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Kommission stellt weitere 10 Mio. EUR für humanitäre Hilfe in Liberia bereit

Commission Européenne - IP/10/1036   06/08/2010

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IP/10/1036

Brüssel, 6. August 2010

Kommission stellt weitere 10 Mio. EUR für humanitäre Hilfe in Liberia bereit

Die Europäische Hilfe hat weitere 10 Mio. EUR zur Finanzierung von humanitärer Hilfe für Liberia bereitgestellt. Diese Hilfe wird direkt und indirekt den ungefähr 500 000 Bedürftigen in Liberia zugute kommen, indem der Zugang zur Gesundheitsversorgung, zu Nahrung, Wasser und sanitären Einrichtungen verbessert und die Finanzierungslücke beim Übergang von der humanitären Hilfe zur Entwicklungshilfe geschlossen werden.

Die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Kommissarin Kristalina Georgieva erklärte: „Nach jahrelangen Bemühungen, die Phase der rein humanitären Hilfe zu überwinden, mit der das von einem schrecklichen Bürgerkrieg zerstörte Land zunächst unterstützt wurde, konnten in den letzten Jahren nun deutliche Erfolge bei der Begleitung Liberias auf dem Weg zu einem Neuanfang und wirtschaftlicher Wiederbelebung erzielt werden. Ich freue mich, feststellen zu können, das Liberia ein Beispiel für die erfolgreiche Verknüpfung von Soforthilfe, Wiederaufbauhilfe und Entwicklung ist. Wir arbeiten eng mit unseren Entwicklungspartnern zusammen, um die Kontinuität der Finanzierung durch die Kommission zu gewährleisten. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Hilfsmaßnahmen lückenlos ineinandergreifen, um Nachteile für die Bevölkerung zu vermeiden.“

7 Mio. EUR dieses Hilfepakets sind zur Finanzierung folgender Maßnahmen vorgesehen:

  • Gesundheitsvorsorge, primäre und sekundäre Gesundheitsversorgung;

  • Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern durch angemessene prä- und postnatale Betreuung und Unterstützung der pädiatrischen Versorgung;

  • Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen;

  • Verbesserung der Hygienepraxis;

  • Einführung und Stärkung von Mechanismen für Notfallvorsorge und ‑maßnahmen im Gesundheitsbereich;

  • Behandlung von Kindern, die unter akuter Mangelernährung leiden.

Diese humanitäre Soforthilfe ergänzt die Unterstützung, die von der Europäischen Kommission für den liberianischen Gesundheitssektor geleistet wird: 20 Mio. EUR werden bereits im Rahmen des 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) bereitgestellt, mit dem vorrangigen Ziel den Zugang zur medizinischen Grundversorgung und die personellen Kapazitäten im Gesundheitssektor auszubauen. Diese Maßnahme ist Teil der allgemeinen Unterstützung der Rehabilitation des Landes, für die insgesamt mehr als 150 Mio. EUR im 10. EEF veranschlagt sind. Damit werden verschiedene Projekte finanziert, die neben vielen anderen Maßnahmen auch die Entwicklung der Infrastruktur, die Stärkung der Gesundheitsdienste, die Förderung des Bildungssystems und die Einrichtung einer allgemeinen Prüfungskommission zum Ziel haben.

Die Finanzierung der Maßnahmen im Gesundheitsbereich aus EEF-Mitteln wird die bisherige Finanzierung mit Mitteln der Generaldirektion (GD) ECHO, dem Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission, ablösen, die bisher über die Partnerorganisationen bereitgestellt werden. (Mit dieser humanitären Hilfe wurden 650 000 direkte Begünstigte in 9 der 15 Regionen des Landes unterstützt).

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und Finanzierungslücken vorzubeugen, hat die GD ECHO einen weiteren Finanzierungsbeschluss über 2,95 Mio. EUR angenommen, die zur Deckung eines etwaigen Finanzierungsdefizits herangezogen werden können, bis der Übergangsprozess abgeschlossen ist.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass sich solche Finanzierungslücken besonders nachteilig auf die Gesundheitsstrukturen auswirken.

Hintergrund

In den 14 Jahren des bewaffneten Konflikts in Liberia kamen 250 000 Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden aus ihrer Heimat in andere Regionen des Landes, in Nachbarstaaten oder andere Länder vertrieben, und fast die gesamte Infrastruktur wurde zerstört.

Obwohl schrittweise der Übergang von der humanitären Hilfe zur Entwicklungshilfe vollzogen wird, ist Liberia nach wie vor auf humanitäre Hilfe angewiesen. Erst wenn die Regierung in der Lage ist, in dem strategischen Rahmen der Verknüpfung von Soforthilfe, Rehabilitation und Entwicklung alle Aufgaben der Internationalen Einrichtungen zu übernehmen, wird das Land nicht mehr von humanitärer Hilfe abhängig sein.

Beide Dienststellen der Europäischen Kommission arbeiten eng zusammen, um die Einbindung der zuvor aus dem Budget für humanitäre Hilfe finanzierten Maßnahmen in die langfristigen Programme des 10. EEF zu gewährleisten. Alle von der GD ECHO finanzierten Projekte für Ernährungssicherheit sind ausgelaufen und die meisten werden nun im Rahmen der thematischen Programme für Ernährungssicherheit oder über die von der EU Delegation/EuropeAid verwalteten Nahrungsmittelfazilität weitergeführt. Maßnahmen gegen akute und chronische Mangelernährung werden in den nächsten zwei Jahren aus dem 10. EEF finanziert.

GD ECHO wird sich auch weiterhin auf dringende, lebensrettende Hilfsmaßnahmen konzentrieren, die von anderen Finanzierungsmechanismen nicht durchgeführt werden können. Seit 2003 hat die Kommission bereits insgesamt humanitäre Hilfe in Höhe von 108 Mio. EUR für Konfliktopfer in Liberia geleistet.

Während die GD ECHO für Maßnahmen in humanitären Notsituationen zuständig ist, unterstützt die GD Entwicklung und Beziehungen zu den AKP-Staaten langfristige Entwicklungsprogramme. Da humanitäre Hilfe nur einen Teil des in Liberia bestehenden Bedarfs decken kann, ist der Übergang zur Entwicklungshilfe in jüngster Zeit beschleunigt worden. Der Erfolg dieses Übergangsprozesses wird vor allem von der Unterstützung der Entwicklungsbemühungen und der Stärkung der Koordinierungsmechanismen abhängen.

Weitere Informationen zur humanitären Hilfe der Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Informationen zu den Beziehungen EU - Liberia:

http://ec.europa.eu/development/geographical/regionscountries/countries/country_profile.cfm?cid=lr&type=short&lng=en


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