Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Autres langues disponibles: FR EN ES

IP/10/1022

Brüssel, 3. August 2010

Kommission begrüßt 5 000ste Behörde, die sich dem Binnenmarkt-Informationssystem anschließt

Die Kommission hat die Gemeinde Lloret de Vistalegre auf der Insel Mallorca als 5 000ste Behörde begrüßt, die sich dem Binnenmarkt-Informationssystem (IMI) anschließt. Das IMI ist eine sichere Online-Anwendung, die es nationalen, regionalen und lokalen Behörden ermöglicht, schnell und einfach mit Verwaltungen anderswo in der EU zu kommunizieren. Das System wird derzeit in der Zusammenarbeit der Verwaltungen im Bereich der Anerkennung von Berufsqualifikationen und der grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der Dienstleistungsrichtlinie benutzt, wenn beispielsweise eine spanische Gemeinde überprüfen muss, ob ein belgisches Bauunternehmen, das in dieser Gemeinde Dienstleistungen erbringen möchte, in Belgien rechtmäßig niedergelassen ist. Das MI ist nicht nur eine Hilfe für die Behörden, die dieses System benutzen, sondern auch für Dienstleister und qualifizierte Fachkräfte, für die es einfacher wird, innerhalb der EU zu arbeiten oder ihre Dienstleistungen zu erbringen. Um dem neuesten Mitglied im IMI-Netz zu gratulieren, hat die Kommission einen Videoclip produziert, den Sie hier sehen können: http://ec.europa.eu/imi-net

Dazu der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Kommissar Michel Barnier: „Ich bin sehr erfreut darüber, dass das Binnenmarkt-Informationssystem so schnell wächst und so erfolgreich zur Vereinfachung der Verfahren im Binnenmarkt beiträgt. Der schnelle und zuverlässige Austausch von Informationen zwischen öffentlichen Behörden, zu denen auch so kleine Gemeinden wie Lloret de Vistalegre gehören, ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Bürger und Unternehmen tatsächlich von den Vorteilen des Binnenmarktes profitieren können.“

Was ist das IMI?

Das IMI ist eine sichere Online-Anwendung, die von der Kommission in enger Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten entwickelt wurde und seit November 2008 genutzt werden kann. Mit Hilfe des IMI können zuständige Behörden schnell und einfach mit den entsprechenden Verwaltungen im Ausland kommunizieren. Das IMI hilft den Nutzern

  • die Behörde in einem anderen Land zu finden, die in einer bestimmten Frage der richtige Ansprechpartner ist, und

  • mit ihr über vorübersetzte Standardfragen und –antworten zu kommunizieren.

Das IMI könnte beispielsweise zum Einsatz kommen, wenn ein ungarischer Zahnarzt sich in Deutschland niederlassen und dort arbeiten möchte. Wenn die zuständige regionale Zahnarztkammer in Deutschland das ungarische Diplom des Zahnarztes überprüfen muss, kann sie in der IMI-Datenbank zuständiger Behörden die entsprechende ungarische Behörde ermitteln und eine Frage an diese Behörde auf Deutsch auswählen. Die ungarische Behörde erhält die Frage auf Ungarisch und kann eine entsprechende Antwort aussuchen, die der deutschen Behörde auf Deutsch übermittelt wird. Da die Mitgliedstaaten eng in die Konzipierung des Systems eingebunden waren, bietet das IMI einheitliche Arbeitsmethoden, die mit sämtlichen EU-Ländern abgestimmt wurden. Sollte es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, können sich die nationalen oder regionalen IMI-Koordinatoren einschalten. Die Kommission unterhält einen zentralen IMI-Helpdesk.

Wer benutzt das IMI?

Das IMI wird von Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene in der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen genutzt, in deren Zuständigkeit die Rechtsvorschriften fallen, für die das System geschaffen wurde. Nur diese Behörden können sich im IMI registrieren, und die Registrierung muss von einem IMI-Koordinator genehmigt werden. Die zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten haben das IMI enthusiastisch angenommen, da sie mit seiner Hilfe die größten Barrieren für die Inanspruchnahme der Unterstützung anderer Mitgliedstaaten überwinden können, nämlich

  • nicht zu wissen, wer der richtige Ansprechpartner ist,

  • Sprachbarrieren und

  • das Fehlen festgelegter Verfahren der Zusammenarbeit.

In welchen Bereichen wird das IMI eingesetzt?

Das IMI wurde als allgemeines Instrument konzipiert, das mit minimalem technischem Aufwand für alle Arten von Binnenmarkt-Rechtsvorschriften angepasst werden kann. Es wird derzeit für die Zusammenarbeit der Verwaltungen im Rahmen der Richtlinie über Berufsqualifikationen (2005/36/EG) und der Dienstleistungsrichtlinie (2006/123/EG) benutzt. Zwischen Januar und Juni 2010 kam das IMI mehr als 930 Mal zum Einsatz. In fast 50 % dieser Fälle erhielt die anfragende Behörde innerhalb einer Woche eine Antwort. Der Informationsaustausch betraf – neben vielen anderen Berufen – Tierärzte, Zahnärzte, Lehrer, Architekten und Fremdenführer. Die Kommission prüft zur Zeit gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, in welchen anderen Bereichen das IMI eingesetzt werden könnte.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/imi-net


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site