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IP/10/1025

Brüssel, August 2010

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante Sperian-Übernahme durch Honeywell

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des französischen Herstellers von persönlichen Schutzausrüstung, Sperian, durch das amerikanische Unternehmen Honeywell nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Prüfung des Vorhabens ergab, dass der Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bzw. in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern dürfte.

Honeywell ist ein diversifiziertes Technologieunternehmen mit Sitz in USA, das unter anderem in der Herstellung und im Verkauf von Schutzausrüstung tätig ist. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird von den Beschäftigten einer ganzen Reihe von Branchen getragen oder benutzt, um sich vor Verletzungen oder Krankheiten infolge des Kontakts mit radiologischen, chemischen, physischen, mechanischen, elektrischen oder sonstigen Gefahrenquellen zu schützen.

Sperian ist ein weltweit tätiger PSA-Hersteller, der sich auf den Schutz von Kopf und Körper spezialisiert hat.

Die Kommission hat die Wettbewerbseffekte des geplanten Zusammenschlusses im PSA-Sektor insbesondere in Bezug auf die folgenden Märkte untersucht, auf denen sich die Geschäftstätigkeiten der beteiligten Unternehmen in Europa am stärksten überschneiden: Absturzsicherung (Ausrüstung zur Vermeidung von Abstürzen aus großer Höhe), Handschutz (vor allem Schutz- und Sicherheitshandschuhe), Atemschutz (Masken und andere Ausrüstung zum Schutz vor der Umgebungsluft, vor Aerosolen aus festen oder flüssigen Teilchen oder Gasen und vor viralen oder mikrobiellen Infektionen), Kopf-, Augen- und Gesichtsschutz (Helme, Visiere, Gesichtsschilde) und Gehörschutz (insbesondere Kapselgehörschützer und Gehörschutzstöpsel, entweder zum einmaligen Gebrauch oder wiederverwendbar).

Da Honeywell und Sperian weitgehend in unterschiedlichen Regionen der Welt und in verschiedenen Produktkategorien tätig sind, überschneiden sich ihre Tätigkeitsbereiche im PSA-Segment nur geringfügig. Außerdem ergab die Untersuchung der Kommission, dass das Unternehmen nach dem Zusammenschluss in allen obengenannten PSA-Segmenten weiterhin eine Reihe starker Wettbewerber haben und seine Kunden nach wie vor die Möglichkeit haben dürften, auf andere Anbieter auszuweichen.

Über das PSA-Sortiment hinaus bieten Honeywell und Sperian auch tragbare Gasdetektoren an, mit denen die Konzentration giftiger oder entzündlicher Gase überwacht werden kann, um in verschiedenen Situationen vor der Vergiftungs-, Erstickungs- oder Explosionsgefahr zu warnen. Da Sperian in diesem Bereich kaum vertreten ist und es dort viele andere Anbieter im EWR gibt, ergab die Marktuntersuchung, dass der Zusammenschluss das Wettbewerbsumfeld nahezu unberührt lassen dürfte. Honeywell ist zudem auch auf dem vorgelagerten Markt für die Herstellung von Gassensoren tätig und beliefert damit teilweise andere Hersteller von Gasdetektoren. Da Sperian nur in geringem Umfang Gassensoren kauft und nur einen geringen Anteil am nachgelagerten Markt für den Verkauf von Gasdetektoren hält, kam die Kommission aber zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Der Zusammenschluss wurde am 30. Juni 2010 bei der Kommission angemeldet. Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5908


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