherheit sowie Werbematerial und andere Geräte.

Der Smithfield Market in London wird am 17. September zum Treffpunkt für das erste „City Cycle Style Event“, das das Fahrradfahren als trendige Fortbewegungsart feiert. Die Teilnehmer sind aufgefordert, sich in ihr bestes Radfahr-Outfit zu werfen und dort Designer von Fahrradmode zu treffen sowie Outfits und Sättel der neuesten Zweiradmodelle an- und auszuprobieren. Ein Teil des Veranstaltungserlöses wird an eine wohltätige Organisation fließen, die gebrauchte Fahrräder sammelt und nach Afrika bringt.

Die Stadt Brünn in der Tschechischen Republik hat eine Reihe von Aktionen geplant, die für Nordic Walking, Radfahren und Inlineskaten werben. Auf dem Programm stehen Stadtführungen, Trainings und öffentliche Sportübungen, die von Open-Air-Konzerten begleitet werden.

Immer mehr Teilnehmer

Seit ihrer Einführung im Jahr 2002 hat die Zahl der Städte, die an der Mobilitätswoche teilnehmen, stetig zugenommen. Im vergangenen Jahr war eine Rekordbeteiligung von 2181 Städten mit rund 237 Millionen Einwohnern zu verzeichnen. Dank der einwöchigen Kampagne wurden mehr als 4440 ständige Maßnahmen eingeführt. Die Europäische Mobilitätswoche ist ein Erfolgsmodell, das zunehmend auch von Ländern außerhalb Europas wie Argentinien, Kanada, Ecuador, Japan und Taiwan übernommen wird.

Koordiniert wird die Europäische Mobilitätswoche von Eurocities, Energie-Cités und Climate Alliance, drei Nichtregierungsorganisationen, die sich auf Fragen der städtischen Umwelt spezialisiert haben. Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission unterstützt die Initiative finanziell und verleiht jedes Jahr die Auszeichnungen der Europäischen Mobilitätswoche für das beste Programm von Veranstaltungen und Maßnahmen.

Weitere Informationen über die Europäische Mobilitätswoche auf der Website:

www.mobilityweek.eu


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