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2,4 Millionen EUR Unterstützung aus dem EU-Globalisierungsfonds für die Jobsuche von 839 ehemaligen Qimonda-Mitarbeitern

European Commission - IP/10/1089   02/09/2010

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IP/10/1089

Brüssel, 02 September 2010

2,4 Millionen EUR Unterstützung aus dem EU-Globalisierungsfonds für die Jobsuche von 839 ehemaligen Qimonda-Mitarbeitern

Die Europäische Kommission hat heute einen Antrag Portugals auf Hilfe aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) genehmigt. Sie wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat vorschlagen, die entsprechenden Haushaltsmittel bereitzustellen. Mit Fördermitteln in Höhe von 2 405 671 EUR wird 839 freigesetzten Arbeitnehmern aus der Halbleiterbranche geholfen, neue Arbeitsplätze zu finden.

„Der heutige Beschluss hilft den ehemaligen Qimonda-Mitarbeitern, sich weiterzuqualifizieren und einen neuen Arbeitsplatz zu finden,“ sagte László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. Er fügte hinzu: „Ich bin zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen den Arbeitsplatzwechsel erleichtern werden.“

Der portugiesische Antrag betrifft 839 Entlassungen bei Qimonda Portugal S.A., einem Unternehmen der Halbleiterbranche. Qimonda Portugal beantragte die Insolvenz nach dem vollständigen Produktionsstopp in der deutschen Qimonda-Fabrik, die dem portugiesischen Betrieb Rohstoffe lieferte. Es war nicht gelungen, sich mit potenziellen Investoren zu einigen, die die Produktion in Portugal fortgesetzt hätten. Die Insolvenz des deutschen multinationalen Unternehmens Qimonda AG ging auf die Finanzkrise zurück, die einen Einbruch der Weltwirtschaft zur Folge hatte und im Falle von Qimonda zusätzlich die Fähigkeit der Firma zu Investitionen in Innovation und Produktionsmittel verringerte, sowie die Überkapazitäten auf dem DRAM-Markt (DRAM = Dynamic Random Access Memory, dynamischer Speicher mit wahlfreiem Zugriff), die zu einem enormen Preisdruck führten und verschiedene Unternehmen zu Produktionssenkungen zwangen.

Durch die Entlassungen bei Qimonda werden weitere 1 000 Arbeitnehmer im Norden Portugals arbeitslos, in einer Region (Norte), die ohnehin schon höhere Arbeitslosenquoten verzeichnet als das Land insgesamt. Dieser Region wurden bereits im Juni 2009 Fördermittel aus dem EGF bewilligt (siehe IP/09/998).

Das EGF-Förderpaket für die ehemaligen Mitarbeiter der Qimonda Portugal S.A. umfasst die Anerkennung von Kompetenzen, Schulungen, die Vermittlung unternehmerischer Kompetenzen und die Förderung der Unternehmensgründung, Unterstützung bei der eigenständigen Arbeitsuche und Einstellungsanreize sowie Praktika. Insgesamt werden für dieses Paket 3,7 Mio. EUR veranschlagt. 2,4 Mio. EUR davon wurden beim Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung beantragt. Diese EGF-Förderung wird 839 von den 914 entlassenen Arbeitnehmern zugute kommen.

Hintergrund

Seit der EGF im Januar 2007 seine Tätigkeit aufnahm, gingen 66 Anträge auf Fördermittel in Höhe von insgesamt 373,6 Mio. EUR ein, mit denen mehr als 70 000 Arbeitnehmer unterstützt wurden. Die Anträge auf EGF-Förderung betreffen folgende Branchen: den Automobilsektor (Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Deutschland, Schweden), den Textilsektor (Italien, Malta, Litauen, Portugal, Spanien und Belgien), Mobiltelefone (Finnland und Deutschland), Haushaltsgeräte (Italien), Computer und elektronische Produkte (Irland, Portugal und Niederlande), Maschinenbau/Elektronik (Dänemark), Reparatur und Instandhaltung von Luft- und Raumfahrzeugen (Irland), Kristallglas (Irland), Keramik und Naturstein (Spanien), das Baugewerbe (Niederlande, Irland und Litauen), Konstruktionsteile und Ausbauelemente aus Holz (Spanien), elektrische Ausrüstungen (Litauen), das Druckerei- und Verlagsgewerbe (Niederlande und Deutschland); Möbel (Litauen); den Einzelhandel (Tschechische Republik und Spanien) und den Großhandel (Niederlande). Die vorliegenden Schlussberichte über bisherige EGF-Interventionen zeigen sehr positive Ergebnisse für die Weiterbeschäftigung der unterstützten Arbeitnehmer und ihre Vermittlung in neue Stellen.

Der EGF wurde Ende 2006 auf Vorschlag von Präsident Barroso vom Europäischen Parlament und vom Rat eingerichtet und soll Arbeitnehmer unterstützen, die aufgrund der Folgen der Globalisierung ihren Arbeitsplatz verlieren. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert und die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen gestärkt. Der EGF ist damit Teil der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die ab dem 1. Mai 2009 gestellt wurden.

Weitere Informationen

EGF-Website : http://ec.europa.eu/egf

Video-News:

Europe acts to fight the crisis – the European Globalisation Fund revitalised:

http://ec.europa.eu/avservices/video/video_prod_en.cfm?type=details&prodid=9847&src=1

Facing up to a globalised world ­– the European Globalisation Fund:

http://ec.europa.eu/avservices/video/video_prod_en.cfm?type=detail&prodid=4096&src=4

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