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Kommission ruft Versicherungsunternehmen zur Teilnahme an quantitativer Auswirkungsstudie ("Quantitative Impact Study"/QIS5) zu Solvabilität II auf

Commission Européenne - IP/10/1064   23/08/2010

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ip/10/1064

Brüssel, den 23. August 2010

Kommission ruft Versicherungsunternehmen zur Teilnahme an quantitativer Auswirkungsstudie ("Quantitative Impact Study"/QIS5) zu Solvabilität II auf

Die vom Europäischen Parlament und vom Rat 2009 angenommene Richtlinie Solvabilität II, die bis zum 1. Januar 2013 umzusetzen ist, hat den Rahmen für die neue Generation der Aufsichtsregeln für die Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen in der EU abgesteckt. Da die Vorschriften der Solvabilität II-Richtlinie durch sogenannte Durchführungsmaßnahmen der Ebene 2 zu ergänzen sind, die von der Kommission erlassen werden, bedarf es fundierter und umfangreicher empirischer Daten für die quantitativen Solvabilitätsanforderungen. Aus diesem Grunde hat die Kommission eine fünfte quantitative Auswirkungsstudie ("Quantitative Impact Study"/QIS5) auf den Weg gebracht, die unter Federführung des Ausschusses der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung ("Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors"/CEIOPS) von August bis November 2010 durchgeführt wird. Die Europäische Kommission fordert die EU-Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen dringend auf, sich daran zu beteiligen.

Dazu der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Kommissar Michel Barnier: "Diese zusätzliche quantitative Auswirkungsstudie zu Solvabilität II gestattet uns, die Durchführungsmaßnahmen zu Solvabilität II so im Detail festzulegen und zu justieren, wie es erforderlich ist. Die Ergebnisse der Studie werden der Kommission helfen, einen endgültigen Beschluss dazu zu fassen, wie viel Eigenkapital die Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen nach dieser neuen Regelung halten müssen. Um die richtigen Beschlüsse zu fassen, brauchen wir aber verlässliche, umfassende und repräsentative Marktdaten. Deshalb fordere ich die Versicherungswirtschaft nachdrücklich auf, sich an dieser Studie zu beteiligen."

Bei QIS5 handelt es sich um die letzte einer Reihe von Studien, die die Kommission mit Blick auf eine möglichst korrekte Formulierung des Solvabilität II-Rahmens lanciert hat. QIS1 bis QIS4 wurden von 2005 bis 2008 durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studien lieferten eine empirische Grundlage für die Ausarbeitung der Solvabilität II-Richtlinie (2009/138/EG) durch die Europäische Kommission sowie die anschließenden Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat.

Die Ergebnisse der fünften QIS werden einen wertvollen Beitrag zur feineren Justierung der Standardformel für die Solvabilitätsanforderungen sowie zur Ausgestaltung der Vorschriften für die versicherungstechnischen Rückstellungen und Eigenmittel für die Durchführungsmaßnahmen der Ebene 2 leisten. Folglich können sich die Anforderungen, die letztendlich festgelegt werden, von den in dieser Studie getesteten unterscheiden. Die Ergebnisse der QIS5 werden sowohl mit den Mitgliedstaaten als auch mit anderen Akteuren im Einzelnen diskutiert werden.

Für die erfolgreiche Einführung des Solvabilität II-Rahmens ist es von ausschlaggebender Bedeutung, dass die QIS5 fundierte Daten liefert, die für die Unternehmen aller Versicherungszweige und in allen Mitgliedstaaten repräsentativ sind. Dies kann nur durch eine hohe Beteiligung an der QIS5 gewährleistet werden. Die Kommission hofft auf eine Teilnahmequote von mindestens 60 % für die Versicherungs- und die Rückversicherungsunternehmen und von 75 % für Versicherungsgruppen aus der EU. Von besonderer Bedeutung ist eine Teilnahme kleiner Versicherungsunternehmen wie auch spezialisierter Versicherer an dieser Studie.

Der CEIOPS hat die QIS5-Kalkulationstabellen auf seiner Website veröffentlicht und wird in Kürze einige zusätzlichen Leitlinien für Unternehmen verfügbar machen, die an keiner der vorherigen QIS-Studien teilgenommen haben.

Zu Solvabilität II

Ziel des Solvabilität II-Rahmens ist es sicherzustellen, dass Versicherungsunternehmen und Rückversicherungsunternehmen finanziell solide sind und negativen Ereignissen stand halten können, um die Versicherungsnehmer und die Stabilität des gesamten Finanzsystems zu schützen. Über die quantitativen Anforderungen wie Eigenkapitalanforderungen (Säule 1) hinaus müssen Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen auch qualitative Anforderungen in Bezug auf Governance und Risikomanagement (Säule 2) einhalten und die Aufsichtsbehörden und die Öffentlichkeit regelmäßig informieren (Säule 3).

Der Solvabilität II-Rahmen wird aus den Vorschriften der Ebene 1 der Solvabilität II-Richtlinie (2009/138/E) – in ihrer Umsetzung durch die Mitgliedstaaten – wie auch aus den Durchführungs- und Überwachungsmaßnahmen der Ebene 2, d.h. den so genannten verbindlichen Technischen Standards sowie unverbindlichen Leitlinien der Ebene 3 bestehen. Die neuen Vorschriften werden am 1. Januar 2013 in Kraft treten.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/internal_market/insurance/solvency/index_de.htm

http://www.ceiops.org/content/view/118/124/


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