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Marie-Curie-Maßnahmen: Rekordnachfrage nach EU-Forschungsstipendien

European Commission - IP/10/1104   09/09/2010

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IP/10/1104

Brüssel, 9. September 2010

Marie-Curie-Maßnahmen: Rekordnachfrage nach EU-Forschungsstipendien

Fast 5000 Forscherinnen und Forscher haben sich dieses Jahr für die von der EU finanzierten Forschungsstipendien beworben. Das sind 20 % mehr als vergangenes Jahr und 70 % mehr als 2008. Rund 800 Stipendien mit einem Gesamtwert von 150 Millionen EUR werden an Forschende vergeben, die in einem anderen Land an einem Projekt von bis zu drei Jahren arbeiten. Zum ersten Mal gibt es auch eine Zuschusskategorie für Forschende, die ihre Karriere nach einer Pause neu starten möchten.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „EU-Investitionen in höhere Bildung und Forschung sind enorm wichtig, unterstützen sie doch Europas Wettbewerbsfähigkeit weltweit. Sie sind auch ein Beitrag zu den Zielen der Strategie „Europa 2020“, weil sie die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte innerhalb der EU erleichtern. Die hohe Anzahl von Anträgen für unsere Marie-Curie-Stipendien belegt den Stellenwert, den die Aktion und die damit verbundene internationale Erfahrung in Forscherkreisen genießt.

Mobile Forscherinnen und Forscher

Seit der Einführung der Marie-Curie-Einzelstipendien im Jahr 1990 sind mehr als 15 000 Stipendien vergeben worden. Bewerben können sich Personen mit einem Doktorat oder mindestens vier Jahren Forschungspraxis. Unterstützung gibt es unabhängig davon, ob in oder außerhalb Europas geforscht wird. Bewerben können sich auch Personen aus Nicht-EU-Ländern, die in Europa ein Forschungsvorhaben durchführen wollen.

Die Stipendienanträge werden von einer unabhängigen Jury bekannter europäischer und internationaler Fachleute bewertet. Die Bewertung bezieht sich auf die wissenschaftliche Qualität des Projektes und seinen potenziellen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU sowie die Qualität der Gasteinrichtung und der Forschenden.

Aufgrund der hohen Zahl von Bewerbungen werden nur die besten Projekte gefördert. Die Ergebnisse der diesjährigen Auswahlrunde sollen bis Jahresende vorliegen.

Personen, die ein Marie-Curie-Stipendium erhalten, profitieren von einer exzellenten Ausbildung, die sie auf künftige berufliche Herausforderungen vorbereitet. Sie erhalten einen Arbeitsvertrag für bis zu drei Jahre und sind voll sozial- und pensionsversichert. Die Stipendien beinhalten auch einen Beitrag zu Forschungs- und Schulungskosten.

Die französische Forscherin Dr. Charlotte Faurie hat von 2005 bis 2007 an der Universität Sheffield im Vereinigten Königreich mit einem Marie-Curie-Stipendium am Thema kindliche Entwicklung gearbeitet. Sie erinnert sich: „Marie Curie hat mir die Freiheit und Flexibilität gegeben, die man so dringend braucht, wenn man in der Welt der Wissenschaft noch auf der Suche nach seinem Platz und seiner Spezialisierung ist.“ Sie ist überzeugt, dass das Stipendium ihre Karriere beschleunigt hat und das Sprungbrett für eine unbefristete Stelle im Bereich der Forschung in ihrem Heimatland war.

Marie-Curie-Maßnahmen

Neben den Einzelstipendien unterstützen die Marie-Curie-Maßnahmen auch Doktorandinnen und Doktoranden, Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie, Kurzzeit-Austausche und die Wiedereingliederung von Forschenden, die aus dem Ausland zurückkehren.

Sie sind Teil des Programms „Humanressourcen“, das zum 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und technische Entwicklung gehört. Die Marie-Curie-Maßnahmen 2011 sind mit insgesamt 772 Mio. EUR dotiert und werden voraussichtlich 7000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Weitere Informationen:

Weitere Einzelheiten zu den Marie-Curie-Maßnahmen einschließlich Antragstellung und Fristen finden Sie im Internet:

http://ec.europa.eu/research/mariecurieactions/

Marie-Curie-Erfolgsgeschichten:

http://ec.europa.eu/research/mariecurieactions/docs/inspiring_researchers_en.pdf


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