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IP/10/1106

Brüssel, den 9. September 2010

Ständiger Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit: Hilfe bei der Tilgung der Tollwut in Italien und Diskussion über West-Nil-Fieber

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit schloss gestern eine zweitägige Sitzung in Brüssel ab, bei der vor allem vier Themen besprochen wurden: Infektionen mit dem West-Nil-Virus in der Europäischen Union, Finanzhilfe bei der Tilgung der Tollwut in Italien, Durchfuhr von Geflügelfleisch nach und von Russland sowie Tierschutzkontrollen im Sektor Legehennen.

Seit Juli 2007 sind in einigen Mitgliedstaaten zahlreiche Infektionen mit dem West-Nil-Virus bei Menschen (mit Todesfällen) und Pferden aufgetreten. Portugal, Italien, Rumänien, Ungarn und Griechenland berichteten aus veterinärmedizinischer Sicht über den Seuchenstand und die ergriffenen Maßnahmen. Die Kommission empfahl den Mitgliedstaaten, noch wachsamer zu sein und für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gesundheits- und Veterinärbehörden auf lokaler und zentraler Ebene zu sorgen. Die Europäische Kommission finanziert derzeit mehrere Forschungsprojekte über vektorübertragene Krankheiten, die auch dem West-Nil-Virus gelten.

Der Ausschuss hat zudem einen Vorschlag der Kommission zur Finanzierung eines Tollwut-Impfplans bei Wildtieren im nordöstlichen Teil Italiens befürwortet; die Seuche ist dort kürzlich wieder aufgetreten. 2010 wird die Kommission 2,3 Millionen EUR zu diesem Plan beisteuern. Damit unterstützt sie die orale Immunisierung bei Füchsen, um die Seuche zu tilgen und die Ausbreitung in angrenzende Gebiete zu verhindern.

Der Ausschuss unterstützte auch einen Vorschlag der Kommission, mit dem die Durchfuhr von Geflügelfleisch und Geflügelfleischerzeugnissen aus Russland durch die Europäische Union zugelassen wird. Er berief sich dabei auf eine Inspektion des der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Kommission angegliederten Lebensmittel- und Veterinäramtes in Russland, die ergeben hatte, dass die zuständige Veterinärbehörde entsprechende Tierschutzgarantien bietet, so dass die Durchfuhr dieser Waren durch die EU erlaubt werden kann. Bisher war die Durchfuhr von Erzeugnissen tierischen Ursprungs, darunter auch die fraglichen Geflügelerzeugnisse, von und nach Russland nur über wenige Mitgliedstaaten und unter bestimmten Bedingungen, etwa mittels überwachter Beförderung durch eine begrenzte Anzahl von Grenzkontrollstellen, möglich.

Schließlich legte die Kommission dem Ausschuss ihre Auswertung der Berichte der Mitgliedstaaten über Tierschutzkontrollen im Sektor Legehennen vor. Die Kommission forderte die noch säumigen Mitgliedstaaten auf, vollständige Angaben über die Zahl der Haltungsbetriebe mit Legehennen in angereicherten und nicht angereicherten Käfigen zu übermitteln, wie dies in der Entscheidung 2006/778/EG vorgesehen ist. Es fehlen noch Daten für einen vollständigen und aktuellen Überblick über den Sektor und den Stand der Vorbereitungen der Mitgliedstaaten auf die Anwendung des Verbots nicht angereicherter Käfige ab dem 1. Januar 2012.


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