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IP/10/1000

Brüssel, den 23. Juli 2010

Kommission stellt 15 Mio. EUR für humanitäre Hilfe in Simbabwe bereit

Heute hat die Europäische Kommission ein Hilfspaket mit einem Volumen von 15 Mio. EUR angenommen, mit dem in Simbabwe der Wiederaufbau grundlegender Gesundheitsdienste und der Trinkwasserversorgung unterstützt und Nahrungsmittelhilfe sowie kurzfristige Unterstützung bei der Ernährungs- und Existenzsicherung geleistet werden sollen. Der neue Beschluss der Kommission dient zur Finanzierung einer Vielzahl von Maßnahmen zur Bewältigung der bestehenden humanitären Probleme, darunter die Unterstützung der medizinischen Grundversorgung, die Bereitstellung und Verteilung wichtiger und lebensnotwendiger Medikamente sowie medizinischer Ausrüstung und die Unterstützung der Soforthilfeeinheiten bei der Versorgung mit Trinkwasser, Sanitär- und Gesundheitsdiensten. Ein Teil der Mittel ist für Pilotprojekte zur Existenzsicherung einschließlich Bargeldauszahlungen und Gutscheinsystemen vorgesehen.

Die Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte hierzu: „Ungeachtet der jüngsten Verbesserungen durch die Regierung der nationalen Einheit ist es noch ein langer Weg bis zur Erholung. Wenn wir wollen, dass Simbabwe wieder den Weg zu einer langfristigen Entwicklung einschlägt, müssen wir unsere Bemühungen fortsetzen und die Bevölkerung über unsere Nahrungsmittelhilfsprogramme hinaus mit sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen versorgen.“

Konkret hat die Einführung des US-Dollars als Ankerwährung für die simbabwische Wirtschaft die allgemeine Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln im Land verbessert. Trotzdem ist der Zugang zu Nahrungsmitteln für Menschen, die nicht über ausländische Währung verfügen, noch immer schwierig. Aus diesem Grund und im Einklang mit ihrer Mitteilung vom März 2010 über humanitäre Nahrungsmittelhilfe ersetzt die Kommission die Nahrungsmittelverteilung durch Modelle, die darauf abzielen, Mittel für die Ernährungssicherung durch lokale Einkäufe zu verwenden. In den letzten Jahren war die EU einer der größten Geber für Notmaßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung als Teil eines integrierten öffentlichen Gesundheitskonzepts zur Bewältigung möglicher Epidemien (derzeit kommt es zu Ausbrüchen von Cholera, Masern und Typhus im Land).

Hintergrund

Seit die simbabwische Regierung im Jahr 2000 begann, das Landreformprogramm durchzuführen, leidet das Land unter dem Zusammenbruch der Wirtschaft, was zu einer starken Abnahme der landwirtschaftlichen Produktivität, galoppierenden Inflationsraten und Treibstoffknappheit führte. Die Verschlechterung der Sozialleistungen in Simbabwe in den letzten zehn Jahren hatte verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung und führte dadurch zu einer hohen Abhängigkeit von humanitärer Hilfe. Der Ausfall der grundlegenden Gesundheits-, Wasser- und Sanitärdienstleistungen stellt ein gravierendes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Hierzu zählen regelmäßige Ausbrüche von Cholera-, Masern- und Typhusepidemien, eine hohe Infektionsrate bei HIV/Aids und eine stark gestiegene Müttersterblichkeitsrate.

Weitere Informationen unter: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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