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Fusionskontrolle: Kommission prüft Zusammenschluss von Olympic Air und Aegean Airlines

European Commission - IP/10/1017   30/07/2010

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IP/10/1017

Brüssel, 30. Juli 2010

Fusionskontrolle: Kommission prüft Zusammenschluss von Olympic Air und Aegean Airlines

Die Europäische Kommission hat eine eingehende Prüfung des geplanten Zusammenschlusses der beiden griechischen Passagierfluggesellschaften Olympic Air und Aegean Airlines nach der EU-Fusionskontrollverordnung eingeleitet. Die erste Marktuntersuchung der Kommission lieferte Hinweise darauf, dass das Vorhaben ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken aufwerfen könnte. Das zusammengeschlossene Unternehmen hätte auf allen Inlandsstrecken und auf mehreren internationalen Strecken, die von beiden Fluggesellschaften bedient werden, sehr hohe Marktanteile oder sogar eine Monopolstellung. Die Kommission hat außerdem starke Zweifel an der Vereinbarkeit des Vorhabens mit der Fusionskontrollverordnung und in Bezug auf die Erfüllung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen für Strecken in Griechenland und die Erbringung von Bodenabfertigungsdiensten in Griechenland. Die Untersuchung wird ergebnisoffen geführt. Die Kommission muss nun innerhalb von 90 Arbeitstagen (bis zum 7. Dezember 2010) abschließend entscheiden, ob durch diesen Zusammenschluss der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich beeinträchtigt würde.

Der für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia erklärte dazu: „Die Kommission muss sicherstellen, dass in Griechenland für Verbraucher und Unternehmen weiterhin ein wettbewerbsgerechtes Flugangebot – sowohl im Hinblick auf Flugpreise als auch auf Flugstrecken – zur Verfügung steht. Bei der gegenwärtig schwierigen Wirtschaftslage ist dies besonders wichtig. “

Am 24. Juni 2010 ging bei der Kommission die Anmeldung eines Zusammenschlusses ein, wonach die Vassilakis Group, die Marfin Investment Group und die Laskaridis Group die gemeinsame Kontrolle über ein zusammengeschlossenes Unternehmen erwerben, das die Geschäftsbereiche der folgenden vormals eigenständigen griechischen Unternehmen umfasst:

  • Aegean Airlines S.A.

  • Olympic Air S.A., Olympic Handling S.A. und Olympic Engineering S.A. (zusammen als „Olympic“ bezeichnet).

Vassilakis investiert in Autovermietung, Auto-Leasing, Autoimporte und Autovertrieb sowie Ground Handling (Bodenabfertigung) und Aviation (Luftverkehr) (über Aegean Airlines).

Marfin tätigt Investitionen in den Bereichen Lebensmittel und Getränke, Schifffahrt (insbesondere über die Attica Group, die Eigentümerin von Superfast Ferries und Blue Star Ferries ist), Luftverkehr (über Olympic Air), Bodenabfertigung (über Olympic Handling), Wartung, Reparatur und Überholung (über Olympic Engineering), Gesundheitsfürsorge, Immobilien, IT und Telekommunikation, Tourismus und Freizeit sowie Finanzdienstleistungen.

Laskaridis investiert in Luftverkehr (über Aegean Airlines), Bodenabfertigung, Schifffahrt und Werften, Tourismus und Immobilien.

Sowohl Aegean Airlines als auch Olympic Air bieten Passagier- und Luftfrachtdienste an.

Olympic ist außerdem in der Bodenabfertigung und im Bereich Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) tätig.

Die erste Untersuchung der Kommission ergab, dass der geplante Zusammenschluss zu sehr hohen Marktanteilen oder gar zu Monopolen auf vielen Inlandsstrecken in Griechenland und auf bestimmten internationalen Strecken führen würde.

Weitere Bedenken bestehen im Zusammenhang mit der Erbringung von Bodenabfertigungsdiensten auf mehreren griechischen Flughäfen und dem Markt für Strecken, die aufgrund gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen angeboten werden müssen. Bei Ausschreibungen für Strecken, die nur von einem Unternehmen gegen Subventionen bedient werden, würden durch den Zusammenschluss die im Vergleich zu kleineren Wettbewerbern stärksten Bieter mit den besten Erfolgsaussichten zusammengeführt. Bei der Bodenabfertigung entsteht durch den Zusammenschluss auf mehreren griechischen Flughäfen in jedem Fall eine vertikale Verbindung zwischen den beteiligten Unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5830


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