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Roter Thunfisch: natürliches Laichen in Gefangenschaft bedeutet Durchbruch in der EU-Forschung

Commission Européenne - IP/10/1070   25/08/2010

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IP/10/1070

Brüssel, den 25. August 2010

Roter Thunfisch: natürliches Laichen in Gefangenschaft bedeutet Durchbruch in der EU-Forschung

EU-Forscher konnten mit natürlichen Mitteln und ohne Induktion durch Hormone erreichen, dass Atlantischer Roter Thun in Gefangenschaft große Mengen lebensfähiger Fischeier produziert. Wenn die Zucht in kommerziellem Maßstab gelänge, würde der Druck für die gefährdeten Wildbestände wesentlich geringer. Dies ist das Ergebnis nach dem dritten Jahr der Forschung im Rahmen des Projekts SELFDOTT, das von der Europäischen Union mit 2,98 Mio. EUR unterstützt und vom spanischen Institut für Ozeanografie (IEO) koordiniert wird. Der Film über den erfolgreichen Abschluss des Projekts wird am 26. August auf „Futuris“, dem Wissenschaftsprogramm des Fernsehsenders Euronews, gezeigt.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte hierzu: „Das SELFDOTT-Projekt ist ein Beispiel für EU-finanzierte Forschung, die zur Bewältigung der wichtigsten globalen Herausforderungen unserer Zeit beiträgt. Sollten die Ergebnisse dieser Arbeiten letztendlich kommerziell nutzbar sein, können dadurch die Lebensmittelversorgung verbessert und das Wirtschaftswachstum gefördert werden; gleichzeitig wäre dies ein Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Bestände des roten Thunfischs.“

Nach Meinung der IEO-Forscher zeigen diese Ergebnisse die Anpassungsfähigkeit des Thunfischs nach mehr als drei Jahren der Domestikation. An einem einzigen Tag wurden 10 Millionen Fischeier produziert.

Ein natürliches Ablaichen in Gefangenschaft ist ein wichtiger Schritt in der Forschung zur Aquakultur des Atlantischen Roten Thun und bringt uns der kommerziellen Thunfischzucht näher, was zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Bestände des roten Thun beitragen könnte.

Das SELFDOTT-Team wird nun die embryonale und larvale Entwicklung der Eier untersuchen und versuchen, Überlebenschancen und Wachstum der Jungfische zu verbessern. Im Rahmen des Projekts sollen auch nachhaltige Futtermittel für junge rote Thunfische entwickelt werden, und es soll ein Protokoll für die Larvenaufzucht in kommerziellem Maßstab erstellt werden.

Hintergrund

SELFDOTT ist ein Konsortium, das 13 staatliche Einrichtungen, Forschungsinstitute und Unternehmensorganisationen aus folgenden Ländern umfasst: Frankreich (IFREMER, CNRS, Universität Montpellier 2), Deutschland (Universität Düsseldorf), Griechenland (HCMR), Israel (NCM-IOLR), Italien (Universität Bari), Malta (MCFS, Malta FishFarming), Norwegen (Skretting) und Spanien (Universität Cádiz, Ricardo Fuentes Group und das koordinierende Institut IEO).

Im vergangenen Jahr konnte das Konsortium die Fortpflanzung des Atlantischen Roten Thun in Gefangenschaft nach hormoneller Stimulierung kontrollieren und die Arbeiten zur Larvenaufzucht beginnen.

Die Aquakultur stellt für die Gesellschaft eine der vielversprechendsten Lösungen für das Problem der schwindenden Nahrungsquellen aufgrund von Bevölkerungswachstum, Überfischung, Verschmutzung und Umweltschäden (sowie anderen Ursachen) dar. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass im Jahr 2006 weltweit 63 Mio. t aquatischer Produkte in Aquakulturen produziert wurden (mit einem Wert von fast 65 Mrd. EUR). Die FAO schätzt außerdem, dass ein Viertel der etwa 41 Millionen im Fischereisektor arbeitenden Menschen im Bereich der Fischzucht eingesetzt werden. Entsprechend den Prognosen müsste sich die globale Aquakulturproduktion bis 2045 verdoppeln, um die Nachfrage der wachsenden Weltbevölkerung nach Meereserzeugnissen zu decken.

Weitere Informationen: www.selfdott.org

Futuris-Sendung über SELFDOTT (Link ab dem 27. August aktiv):

http://fr.euronews.net/sci-tech/futuris/


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