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Brüssel, 8. September 2010

Pilsen wird tschechische Kulturhauptstadt Europas 2015

Die mit der Auswahl der Kulturhauptstadt Europas für 2015 in der Tschechischen Republik beauftragte Jury hat heute in Prag Pilsen für den Titel empfohlen. Die andere tschechische Stadt, die sich noch im Rennen um den Titel befand, war Ostrava. Die offizielle Ernennung von Pilsen durch den EU-Ministerrat findet voraussichtlich im Mai 2011 statt.

Die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou sagte dazu: „Ich freue mich sehr über den Enthusiasmus, den die Ernennung für 2015 in der Tschechischen Republik hervorgerufen hat. Pilsen hat eine hervorragende Bewerbung voller Energie und Kreativität eingereicht. Ich bin überzeugt, dass Pilsen ein spannendes Veranstaltungsprogramm mit einer starken europäischen Komponente ausrichten wird, das ein breites Publikum ansprechen wird. Ich wünsche Pilsen dabei viel Erfolg.“

Gemäß dem Beschluss über die Einführung der Aktion „Kulturhauptstadt Europas“ von 2006 stellen 2015 die Tschechische Republik und Belgien die Kulturhauptstädte. Für Belgien wurde im vergangenen Februar die Stadt Mons von der Jury als Kulturhauptstadt Europas empfohlen.

Das Verfahren zur Auswahl der Kulturhauptstädte Europas umfasst zwei Schritte: Zunächst wird eine Liste der in die engere Wahl kommenden Bewerberstädte erstellt, neun Monate später folgt die Endauswahl. Die beiden ausgewählten Städte werden dann vom Ministerrat der EU offiziell ernannt.

Mit der Prüfung der Bewerbungen ist eine internationale Jury betraut, die sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzt: Sechs Mitglieder werden von dem betreffenden Mitgliedstaat ernannt, die übrigen sieben von den EU-Institutionen.

Städte, die sich um den Titel bewerben, müssen ein Kulturprogramm ausarbeiten, das die europäische Dimension der Veranstaltung unterstreicht, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und aus der Umgebung zur aktiven Teilnahme einlädt, aber auch Interesse im Ausland weckt. Die gewählten Themen und Kunstschaffende aus verschiedenen Ländern, die gemeinsam für die Veranstaltung arbeiten, spiegeln die europäische Dimension wider. Außerdem muss das Programm nachhaltig sein und langfristig zur kulturellen und sozialen Entwicklung der Stadt beitragen.

Von den EU-Institutionen wurden folgende Jury-Mitglieder benannt:

  • Europäische Kommission: Sir Robert Scott (UK), der bei der erfolgreichen Bewerbung Liverpools um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2008 federführend war. Der Kulturexperte ist derzeit als internationaler Botschafter der Liverpool Culture Company tätig. Manfred Gaulhofer (AT), geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz – Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter zahlreicher europäischer Projekte.

  • Rat: Erna Hennicot-Schoepges (LU), ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, der Versammlung des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), derzeit Leiterin verschiedener nationaler und internationaler Kultureinrichtungen; Constantin Chiriac (RO), Vize-Präsident von „Sibiu 2007“ und Direktor des rumänischen Nationaltheaters Radu Stanca.

  • Europäisches Parlament: Andreas Wiesand (DE), Berater und Forscher im Bereich Kulturpolitik; Danuta Glondys (PL), Direktorin des Verbandes „Villa Decius“, der zahlreiche internationale Kulturaktivitäten durchführt.

  • Ausschuss der Regionen: Elisabeth Vitouch (AT), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Mitglied des Gemeinderats der Stadt Wien.

Auf die diesjährigen Kulturhauptstädte „Essen für das Ruhrgebiet“ (Deutschland), Pécs (Ungarn) und Istanbul (Türkei) folgen 2011 Tallinn (Estland) und Turku (Finnland), 2012 Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien), 2013 Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) sowie 2014 Umeå (Schweden) und Riga (Lettland).

Mehr dazu:

http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc627_de.htm


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