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IP/10/1048

Brüssel, 11. August 2010

Flutkatastrophe in Pakistan: Kommission erhöht humanitäre Soforthilfe um 10 Mio. EUR

Die Europäische Kommission hat heute mit einem Soforthilfebeschluss weitere 10 Mio. EUR zur Unterstützung der bedürftigsten Flutopfer in Pakistan bewilligt. Der Beschluss tritt unmittelbar in Kraft. Am 30. Juli hatte die Kommission bereits 30 Mio. EUR für humanitäre Hilfe bereitgestellt (siehe IP/10/1018).

Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, erklärte: „Ich möchte all denjenigen, die von der Krise betroffen sind, mein tiefes Mitgefühl bekunden und ihnen versichern, dass die Europäische Union bereit ist, Pakistan bei der Bewältigung der Folgen dieser schrecklichen Katastrophe sowohl finanziell als auch politisch zu unterstützen.“

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, fügte hinzu: „Von den schweren Überschwemmungen sind mittlerweile fast 14 Millionen Menschen betroffen, und deren Zahl könnte weiter zunehmen, da die Wassermassen sich nun auf den dichter besiedelten Süden zubewegen. Ein Drittel des Landes steht unter Wasser, und bislang wurden mehr als 290 000 Häuser beschädigt. Nach ersten Analysen benötigen die Flutopfer vor allem sauberes Trinkwasser, Unterkünfte, Lebensmittel, Decken und Hygieneartikel sowie medizinische Versorgung. Unsere zusätzlichen 10 Mio. EUR Soforthilfemittel werden für die Deckung dieses Bedarfs über Hilfsorganisationen in allen von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten des Landes eingesetzt.“

Der Hilfebedarf infolge der schweren Überschwemmungen – der schwersten der letzten 80 Jahre – übersteigt die von der Kommission Ende Juli bereitgestellte humanitäre Soforthilfe von 30 Mio. EUR bei weitem, insbesondere da diese Mittel in erster Linie für Menschen in einigen Konfliktgebieten des Landes bestimmt waren, u. a. für die zahlreichen Binnenvertriebenen. Diese Bevölkerungsgruppen benötigen dringend Hilfe, da ihre Fähigkeit, weitere Naturkatastrophen oder von Menschen verursachte Katastrophen zu bewältigen, bereits erschöpft und die Menschen völlig verzweifelt sind.

In den letzten zwölf Monaten hat die Kommission – einschließlich der heutigen Mittelzuweisung – insgesamt 111,25 Mio. EUR als Hilfe für die Opfer humanitärer Krisen in Pakistan bereitgestellt.

Experten des Dienstes für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Kommission (ECHO) sind vor Ort tätig und verfolgen die Entwicklung der humanitären Lage aufmerksam. Sie überwachen ferner die Verwendung der von der Kommission im Rahmen der Soforthilfe bereitgestellten Mittel. Alle von der Kommission finanzierten humanitären Projekte werden von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen, UN-Sonderorganisationen und dem Roten Halbmond durchgeführt. ECHO verfügt zudem über ein Unterstützungsbüro in Islamabad.

EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert

Nach einem Hilfeersuchen der pakistanischen Regierung an die internationale Gemeinschaft wurde auch das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert. Das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) von ECHO steht in Verbindung mit den 31 Ländern, die an dem Europäischen Katastrophenschutzmechanismus beteiligt sind. Mehrere Teilnehmerstaaten haben über dieses Verfahren bereits Sachleistungen angeboten. Das BIZ setzt einen Verbindungsbeamten vor Ort ein, um die Koordinierung aller weiteren Hilfsmaßnahmen im Bereich des Katastrophenschutzes zu erleichtern.

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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