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Europäischer Globalisierungsfonds unterstützt Arbeitskräfte der spanischen Bekleidungsindustrie

Commission Européenne - IP/10/1062   23/08/2010

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IP/10/1062

Brüssel, 23. August 2010

Europäischer Globalisierungsfonds unterstützt Arbeitskräfte der spanischen Bekleidungsindustrie

Die Europäische Kommission hat einen Antrag Spaniens auf Hilfe aus dem EU-Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) genehmigt. Mit den von den spanischen Behörden beantragten 1 844 700 EUR sollen 500 entlassene Arbeitskräfte wieder in Lohn und Brot gebracht werden. Sie haben ihre Arbeitsplätze verloren, nachdem der Wirtschaftsabschwung die bereits schwierige Lage der Textilindustrie noch verschärft und vermehrt zu Zahlungsausfällen und schließlich zu Insolvenzen geführt hatte. Der Antrag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.

Galicien (Spanien) wurde von der Krise in der Industrie hart getroffen. Im Zeitraum 2007–2009 gingen in der verarbeitenden Industrie 32 700 Arbeitsplätze verloren, 4414 in der Textilproduktion, 3940 im Fahrzeugbau und 2098 in der maritimen Industrie“, erklärte László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. Er fügte hinzu: „Den Entlassenen fällt es schwer, neue Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass die EGF-geförderten Schulungs- und Unterstützungsmaßnahmen dazu beitragen werden, die Schwierigkeiten beim Übergang in eine neue Arbeitsstelle abzufedern.“

Der Antrag bezieht sich auf 703 Entlassungen in 82 kleinen und mittleren Unternehmen in Galicien. Diese Entlassungen waren eine Folge der neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als Ergebnis der Finanz- und Wirtschaftskrise, von der die Textil- und Bekleidungsindustrie seit dem dritten Quartal 2008 schwer getroffen ist. Es wurde sehr viel schwieriger, Kredite zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit in diesem Wirtschaftszweig zu erhalten, während gleichzeitig die Verbrauchernachfrage zurückging, wodurch die Hersteller zusätzlich unter Druck gerieten. All dies führte in der Textilindustrie zu zahlreichen Insolvenzen.

Die Auswirkungen der Entlassungen auf lokaler Ebene sind beträchtlich, da sie die hohe Arbeitslosigkeit in der Region noch verschärfen. Bezogen auf die Zahl der dort in der Bekleidungsindustrie beschäftigten Menschen entsprechen die Entlassungen in den am stärksten betroffenen Städten folgenden Prozentsätzen: 9,68 % in Pontevedra, 5 % in Lugo, 4,4 % in A Coruña und 2,23 % in Ourense.

Das EGF-Maßnahmenpaket zur Unterstützung der ehemaligen Beschäftigten der Bekleidungsindustrie wird 500 der am stärksten benachteiligten unter ihnen helfen, eine neue Arbeit zu finden, und zwar durch: Berufsberatung, Aus- und Weiterbildung, Mobilitäts- und Schulungsgutscheine und Hilfen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben. Die Gesamtkosten des Pakets werden auf knapp 2,8 Mio. EUR veranschlagt, zu denen die Europäische Union über den EGF 1,8 Mio. beitragen soll.

Hintergrund

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Januar 2007 gingen 66 Anträge über insgesamt 373,6 Mio. EUR zur Unterstützung von mehr als 70 000 Arbeitskräften ein. Die Anträge betrafen die folgenden Branchen: Fahrzeugbau (Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Deutschland, Schweden); Textilien (Italien, Malta, Litauen, Portugal, Spanien, Belgien); Mobiltelefone (Finnland, Deutschland); elektrische Haushaltsgeräte (Italien); Computer und elektronische Produkte (Irland, Portugal, Niederlande); Maschinenbau/Elektronik (Dänemark); Reparatur und Instandhaltung von Luft- und Raumfahrzeugen (Irland); Kristallglas (Irland); Keramik und Natursteine (Spanien); Bau (Niederlande, Irland, Litauen); Konstruktionsteile und Ausbauelemente aus Holz (Spanien); elektrische Ausrüstungen (Litauen); Druckerei- und Verlagsgewerbe (Niederlande, Deutschland); Möbel (Litauen); Einzelhandel (Tschechische Republik, Spanien) und Großhandel (Niederlande). Die vorliegenden Abschlussberichte über bisherige EGF-Interventionen zeigen sehr positive Ergebnisse, was den Verbleib der unterstützten Arbeitskräfte im Arbeitsmarkt und ihre Wiederbeschäftigung betrifft.

Der EGF wurde Ende 2006 auf Vorschlag von Präsident Barroso vom Europäischen Parlament und vom Rat eingerichtet und soll Arbeitnehmer unterstützen, die aufgrund der Folgen der Globalisierung ihren Arbeitsplatz verlieren. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert und die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen gestärkt. Der EGF ist damit Teil der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die ab dem 1. Mai 2009 gestellt wurden.

Weitere Informationen

EGF-Website

http://ec.europa.eu/egf

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

http://ec.europa.eu/avservices/video/video_prod_en.cfm?type=details&prodid=9847&src=1

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

http://ec.europa.eu/avservices/video/video_prod_en.cfm?type=detail&prodid=4096&src=4

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