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Verkehr: Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika verstärken

Commission Européenne - IP/09/989   24/06/2009

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IP/09/989

Brüssel, den 24 Juni 2009

Verkehr: Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika verstärken

Die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika im Verkehrsbereich steht im Mittelpunkt einer Mitteilung, die heute von der Europäischen Kommission verabschiedet wurde. Sie zielt auf eine Verknüpfung der transeuropäischen und afrikanischen Verkehrsnetze ab, insbesondere durch die Entwicklung einer gemeinsamen Karte der Verkehrsinfrastrukturen. Die Kommission will außerdem ihren afrikanischen Partnern die Erfahrungen der europäischen Verkehrspolitik zur Verfügung stellen, um dort zur Schaffung leistungsfähigerer Verkehrssysteme beizutragen - eine der Voraussetzungen für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents, um Herausforderungen wie Armut, Umweltbelastungen oder Abwanderung bewältigen zu können.

"Eine Verknüpfung der europäischen und afrikanischen Netze ist der greifbarste Ausdruck unserer gemeinsamen Zukunft. Durch diese Mitteilung strebe ich an, die Stärkung der Verbindungen zwischen den transeuropäischen und afrikanischen Netzen zu einem Schwerpunkt der Aktivitäten der Kommission zu machen. Wir schlagen Afrika eine aufrechte strategische Partnerschaft im Verkehr vor, die auf einer systematischeren Zusammenarbeit in allen Bereichen des Verkehrs, einschließlich des Stadtverkehrs, beruhen soll. Mit einer angemessenen Verkehrsinfrastruktur und Servicequalität sowohl zwischen den beiden Kontinenten als auch in Afrika selbst soll der Verkehr einer der Motoren der Entwicklung des Kontinents werden, der überdies dazu beitragen kann, die Abwanderung einzudämmen", erklärte Antonio Tajani, Vizepräsident der Kommission, zuständig für Verkehr.

"Mit ungefähr 4,5 Milliarden Euro aus dem 10. Europäischen Entwicklungsfonds für den Zeitraum 2007-2013 ist die Europäische Kommission momentan einer der größten Unterstützer Afrikas im Bereich der Infrastrukturen und des Verkehrs", ergänzte Louis Michel, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe. "Diese Mitteilung ist die notwendige Ergänzung unserer Aktivitäten, die wir im Laufe der Jahre sowohl auf Länderebene als auch auf überregionaler Ebene entwickelt haben. Mit der Umsetzung der EU-Afrika-Strategie und der Partnerschaft im Bereich der Infrastrukturen hat diese Zusammenarbeit eine kontinentale Dimension erreicht, die den großen Vorteil hat, sich auf die Erfahrung und auf das Know-How auf europäischer Ebene in ähnlichen Bereichen stützen zu können, um zur Einführung eines integrierteren, zuverlässigeren und kostengünstigeren Verkehrssystems auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu führen".

"Ich freue mich über diese Miteilung", erklärte Benita Ferrero-Waldner, "die es uns ermöglichen wird, auf den reichhaltigen und erfolgreichen Erfahrungen der Zusammenarbeit im Mittelmeer aufzubauen, um sie zu erweitern und mit dem ganzen Kontinent zu teilen. Die Integration und die Koordinierung der Aktionen und der Akteure, die in Afrika im Verkehrsbereich tätig sind, können unseren beiden Kontinenten nur zugute kommen ".

Afrika ist der Kontinent, in dem die Verkehrskosten im globalen Vergleich am höchsten liegen. Sie stellen im Durchschnitt 15% der Ausfuhrerlöse dar, im Vergleich zu 7% in Entwicklungsländern anderer Kontinente und 4% in den Industrieländern. Afrikanische Länder ohne Küstenlage, wie Malawi oder Tschad, befinden sich in einer noch ungünstigeren Lage, wo die Transportkosten bis zu 50 % erreichen können. Hinzu kommen dauerhafte Schwächen des Verkehrssystems: Die Straßendichte in Afrika ist unterdurchschnittlich (6,84 km je 100 km 2, im Vergleich zu 12 km in Lateinamerika und 18 km in Asien). Die afrikanischen Eisenbahnlinien sind wenig vernetzt, besonders in West- und Zentralafrika; 16 Länder Afrikas verfügen über gar kein Schienennetz 1 . Nur drei afrikanische Flughäfen zählen nach dem Passagieraufkommen zu den 150 weltweit wichtigsten Flughäfen. Die afrikanische Schiffsflotte ist überdurchschnittlich alt (etwa 80% der Schiffe haben ein Alter von über 15 Jahren, während es im weltweiten Durchschnitt rund 15 % sind).

Diese Situation belastet nicht nur die Wirtschaft afrikanischer Länder, sondern sie hemmt auch deren Fortschritt in Bezug auf Gesundheit, Bildung und Beschäftigung.

Diese Mitteilung der Kommission stellt den Ausgangspunkt eines strategischen Dialogs mit der Afrikanischen Union dar, der darauf abzielt, konkrete Maßnahmen zu identifizieren, die im Verkehrsbereich mit allen afrikanischen und europäischen Partnern vertieft werden können. Die Ministerkonferenz zu den transeuropäischen Verkehrsnetzen, die für Oktober 2009 in Neapel geplant ist, wird für die Teilnahme der Mittelmeer- und afrikanischen Partner geöffnet. Sie wird Gelegenheit bieten, innerhalb der EU-Afrika-Partnerschaft ein dem Verkehr gewidmetes informelles Forum zu schaffen, das über die institutionellen Akteure hinaus auch die europäische und afrikanische Transportwirtschaft, Verbände sowie die internationalen Kapitalgeber mit einbezieht, um darin spezifische Fragen dieses Schlüsselsektors der Entwicklung intensiver zu erörtern. Die folgende Etappe soll mit Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung einen Plan vorrangiger Aktionen und ihrer Finanzierung festlegen. Der für Ende 2010 in Afrika geplante nächste EU-Afrika-Gipfel soll Gelegenheit bieten, die bis dahin für die Umsetzung des Aktionsplans verzeichneten Fortschritte zu beleuchten.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/transport/international/regional_cooperation/africa_en.htm

1 :

Burundi, Kap Verde, Komoren, Gambia, Guinea-Bissau, Äquatorialguinea, Libyen, Maurice, Niger, Zentralafrikanische Republik, Ruanda, Sao Tome und Principe, Seychellen, Sierra Leone, Somalia und Tschad.


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